Die Ausstellung “dis/play” ist derzeit im Sandkasten, temporärer Ausstellungsraum in den Meisterhöfen, Sandstr. 33, 80335 München (Nähe Stiglmaierplatz) zu sehen. Da die Ausstellung von aussen einsehbar ist, kann man sie auch in Zeiten von Corona anschauen. Die offizielle Ausstellungsende ist geplant für 12. April 2020, wird aber wahrscheinlich verlängert.
Kuratorinnen: Prof. Ulrike Lauber und Christina Haberlik

“dis/play”
Susanne Görtz zeigt ungewöhnliche Fotografien von Münchner-U-Bahnstationen.
Im Münchner Untergrund werden die „analogen“ Plakatwände nach und nach ersetzt durch digitale Displays mit Bewegtbild, deren wechselnden Inhalte die Aufmerksamkeit der Wartenden wieder auf sich ziehen. Aber bevor dieses Medium ganz entschwindet, auch aus unserer Erinnerung, hat Susanne Görtz die Plakatwände an den Hintergleiswänden der Münchner U-Bahnstationen festgehalten zu dem Zeitpunkt, als die Plakate bereits entfernt waren.

Entstanden ist eine Art Typologie von leeren Werbeflächen in U-Bahn-Stationen. Auf den ersten und vielleicht auch zweiten Blick sind die Fotografien sehr ähnlich, aber gerade die subtilen Unterschiede zwischen den verschiedenen Untergründen und den Resten der Plakate machen den Reiz der Serie aus. Die Arbeit hat eine eigene, eher triste Ästhetik, die auch etwas aussagt über die Gestaltung des öffentlichen Untergrunds in den ersten Jahren. Nur der bunte Streifen, der die unterschiedlichen U-Bahn-Linien kennzeichnet, bringt ein wenig Farbe ins Bild.
sandkasten-muenchen.de

Presse
28.2.2020, Süddeutsche Zeitung, Stadtviertel München “Visuelle Diagnose”, http://sz.de/1.4823437
28.2.2020, ASK HELMUT, askhelmut.com