[Stand 15. Februar 2026] Die folgenden Fotoausstellungen in München (und Umgebung) kann man derzeit oder bald anschauen. Die Ausstellungen sind nach Enddatum sortiert. Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte immer nochmal auf der Website nachschauen, Ausstellungen können sich verschieben, verlängert werden oder ausfallen. Fragen und ggf. Terminhinweise bitte per Mail schicken an sg@goertz-fotografie.de.
Out of Focus. Leonore Mau and Haiti.
Die Fotografin Leonore Mau (1916–2013) reiste in den 1970er Jahren während der Diktatur von Jean-Claude „Baby Doc“ Duvalier nach Haiti. Sie war gemeinsam unterwegs mit dem Schriftsteller Hubert Fichte (1935–1986). Die Reise war ein Teil eines langjährigen Rechercheprojekts zu afrodiasporischen Religionen.
„Out of Focus“ ist eine kollaborative Auseinandersetzung mit den in Haiti entstandenen Fotografien von Leonore Mau. Die Ausstellung sucht einen dekolonialen Umgang mit diesen Bildern und fragt danach, wie die Arbeit mit diesem Archiv dazu beitragen kann, das bis heute von Stereotypen geprägte Bild Haitis zu verändern.
Lenbachhaus, Luisenstr. 33, München
Di-So, feiertags 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, bis 15. Februar 2026
www.lenbachhaus.de
Helmut Newton. Polaroids
Die Ausstellung zeigt rund 100 Original-Polaroids, entstanden während Newtons legendärer Mode- und Porträtshootings. Spontan, direkt und voller Energie, gewähren diese Bilder einen faszinierenden Blick in sein künstlerisches Denken.
Kunstfoyer, Thierschplatz 6, München
tgl. 10-18 Uhr, Fr 10-20 Uhr, bis 22. Februar 2026
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de
Grand Hotel Parr – Fotobücher von Martin Parr
Das Neue Museum zeigt in Kooperation mit The PhotoBookMuseum, Köln, die erste große Fotobuch-Retrospektive des britischen Magnum-Fotografen Martin Parr (*1952). Wie kein anderer weiß es Parr die Absurditäten unserer globalen Konsum- und Freizeitkultur einzufangen. Als leidenschaftlicher Sammler und Vermittler hat er aber auch seit der Jahrtausendwende das Fotobuch ins Bewusstsein der Gegenwartsfotografie gebracht.
Di/Mi/Fr/Sa/So 10–18 Uhr, Do 10–20 Uhr, bis 22. Februar 2026
Neues Museum Nürnberg, Klarissenplatz, 90402 Nürnberg
www.nmn.de
Hans Georg Esch sieht den Gasteig
Hans Georg Esch hat die besondere Ästhetik des Ziegelbaus aus den 1980er Jahren, der aktuell generalsaniert und damit für zukünftige Nutzungen vorbereitet wird, durch seine Linse ganz neu gesehen und gespiegelt – in den großen Linien ebenso wie in im kleinsten Detail. Seine nun gezeigten Fotografien unterstreichen eindrucksvoll, warum das Haidhauser Kultur- und Bildungszentrum so wertvoll ist und welche wichtige Rolle seine behutsame Weiterentwicklung für die Zukunft Münchens spielt.
Fat Cat im alten Gasteig, Glashalle Ost 1. OG, Rosenheimer Straße 5, München
tgl. 8–23 Uhr, bis Fr 27. Februar 2026
fatcat-muc.de
Micaiah Carter—Tender Heart
Tender Heart ist eine visuelle Meditation über Vermächtnis, Erinnerung und die sich wandelnde Natur der Identität. Über Generationen hinweg und durch intime Gesten zeichnet dieses Werk eine persönliche und kollektive Reise nach, auf der die Vergangenheit nicht festgeschrieben ist, sondern in der Gegenwart weiterlebt, eingebettet in unsere Haut, unseren Stil und unsere Häuser. Micaiah Carter wurde in eine Welt der Neuerfindung hineingeboren, und jedes Bild verkörpert diese Wahrheit: Die schwarze Identität ist fließend, zart, widerstandsfähig und erneuert sich ständig. Die Ausstellung wechselt zwischen Archiv- und zeitgenössischen Fotografien, Familie und Fremden, häuslichen Interieurs und surrealer Stille und offenbart einen schwebenden Raum, in dem sich die Zeit dehnt und faltet. Tender ist nicht nur eine Geste der Erinnerung, sondern auch eine Voraussetzung für das Träumen von der Zukunft. Es bewahrt gleichzeitig Erinnerung und Möglichkeit, verwurzelt in Fürsorge und Transformation.
Amerikahaus München, Karolinenplatz 3, München
Mo-Do 10-17 Uhr, Fr 14-18 Uhr, Sa 10-18 Uhr, bis 28. Februar 2026
www.amerikahaus.de
Peter Litvai – WERKSCHAU25
LITVAI GALERIE FÜR FOTOGRAFIE, Altstadt 195a, 84028 Landshut
Do-Sa 14-17 Uhr, bis 28. Februar 2026
www.litvai-galerie.com
FREELENS – Wer wir sind – Arbeit in München
Fotografien der Regionalgruppe Bayern. In dieser Ausstellung nähern sich Fotograf*innen der FREELENS Regionalgruppe München den vielseitigen Aspekten der Arbeitswelt in München: von industriellen Prozessen über systemrelevante soziale Bereiche bis hin zu freischaffenden Kreativen und traditionellen Handwerksberufen. Sie zeigen Orte, an denen die Stadt pulsiert, sowie Menschen, die ihre Berufung gefunden haben oder noch auf der Suche danach sind.
Ihre Bilder erzählen von Nähe und Verantwortung, von Routine und unterwarteten Ereignissen. Dabei stellen sie die Frage: Inwieweit prägt unsere Arbeit unsere Identität?
Es ist eine fotografische Spurensuche nach dem, was München lebendig macht. Jedes Bild ist ein Fragment des großen Ganzen, ein Moment, der erzählt, wie vielfältig das Berufsleben sein kann und wie eng es mit dem Leben verwoben ist. Die Ausstellung ist eine Einladung, nicht nur den festgehaltenen Augenblick zu betrachten, sondern auch über den Wandel der Arbeitswelt und seine gesellschaftlichen Auswirkungen zu reflektieren.
FREELENS wurde 1995 von 128 Fotojournalist*innen gegründet, um den fortschreitenden Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen von Fotograf*innen entgegenzuwirken. Heute hat der Berufsverband rund 2.100 Mitglieder und ist damit die größte Organisation für Fotograf*innen in Deutschland.
Bürgerhaus Unterföhring, Münchner Straße 65, 85774 Unterföhring
Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa 10-14 Uhr, bis 28. Februar 2026
buergerhaus-unterfoehring.de
Christine de Grancy: A Day with David Bowie
Musik-Ikone David Bowie begeisterte auf der Bühne Milliarden von Menschen. Seine 26 Alben, unzählige Bühnenshows und Musikvideos sind legendär und haben nicht nur die Musikszene nachhaltig beeinflusst. Doch hinter dem weltbekannten David Bowie steckt der bürgerliche David Robert Jones. Ihn hat die Fotografin Christine de Grancy an einem Tag im Jahr 1994 im Art Brut Center Gugging begleitet. Dabei sind schwarz-weiß Fotografien entstanden, die einen ungewohnten Blick auf den Künstler eröffnen und ihn in einem neuen Licht präsentieren.
Pineapple Park, Arnulfstr. 195, Bauteil 3, München
tgl. 10-22 Uhr, bis 28. Februar 2026
Kartenreservierung unter adaywithdavidbowie.reservix.de
Poor Little Rich Girl
Mit Arbeiten von David Salle, Billy Sullivan, Andy Warhol, Elizabeth Peyton, Pola Sieverding, China Marks, Keiichi Tanaami, Martin Spengler, Maria Zerres
KNUST KUNZ Gallery Editions, Ludwigstr. 7 München
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr, bis 7. März 2026
www.sabineknust.com
Wildlife Photographer of the Year
Die Ausstellung zeigt die besten Bilder des größten und bedeutendsten Wettbewerbs für Naturfotografie weltweit – dem Wildlife Photographer of the Year Award. Seit 1965 zeichnet das Natural History Museum in London die besten Naturfotografien aus aller Welt mit diesem Preis aus – 2025 gab es hierfür über 60.000 Einsendungen von mehr als 4.000 Fotografinnen und Fotografen aus 113 Ländern.
Die Bilder zeigen beeindruckende Verhaltensweisen von Tieren, bezaubernde Pflanzenbilder und atemberaubende Landschaften ebenso wie bewegende Aufnahmen, die unser zwiespältiges Verhältnis zur Natur und unseren Mitgeschöpfen dokumentieren oder uns auf künstlerische Weise die Natur mit neuen Augen sehen lassen.
Museum Mensch und Natur, Schloss Nymphenburg, München
Di-Fr 9-17 Uhr, Sa, So, Feiertage 10-18 Uhr, bis 8. März 2026
mmn-muenchen.snsb.de
Wolfgang Tillmans Passages Silencieux – selected works from the collection
Eine Hommage an das fotografische Werk des deutschen Künstlers anhand einer Auswahl von Werken aus der Sammlung.
Espace Louis Vuitton, Maximilianstr. 2a, München
Mo-Fr 12-19 Uhr, Sa 10-19 Uhr, bis 14. März 2026
de.louisvuitton.com
Bewunderungen | Verwunderungen – Fotografie Wojtek Sperl
„Als ich vor über 50 Jahren begann ernsthaft zu fotografieren und gleich die ersten Bilder gegen ein Honorar fertigte, dachte ich mir, dass das Jahr 2000 nie kommen wird. Inzwischen sind wir mitten im 21. Jahrhundert, meine ersten Fotos verrotten in irgendwelchen Zeitungsarchiven und ich bin weiterhin neugierig auf die Bilder, die zu mir strömen. Alles um mich herum habe ich noch nicht satt sehen können. Und nicht ich finde die Bilder, sondern die Bilder kommen zu mir. Es ist nämlich so, dass ich von der Außenwelt durch eine schwere Erkrankung so gut, wie ausgeschlossen bin, auch der Garten ist mir ein Fremdwort geworden. Die Natur hat anscheinend meine Lage verstanden und liefert mir frei Haus die tollsten Spektakel. Und darauf drücke ich den Auslöser ab.
artoxin, Kirchenstr. 23, München
Mi-Fr 13-19 Uhr, Sa 12-18 Uhr, 27. Februar bis 27. März 2026
artoxin.de
Hans Georg Esch sieht den Gasteig HP8
Ungewohnte Blicke auf Münchens Kulturzentrum: Seit 1989 widmet Hans Georg Esch sich der Herausforderung, die Essenz urbaner Gebäude und ganzer Megastädte fotografisch einzufangen. Er zählt zu den gefragtesten Architekturfotografen weltweit. Schon seit mehreren Jahren begleitet er die Generalsanierung des Gasteig in Haidhausen sowie das Interimsquartier Gasteig HP8 in Sendling. Aspekte Galerie, Halle E, Gasteig HP8, Hans-Preißinger-Str. 8, München
tgl. 7–23 Uhr, bis 29. März 2026
www.gasteig.de
ICH BIN SCHÖN
Die Ausstellung bewegt sich kritisch im Spannungsfeld eines etablierten Verständnisses von Schönheit und dessen Revision. Können die traditionellen ästhetischen Konzepte noch Geltung beanspruchen? Welchen Einfluss haben Medien, Populärkultur, KI, Mode und Werbung auf die ästhetischen Vorlieben? Welche Selbstbilder sind wirksam, wenn der Körper zunehmend zum Objekt von Schönheitstechniken wird? Die Ausstellung entwickelt in verschiedenen Sektionen eine Ästhetik des „Schönen“, die die idealisierte Schönheit gegen den Strich bürstet. Sie geht auch der Schönheit des Indifferenten, Grotesken, Narrativen, Transzendenten und Verdrängten nach – und räumt dem Marginalisierten und der Abweichung von der Norm Sichtbarkeit ein.
Zu sehen sind fotografische Arbeiten von Absolvent*innen der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin, editiert von den Studierenden der Bildredaktion 2025/26 unter der Leitung von Nadja Masri, Arbeiten Studierender der Klasse Anke Doberauer der Akademie der Bildenden Künste München sowie Werke der Gäste Anke Doberauer, Franziska Klotz, Chris Levine und Jovana Reisinger. Rahmenprogramm siehe Website.
Pasinger Fabrik, P.ART Galerie, August-Exter-Straße 1, München
Di-Sa 15-19 Uhr, So 14-18 Uhr, bis 29. März 2026
pasinger-fabrik.de
Corina Gertz — The Averted Portrait: The Quiet Language of Textiles
In her long-term photographic project The Averted Portrait, Corina Gertz rethinks the tradition of portraiture by turning the figures away from the camera and shifting the focus from the individual face to clothing as a bearer of cultural memory. Her photographs show women in traditional garments, mostly seen from behind or slightly averted, allowing fabrics, patterns and craftsmanship to speak of history, identity and belonging.
The exhibition presents a curated selection from this extensive body of work, with a focus on photographs from Germany and China, complemented by individual works from Romania and Spain. Together, they reveal clothing as a form of non-verbal communication — as a language that conveys social roles, cultural affiliation and lived experience across generations.
Ira Stehmann Fine Art, Prinzregentenstr. 78, München
nach Vereinbarung unter +49 171 2641293, bis 31. März 2026
www.irastehmann.com
„Japanism“ von Yuto Yamada
Die Leica Galerie präsentiert die Ausstellung „Japanism“ von Yuto Yamada. Über sechs Jahre hinweg bereiste der Fotograf Japan und hielt die wechselnden Jahreszeiten sowie das Wesen seines Heimatlandes in poetischen Landschaftsbildern fest. Mit grafischer Präzision und feinem Gespür für Licht und Struktur entstehen Werke von stiller Intensität. Yamadas Fotografien zeigen Japan aus einer persönlichen Perspektive – ruhig, reduziert und zugleich kraftvoll.
Leica Galerie München, Maffeistr. 4, München
Mo-Fr 10-19 Uhr, Sa 10:-18 Uhr, bis 11. April 2026
leica-camera.com
Natela Grigalashvili »The Final Days of Georgian Nomads«
Seit 2013 erkundet und dokumentiert die georgische Fotografin Natela Grigalashvili das Leben der Nomad*innen in Adscharien, die kämpfen. In Zeiten der Globalisierung ist ihre Serie ein prägnantes Dokument der Bewahrung alter Werte und Traditionen, von Kultur und Identität.
Bosco Gauting, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
Di-Fr 10-12:30 Uhr, Do/Fr 15-18 Uhr, Sa 10-12 Uhr und zu Veranstaltungen, bis 18. April 2026
bosco-gauting.de
Roni Horn „You Are the Weather“
„You Are the Weather“ von Roni Horn besteht aus 100 Aufnahmen einer jungen Frau in leichter Überlebensgröße. Die Fotografien sind allesamt in isländischen Quellen entstanden. Das uns unbekannte Gesicht der Badenden spiegelt dabei – über ihre Augen, die Mimik und die Lichtreflexionen auf der Haut – das Wetter (und innere Gemütsregungen). Zugleich wirft der Blick der Porträtierten die Betrachtenden auf sich selbst zurück, worauf der Titel anspielen mag.
Museum Brandhorst, Thersienstr. 35a, München
Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, bis 26. April 2026
www.museum-brandhorst.de
Elena Ternovaja „Alchemie der Zeit“
Im Foyer des Museums Mineralogia kann die Ausstellung „Alchemie der Zeit“ der Berliner Fotografin Elena Ternovaja bestaunt werden. Zusammen mit Mineralen der Mineralogischen Staatssammlung werden sogenannte Chemigramme – Experimente auf dem Fototopapier – zu sehen sein.
Mineralogische Sammlung, Theresienstr. 41, München
Di-Fr 12-16 Uhr, Sa, So, Feiertage 13-17 Uhr, bis 17. Mai 2026
msm.snsb.de
Tschernobyl
Am 26. April 1986 erschütterte die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl die Welt. Eine aus Reaktor 4 in die Atmosphäre hinausgeschleuderte radioaktive Wolke zog über ganz Europa hinweg.
Ein Gebiet mit einem Radius von 30 Kilometern um das Atomkraftwerk wurde zur Sperrzone erklärt. Mittlerweile erobert sich die Natur den von Menschen verlassenen Ort so still wie hartnäckig zurück. Einige Künstlerinnen und Künstler nehmen die Entwicklung genauer in Augenschein.
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm
Mo-Sa 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, So 11-18 Uhr, bis 25. Mai 2026
stadthaus.ulm.de
Cindy Sherman
Die Inszenierung weiblicher Rollenbilder in fotografischen Selbstporträts ist das zentrale Thema im Werk der amerikanischen Künstlerin Cindy Sherman. Dabei bezieht sie sich auf Stereotypen des kollektiven Bildgedächtnisses in einer medial geprägten Welt. Die Ausstellung im Sammlung Goetz /Schaufenster konzentriert sich auf die Werke ihrer zwischen 1983 und 1994 entstandenen Fashion-Serie. Durch Shermans Leidenschaft für Kostümierung und Maskerade bietet die Welt der Mode ein weites Feld für ihre künstlerische Auseinandersetzung.
Sammlung Goetz /Schaufenster, Pacellistr. 5, München
Di/Mi 12-18 Uhr, Do/Fr 14-20 Uhr, Sa 12-18 Uhr, 17. März bis 27. Juni 2026
www.sammlung-goetz.de
Richard Sharums Amerika-Trilogie – Im Schatten des amerikanischen Traums
Der US-Fotograf Richard Sharum richtet seinen Blick auf jene Bereiche der amerikanischen Gesellschaft, in denen der Mythos des „American Dream“ brüchig wird. Abseits gängiger Klischees zeigen seine Schwarz-Weiß-Fotografien individuelle Lebensrealitäten voller Verletzlichkeit, Widerstandskraft und stiller Würde. Seine Bildsprache ist ruhig und nahbar, ohne zu idealisieren oder zu entblößen – stets geprägt von respektvoller Aufmerksamkeit für den Menschen.
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm
Mo-Sa 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, So 11-18 Uhr, 7. Juni bis 20. September 2026
(Eröffnung: 6. Juni 2026, 19 Uhr)
stadthaus.ulm.de
Black Cowboys – Sabine Bungert & Stefan Dolfen
Das romantisierte Image des weißen Cowboys prägt bis heute das Bild des „Wilden Westens“. Mit der Realität hat dieses Stereotyp nicht viel zu tun. Ein Viertel der Cowboys waren Afroamerikaner und haben diesen legendären Abschnitt der amerikanischen Geschichte entscheidend mitgeprägt. Doch Hollywood hat einen Mythos erschaffen, der aus ausnahmslos weißen „Westernhelden“ bestand, die zudem häufig nach realen Schwarzen Vorbildern entwickelt wurden. Somit wurde die Bedeutung der Schwarzen für die Entwicklung der USA übergangen. Durch dieses „Whitewashing“ weiß heute kaum jemand von der Existenz Schwarzer Cowboys.
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm
Mo-Sa 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, So 11-18 Uhr, 13. Juni bis 20. September 2026
(Eröffnung: 12. Juni, 19 Uhr)
stadthaus.ulm.de
Haar macht Lust
Ob lang, kurz oder rasiert, glatt oder gelockt – Haare sind weit mehr als eine Frage des Stils. Sie erzählen von Schönheit und Begehren, von Macht und Ohnmacht, von Anpassung und Rebellion. Als universelle Sprache verhandeln sie seit Jahrtausenden soziale, kulturelle und politische Fragen – und bestimmen, wie Menschen sich selbst sehen und gesehen werden.
Mit HAAR – MACHT – LUST präsentiert die Kunsthalle München eine thematisch gestaltete, kulturübergreifende Ausstellung, die die vielfältigen Bedeutungen von Kopf- und Körperhaar in den Blick nimmt. Zu sehen sind rund 200 Exponate von der Antike bis zur Gegenwart – darunter Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Videoarbeiten, Schmuckstücke, Möbel, Designobjekte und Couture-Kreationen – aus bedeutenden internationalen Sammlungen wie dem Prado, dem Louvre und dem Rijksmuseum.
tgl. 10-20 Uhr, 20. März bis 4. Oktober 2026
Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, Theatinerstr. 8, München
www.kunsthalle-muc.de/haar
Zwischen Berlin und Tbilissi
Wie sehen junge Dokumentarfotograf*innen Europa? Der Hamburger Peter Bialobrzeski hat einige von ihnen eingeladen, ihre Sicht auf die Welt von heute vorzustellen. Sie werfen Fragen auf, die uns alle bewegen: Klimawandel und Umweltverschmutzung, soziale Gerechtigkeit, die Krise der Flüchtlingspolitik und eine sich verändernde Weltordnung sind ihre Themen. Die Teilnehmenden stammen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Polen, Ungarn und Großbritannien, aus Georgien und Sibirien. Einige von ihnen leben in Berlin, manche arbeiten im Kollektiv.
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm
Mo-Sa 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, So 11-18 Uhr, 3. Oktober 2026 bis 10. Januar 2027
(Eröffnung: Freitag, 2. Oktober 2026, 19 Uhr)
stadthaus.ulm.de
Menschenbilder. Porträt- und Genrefotografien aus der Sammlung Dietmar Siegert
Meisterwerke der Neuen Pinakothek in der Alten Pinakothek. Die Neue Pinakothek verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Fotografien des 19. Jahrhunderts aus Italien. Meist sind Landschaften und architektonische Monumente von Venedig bis Neapel die Motive. Doch bereits sehr früh spielt auch der Mensch eine wichtige Rolle – als Individuum oder als Vertreter einer bestimmten sozialen Schicht. Die Sammlungspräsentation bietet mit rund fünfzig Fotografien einen Einblick in dieses Thema, das in enger Wechselwirkung mit der Malerei der Zeit steht. Die Fotografien stammen aus der Sammlung Dietmar Siegert, die der Pinakotheks-Verein in Verbindung mit der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Sparkassen-Finanzgruppe 2014 für die Neue Pinakothek erworben hat.
Alte Pinakothek, EG, Ostflügel, Barer Str. 27, München
Di-So 10-18 Uhr, Di/Mi bis 20 Uhr, 13. Oktober 2026 bis 31. Januar 2027
www.pinakothek.de
