Fotoausstellungen in München

[Stand 19. April 2026] Die folgenden Fotoausstellungen in München (und Umgebung) kann man derzeit oder bald anschauen. Die Ausstellungen sind nach Enddatum sortiert. Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte immer nochmal auf der Website nachschauen, Ausstellungen können sich verschieben, verlängert werden oder ausfallen. Fragen und ggf. Terminhinweise bitte per Mail schicken an sg@goertz-fotografie.de.


Früher haben wir schwarz-weiss geblutet
Manuel Eglhofers Fotografien sind Beobachtungen realer Gegebenheiten, die doch nie den Anspruch haben, akkurate Abbildungen der Realität zu sein. Geleitet von Instinkt und vorhandenem Licht, das einem Suchscheinwerfer gleich Spotlights auf die Motive wirft, finden die Bilder Vollkommenheit im Makelhaften und Schönheit im Gewöhnlichen. Neben einer Auswahl digitaler und analoger Fotografien zeigt die Ausstellung am Abend der Eröffnung auch eine Video & Soundinstallation, welche in freundschaftlicher Kollaboration mit dem Künstler Daniel Gianfranceschi entstand. Gianfranceschis gitarrenbasierte Komposition tritt hier in einen intensiven, verletzlichen Dialog mit Manuel Eglhofers Worten und Bildern.
Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, München
tgl. 12-19 Uhr, bis 17. April 2026
www.seidlvilla.de

Natela Grigalashvili »The Final Days of Georgian Nomads«
Seit 2013 erkundet und dokumentiert die georgische Fotografin Natela Grigalashvili das Leben der Nomad*innen in Adscharien, die kämpfen. In Zeiten der Globalisierung ist ihre Serie ein prägnantes Dokument der Bewahrung alter Werte und Traditionen, von Kultur und Identität.
Bosco Gauting, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
Di-Fr 10-12:30 Uhr, Do/Fr 15-18 Uhr, Sa 10-12 Uhr und zu Veranstaltungen, bis 18. April 2026
bosco-gauting.de

Bilder, Briefe, Noten CXIX
21 Künstler*innen aus dem In- und Ausland. Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Verbindung mit Autorenlesung.
Mit Arbeiten von Marlene Amort . Aaron Antes . Silke Bojahr . Gabriele Breitenbach . Fancher Brinkmann . Manuela Clarin . Nikolay Dimitrov . Gabi Dräger . Christian Evers . Susanne Görtz . Claudia Grasse . Silke Hoffmann . Anna Hopfensberger . Matthias Jähnke . Ali Reza Javadi . Gabriele Kramer . Gerhard Ribka . Wilma Rösch . Solmund Rita Schnell . Werner Scholz . Wolfgang Wildgen
Autoren Galerie 1, Pündterplatz 6/4. Stock, München-Schwabing
Do/Fr 13-18 Uhr, Sa 10-14 Uhr, 3. bis 24. April 2026
autorengalerie1-muenchen.de

Roni Horn „You Are the Weather“
„You Are the Weather“ von Roni Horn besteht aus 100 Aufnahmen einer jungen Frau in leichter Überlebensgröße. Die Fotografien sind allesamt in isländischen Quellen entstanden. Das uns unbekannte Gesicht der Badenden spiegelt dabei – über ihre Augen, die Mimik und die Lichtreflexionen auf der Haut – das Wetter (und innere Gemütsregungen). Zugleich wirft der Blick der Porträtierten die Betrachtenden auf sich selbst zurück, worauf der Titel anspielen mag.
Museum Brandhorst, Thersienstr. 35a, München
Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, bis 26. April 2026
www.museum-brandhorst.de

Earth matters
Gezeigt werden Werke von fünf Künstler:innen, deren Ansätze unsere Sinne auf vielfältige Weise ansprechen und aktivieren. Sie widmen sich zentralen Fragen unserer Zeit: den Folgen der Industrialisierung, dem menschlichen Optimierungsstreben sowie den unvorhersehbaren Konsequenzen technologischer Entwicklungen. Im Mittelpunkt stehen dabei ökologische Systeme, technische Artefakte und verborgene biologische Lebensformen von ungeahnter Schönheit – und ihr Potenzial, unabhängig vom Menschen oder gemeinsam mit ihm, positive Veränderungen zu erzeugen und globalen Einfluss zu nehmen.
Anhand von Bildern, Skulpturen, fotografischen Arbeiten, Videos und Rauminstallationen untersucht und reflektiert EARTH MATTERS in immersiven und eindrucksvollen Werken das, was sowohl die Natur als auch unsere Zivilisation auf der Erde hervorgebracht haben. Mit Arbeiten von Olaf Otto Becker, Kathrin Linkersdorff, Tamiko Thiel, Andreas Greiner, Maximilian Prüfer.
Bergson Gallery, Am Bergson Kunstkraftwerk 2, München
Do-Fr 14-19 Uhr, Sa/So 11-19 Uhr bis 26. April 2026
gallery.bergson.com

Georges Yammine „Eau de Vie“
Mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von weniger als 100 mm gehört Katar zu den trockensten Regionen weltweit. Im Notfall würden die Wasserreserven im Jahr 2016 nur für 48 Stunden reichen (im Jahr 2026 für 7 Tage) … Extreme Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius im Sommer führen zu einer lebenswichtigen Abhängigkeit von Klimaanlagen, die in der Golfregion zum modernen Alltag gehören. Das ständige Tropfen des von Kühlsystemen abgegebenen Kondenswassers schafft die Möglichkeit für neues Leben in einer ansonsten lebensfeindlichen Umgebung. Dies führt oft zu einem „Nebenprodukt“ der Begrünung: einer Pflanze, die in völliger, fragiler Abhängigkeit von einer technologischen Errungenschaft der modernen Zivilisation zu gedeihen versucht.
Galerie Tanit, Reisingerstraße 6 Rgb, München
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11- 14 Uhr, bis 15. Mai 2026
www.galerietanit.com

Elena Ternovaja „Alchemie der Zeit“
Im Foyer des Museums Mineralogia kann die Ausstellung „Alchemie der Zeit“ der Berliner Fotografin Elena Ternovaja bestaunt werden. Zusammen mit Mineralen der Mineralogischen Staatssammlung werden sogenannte Chemigramme – Experimente auf dem Fotopapier – zu sehen sein.
Mineralogische Sammlung, Theresienstr. 41, München
Di-Fr 12-16 Uhr, Sa, So, Feiertage 13-17 Uhr, bis 17. Mai 2026
msm.snsb.de

Tschernobyl
Am 26. April 1986 erschütterte die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl die Welt. Eine aus Reaktor 4 in die Atmosphäre hinausgeschleuderte radioaktive Wolke zog über ganz Europa hinweg.
Ein Gebiet mit einem Radius von 30 Kilometern um das Atomkraftwerk wurde zur Sperrzone erklärt. Mittlerweile erobert sich die Natur den von Menschen verlassenen Ort so still wie hartnäckig zurück. Einige Künstlerinnen und Künstler nehmen die Entwicklung genauer in Augenschein.
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm
Mo-Sa 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, So 11-18 Uhr, bis 25. Mai 2026
stadthaus.ulm.de

FOTOGRAFIEN von N.A. Vague
„Meine Bilder vermitteln einen offenen und spielerischen Blick auf die Welt. Ich denke, wir sollten Alltägliches viel öfter mit einem Augenzwinkern betrachten.“ (N.A. Vague)
N. A. Vague (geb. in Berlin) studierte zunächst Kommunikationswirtschaft. Ausgehend von ihrem früheren Werdegang in der Werbe- und Medien-branche setzt sie sich in ihrer Kunst meist mit Trends und Phänomenen der Populärkultur auseinander – darunter Werbebilder, soziale Medien,KI und Marketing-Jargon. Vague wurde u. a. bereits für den Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie nominiert, landete mehrfach auf der Shortlist der SonyWorld Photography Awards und war Gesamtsiegerin des Julia MargeretCamaron Awards for Women Photographers. Werke von ihr tourten mit der International Photography Exhibition der Royal Photographic Society durch England und Irland und warenTeil einer interaktiven Installation im Pavillon 333 der Pinakothek der Moderne.Vague lebt in München.
Kunst und Tasche, Tengstr. 14, München
Fr 14-18 Uhr, Sa 14-19 Uhr, u.n.V., bis 30. Mai 2026
gopho.de

Elsbeth Bauer – Archiv einer verletzlichen Welt
Die Ausstellung Archiv einer verletzlichen Welt zeigt eine Serie von Fotografien, die sich mit der fragilen Schönheit unserer natürlichen Umgebung befassen. Sie versucht, die Diskrepanz zwischen der ästhetischen Wahrnehmung von Natur und ihrer realen Gefährdung zu untersuchen. Im Mittelpunkt stehen Pflanzen und Blumen, deren Vergänglichkeit in einer reduzierten, zeitlosen Bildsprache festgehalten werden. Der überwiedende Verzicht auf Farbe dient dazu, die Natur aus ihrer gewohnten Kontext zu lösen und ihre Formen und Strukturen sichtbar zu machen.
LITVAI GALERIE FÜR FOTOGRAFIE, Altstadt 195a, 84028 Landshut 
Do-Sa 14-17 Uhr, bis 30. Mai 2026
www.litvai-galerie.com

Cindy Sherman
Die Inszenierung weiblicher Rollenbilder in fotografischen Selbstporträts ist das zentrale Thema im Werk der amerikanischen Künstlerin Cindy Sherman. Dabei bezieht sie sich auf Stereotypen des kollektiven Bildgedächtnisses in einer medial geprägten Welt. Die Ausstellung im Sammlung Goetz /Schaufenster konzentriert sich auf die Werke ihrer zwischen 1983 und 1994 entstandenen Fashion-Serie. Durch Shermans Leidenschaft für Kostümierung und Maskerade bietet die Welt der Mode ein weites Feld für ihre künstlerische Auseinandersetzung.
Sammlung Goetz /Schaufenster, Pacellistr. 5, München
Di/Mi 12-18 Uhr, Do/Fr 14-20 Uhr, Sa 12-18 Uhr, bis 27. Juni 2026
www.sammlung-goetz.de

Lisette Model
Lisette Model (1901–1983) gilt als eine der prägendsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Bilder zeigen das urbane Leben mit schonungsloser Direktheit – von der High Society bis zu den Rändern der Gesellschaft.
Gezeigt werden eine konzentrierte Auswahl zentraler Werkgruppen und ikonischer Fotografien, die Models kompromisslosen Blick und ihren nachhaltigen Einfluss auf die Fotografie erfahrbar machen.
Kunstfoyer, Thierschplatz 6, München
tgl. 10-18 Uhr, Fr 10-20 Uhr, bis 5. Juli 2026
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

United by Jazz – Was Kunst und Jazz verbindet
Die Ausstellung „United by Jazz“ hat buchstäblich Musik inne. Sie fragt danach, was Kunst und Jazz bis heute verbindet. 
Die reich bestückte Schau „United by Jazz“ zeigt anhand herausragender Werke von FotografInnen und KünstlerInnen, wie Jazz bis heute eine bemerkenswerte Rezeption in Fotografie und Kunst hervorruft. Die engen Beziehungen zwischen Jazz und der bildenden Kunst werden in sensorischen Räumen erfahrbar, wo fotografische, klangliche, künstlerische, typografische Formate sowie Objekt und Installation vermischt sind.
Teilnehmende KünstlerInnen: Anouk Lamm Anouk, Ralf Dombrowski, Maxim Fomenko, Gregor Hildebrandt, Sebastian Kuhn, David Mesa, Mike Meyer, Dieter Rehm, Julia Schewalie, Lena Semmelroggen, Logan T. Sibrel, Ursula Sonnenwald, Michael Steiner, Milen Till
Pasinger Fabrik, August-Exter-Str. 1, München
Di-Sa 15-19 Uhr, So 14-18 Uhr, 17. April bis 12. Juli 2026
(Vernissage Fr 17. April, 18 Uhr)
pasinger-fabrik.de

Ekkeland Götze: Ein Bild der Erde
Ekkeland Götze arbeitet seit vielen Jahren an einem umfassenden künstlerischen Projekt: einem Bild der Erde. Im bosco werden Werke von allen fünf Kontinenten gezeigt – entstanden aus Erden von seinen Reisen, die ihn unter anderem ins Amazonasgebiet, zu den Sioux nach Nordamerika sowie nach Australien, Japan, Island und Madagaskar führten. Die Ausstellung bildet den Rahmen zu unserem Themenschwerpunkt Boden – Lebensraum und Lebensgrundlage.
Götze arbeitet mit einem einzigartigen Verfahren, das er Terragrafie nennt: Er sammelt Erden, die er unverändert auf Papier oder andere Bildträger druckt. Hinter der scheinbaren Einfachheit seiner quadratischen Arbeiten verbirgt sich die Geschichte und Spiritualität der Orte selbst: Von Vulkanen und heiligen Bergen bis zu Landschaften, die vom Klimawandel gezeichnet sind, spiegelt jedes Werk die Einzigartigkeit seines Ursprungs wider.
bosco Gauting, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
Di-Fr 10-12:30 Uhr, Do/Fr 15-18 Uhr, Sa 10-12 Uhr, 19. April bis 18. Juli 2026
(Eröffnung 21. April, 19 Uhr, Künstlergespräch 7. Mai 2026, 20 Uhr)
bosco-gauting.de

Jeff Dunas – Photography: American Pictures & State of the Blues
Tender Heart ist eine visuelle Meditation über Vermächtnis, Erinnerung und die sich wandelnde Natur der Identität. Über Generationen hinweg und durch intime Gesten zeichnet dieses Werk eine persönliche und kollektive Reise nach, auf der die Das Amerikahaus München präsentiert eine Ausstellung mit Fotografien des amerikanischen Fotografen Jeff Dunas, die den Blick auf die Vereinigten Staaten bewusst auf das richtet, was ihr Fundament ausmacht: die Menschen.
Im Zentrum stehen Arbeiten aus der Reihe American Pictures, die über mehrere Jahrzehnte hinweg entstanden sind. Dunas fotografiert in Städten und Kleinstädten, in urbanen Randzonen ebenso wie in ländlichen Räumen. Seine Motive sind keine Ikonen und keine Inszenierungen – es sind Begegnungen. Menschen im Alltag, in Momenten des Wartens, des Innehaltens, der Selbstverständlichkeit. Die Fotografien wirken ruhig, fast zurückgenommen, und entfalten gerade dadurch eine nachhaltige Wirkung. Sie zeigen ein Amerika, das von Diversität, individueller Freiheit und gesellschaftlicher Bewegung geprägt ist.
Amerikahaus München, Karolinenplatz 3, München
Mo-Do 10-17 Uhr, Fr 14-18 Uhr, Sa 10-18 Uhr, bis 31. Juli 2026
www.amerikahaus.de

Richard Sharums Amerika-Trilogie – Im Schatten des amerikanischen Traums
Der US-Fotograf Richard Sharum richtet seinen Blick auf jene Bereiche der amerikanischen Gesellschaft, in denen der Mythos des „American Dream“ brüchig wird. Abseits gängiger Klischees zeigen seine Schwarz-Weiß-Fotografien individuelle Lebensrealitäten voller Verletzlichkeit, Widerstandskraft und stiller Würde. Seine Bildsprache ist ruhig und nahbar, ohne zu idealisieren oder zu entblößen – stets geprägt von respektvoller Aufmerksamkeit für den Menschen.
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm
Mo-Sa 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, So 11-18 Uhr, 7. Juni bis 20. September 2026
(Eröffnung: 6. Juni 2026, 19 Uhr)
stadthaus.ulm.de

Black Cowboys – Sabine Bungert & Stefan Dolfen
Das romantisierte Image des weißen Cowboys prägt bis heute das Bild des „Wilden Westens“. Mit der Realität hat dieses Stereotyp nicht viel zu tun. Ein Viertel der Cowboys waren Afroamerikaner und haben diesen legendären Abschnitt der amerikanischen Geschichte entscheidend mitgeprägt. Doch Hollywood hat einen Mythos erschaffen, der aus ausnahmslos weißen „Westernhelden“ bestand, die zudem häufig nach realen Schwarzen Vorbildern entwickelt wurden. Somit wurde die Bedeutung der Schwarzen für die Entwicklung der USA übergangen. Durch dieses „Whitewashing“ weiß heute kaum jemand von der Existenz Schwarzer Cowboys.
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm
Mo-Sa 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, So 11-18 Uhr, 13. Juni bis 20. September 2026
(Eröffnung: 12. Juni, 19 Uhr)
stadthaus.ulm.de

In the Lights of Shadows
Bereits 1839 beschrieb Henry Fox Talbot die Fotografie als „the art of fixing a shadow“. Diese Metapher ist bis heute Leitmotiv geblieben. Licht macht sichtbar, modelliert Formen und schreibt Zeit ein; doch erst der Schatten verleiht Tiefe, Struktur und Ambivalenz. Er kann konturieren oder verbergen, kann Eigenleben entwickeln und Geheimnisse andeuten.
Die Ausstellung spannt einen Bogen über zwei Jahrhunderte Fotogeschichte: von ikonischen Positionen wie Edward Weston, Ansel Adams und Mary Ellen Mark bis hin zu zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern wie Liddy Scheffknecht oder Joel Meyerowitz.
Depot der Sammlung SpallArt, Jakob-Auer-Str. 8, A-5020 Salzburg
jeden 1. Sa. im Monat, 11-14 Uhr, bis Oktober 2026
www.sammlung-spallart.at

Haar macht Lust
Ob lang, kurz oder rasiert, glatt oder gelockt – Haare sind weit mehr als eine Frage des Stils. Sie erzählen von Schönheit und Begehren, von Macht und Ohnmacht, von Anpassung und Rebellion. Als universelle Sprache verhandeln sie seit Jahrtausenden soziale, kulturelle und politische Fragen – und bestimmen, wie Menschen sich selbst sehen und gesehen werden.
Mit HAAR – MACHT – LUST präsentiert die Kunsthalle München eine thematisch gestaltete, kulturübergreifende Ausstellung, die die vielfältigen Bedeutungen von Kopf- und Körperhaar in den Blick nimmt. Zu sehen sind rund 200 Exponate von der Antike bis zur Gegenwart – darunter Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Videoarbeiten, Schmuckstücke, Möbel, Designobjekte und Couture-Kreationen – aus bedeutenden internationalen Sammlungen wie dem Prado, dem Louvre und dem Rijksmuseum.
tgl. 10-20 Uhr, bis 4. Oktober 2026
Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, Theatinerstr. 8, München
www.kunsthalle-muc.de/haar

Michael Nagy „Behördlich erfasst“
Die Fotoausstellung zeigt 22 Lieblingsmotive des Stadtfotografen Michael Nagy. Die Schau präsentiert Highlights aus seinem 25-jährigen Schaffen für das Presse- und Informationsamt, darunter Bilder, die zuvor einen Bauzaun in der Schützenstraße verzierten. 
Neues Rathaus München, OB-Galerie (2. Stock), Marienplatz 8, München
Mo-Do 9-17 Uhr, Fr 9-13 Uhr, längerfristige Ausstellung, Ausstellungsende nicht bekannt.
ru.muenchen.de

Zwischen Berlin und Tbilissi
Wie sehen junge Dokumentarfotograf*innen Europa? Der Hamburger Peter Bialobrzeski hat einige von ihnen eingeladen, ihre Sicht auf die Welt von heute vorzustellen. Sie werfen Fragen auf, die uns alle bewegen: Klimawandel und Umweltverschmutzung, soziale Gerechtigkeit, die Krise der Flüchtlingspolitik und eine sich verändernde Weltordnung sind ihre Themen. Die Teilnehmenden stammen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Polen, Ungarn und Großbritannien, aus Georgien und Sibirien. Einige von ihnen leben in Berlin, manche arbeiten im Kollektiv.
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm
Mo-Sa 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, So 11-18 Uhr, 3. Oktober 2026 bis 10. Januar 2027
(Eröffnung: Fr, 2. Oktober 2026, 19 Uhr)
stadthaus.ulm.de

Menschenbilder. Porträt- und Genrefotografien aus der Sammlung Dietmar Siegert
Meisterwerke der Neuen Pinakothek in der Alten Pinakothek. Die Neue Pinakothek verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Fotografien des 19. Jahrhunderts aus Italien. Meist sind Landschaften und architektonische Monumente von Venedig bis Neapel die Motive. Doch bereits sehr früh spielt auch der Mensch eine wichtige Rolle – als Individuum oder als Vertreter einer bestimmten sozialen Schicht. Die Sammlungspräsentation bietet mit rund fünfzig Fotografien einen Einblick in dieses Thema, das in enger Wechselwirkung mit der Malerei der Zeit steht. Die Fotografien stammen aus der Sammlung Dietmar Siegert, die der Pinakotheks-Verein in Verbindung mit der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Sparkassen-Finanzgruppe 2014 für die Neue Pinakothek erworben hat.
Alte Pinakothek, EG, Ostflügel, Barer Str. 27, München
Di-So 10-18 Uhr, Di/Mi bis 20 Uhr, 13. Oktober 2026 bis 31. Januar 2027
www.pinakothek.de