Fotoausstellungen in München

[Stand 20. Februar 2020] Die folgenden Fotoausstellungen in München (und Umgebung) kann man derzeit oder bald anschauen. Die Ausstellungen sind nach Enddatum sortiert. Alle Angaben ohne Gewähr. Fragen und ggf. Terminhinweise bitte mailen an sg@goertz-fotografie.de. Weitere aktuelle Infos auch unter www.facebook.com/susannegoertz.fotografie

Ausgezeichneter Wohnungsbau 2019 – Callwey Verlag
Der Callwey Verlag lobte 2019 zum ersten Mal den Award Deutscher Wohnungsbau aus – in 12 Kategorien: Ästhetische Gestaltung, Experimenteller Ansatz, Generationenwohnen, Innovative Fassaden, Mischnutzung, Nachhaltiges Energiekonzept,Nachverdichtung, Partizipative Planung, Quartiersentwicklung, Revitalisierung, Sozialer Wohnungsbau und Wohnhochhaus. Die Ausstellung dokumentiert die 30 besten Projekte. Die Jury vergab zwei erste Preise; einmal in der Kategorie Umbau und einmal in der Kategorie Neubau. Zusätzlich gab es drei Anerkennungen in der Kategorie Neubau und drei Anerkennungen in der Kategorie Umbau. Partner des Wettbewerbs sind das InformationsZentrum Beton, das Architektur-Magazin Baumeister und die Messe München mit der ExpoReal.
Architekturgalerie München, Türkenstr. 30, München
Mo-Fr 9:30-19 Uhr, Sa 9:30-18 Uhr, bis 23. Februar 2020
www.architekturgalerie-muenchen.de

Peter Untermaierhofer: When Time Stood Still
Neben sechs großformatigen Arbeiten, die in Prypjat/Tschernobyl entstanden sind, werden in der Ausstellung weitere 12 Fine Art Prints anderer Lost-Places-Fotografien präsentiert, die in der Galerie bisher nicht zu sehen waren.
Ingo Seufert, Galerie für Fotografie der Gegenwart, Schleißheimer Straße 44, München
Di-Fr 14-19 Uhr, Sa 11-15 Uhr, bis 22. Februar 2020
www.ingoseufert.com

Sag Schibbolet!
Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen u.a. Fotografie von Sophie Calle, Arno Gisinger, Fazal Sheik.
Jüdisches Museum, St.-Jakobs-Platz 16, München
Di-So 10-18 Uhr, bis 23. Februar 2020
www.juedisches-museum-muenchen.de

Gesichter der Stadt
Videoporträts von Kurt Benning und Hermann Kleinknecht
Im Jahr 1996 entwickelten die Künstler Kurt Benning (1945–2017) und Hermann Kleinknecht (geb. 1943) das Langzeitprojekt „Videoporträts“. Ihr Konzept bestand darin, Protagonisten der Münchner Kunstszene, aber auch Menschen aus allen sozialen Klassen, unterschiedlichen Berufsgruppen und jeden Alters darüber sprechen zu lassen, was sie bewegt.
Unter der Überschrift “Bilder für Alle” stellt die Ausstellung ergänzend einige offene Projekte vor, die im Sinne von Benning und Kleinknecht das Medium Porträt, das traditionell eher privilegierten Gesellschaftsschichten zur Verfügung stand, einem demokratischen Wandel unterziehen.
Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, München
Di-So 10-18 Uhr, bis 23. Februar 2020
www.muenchner-stadtmuseum.de

Callie Shell “Hope, never fear”
Michelle und Barack Obama zwischen Öffentlichkeit und Privatleben. Fotografie von Callie Shell. Die preisgekrönte Fotografin Callie Shell hat Barack Obama bereits fotografiert als er noch nicht Senator war. Sie hat ihn und seine Familie in Wahlkampfbussen durch ganz Amerika und bis ins Weiße Haus nach Washington begleitet und wurde eine enge Vertraute der ganzen Familie. Callie Shells Fotografien, die zu Ikonen geworden sind, gewähren Einblicke in das Leben eines außergewöhnlichen Paares. In dieser Ausstellung sind Shells Bilder zum ersten Mal in Deutschland zu sehen.
Callie Shell wurde 1961 in Georgia geboren und hat Politikwissenschaft studiert. Sie fotografiert für das Time Magazine.
Amerikahaus, Barer Str. 19a, München
Mo-Fr 10-17 Uhr, Mi 10-20 Uhr, So 10-16 Uhr, bis 1. März 2020
www.amerikahaus.de

Maren Katerbau “HEMSBY” 
Maren Katerbau zeigt in ihrer Serie HEMSBY ein langsam verschwindendes Dorf an der Küste Norfolks in Großbritannien. Nachdem infolge des Klimawandels und des dadurch steigenden Meeresspiegels in den letzten Jahren regelmäßig Sturmfluten zahlreiche Meter des sandigen Klippenrandes weggerissen haben, sind bereits schon etliche Häuser im Meer versunken. Die Heimat der ca. 4000 Bewohner wird so sukzessive weggespült und der Jugend des Dorfes Hemsby droht zunehmend, ihre Zukunft und wirtschaftliche Perspektive betreffend, die Ungewissheit.
DIA – Raum für Kunst, Georgenstr. 72, München
Do/Fr 15-19 Uhr, Sa/So 11-17 Uhr, bis 6. März 2020
www.dia-muc.de

Ulrich Handl “Beat in Schwabing”
Eine pulsierende Zeit voll legendärer Konzerte: Ulrich Handl hat die 60er und 70er Jahre in Münchens bekanntesten Clubs abgelichtet. Die Pasinger Fabrik stellt die einzigartigen Fotografien nun aus.
Ulrich Handl fotografierte hauptsächlich in den Schwabinger Musikclubs PN hit-house, dem Big Apple Club, dem Blow up und im Circus Krone-Bau. Neben Größen wie Manfred Mann, Spencer Davis Group, Kinks, Hollies bekam Ulrich Handl auch Legenden wie Jimi Hendrix Experience und die Beatles vor die Linse. Eine beeindruckende Fülle an Bildern haben sich über die Jahre angesammelt.
Ausgestellt in der Galerie der Pasinger Fabrik werden die Bilder von Tonspuren und Kurzfilmen aus den 60er Jahren untermalt. Neben „Beat in Schwabing“, „BEAT-BOAT“, „Romeo und Julia in Schwabing“ wird auch „SUPERTRAMP live im PN“ von 1970 aus Handls Sammlung zu sehen sein. Spannend für den ein oder anderen, der die Zeit hautnah miterlebt hat: Auch viele Gäste der Clubs sind auf den Bildern zu sehen. Vielleicht erkennt sich der ein oder andere wieder?
Pasinger Fabrik, Galerie 1-3, August-Exter-Str. 1, München
Di-So 16-20 Uhr, bis 8. März 2020
www.pasinger-fabrik.de

Pentti Sammallahti – Fotografie
Der finnische Fotograf Pentti Sammallahti (1950 in Helsinki geboren) ist bekannt für seine zeitlosen Motive, die er überall auf der Welt sucht, findet und mit seiner analogen Kamera festhält. Ob Sibirien in den 80er Jahren, Indien in den 90ern oder Süd Afrika von heute, rund um den Globus entstehen unvergessliche Bilder.
Durch seinen Blick für das Wesentliche, wie die Poesie der unverfälschten Natur, Einzigartigkeit der tierischen Charaktere und selten, menschliche Spuren, erzählte er die Geschichte von der Substanz unserer Welt.
Pentti Sammallahti ist eine zentrale Figur der zeitgenössischen Fotografie in Finnland und hält den Status eines internationalen Klassikers im Bereich der analogen Schwarz-Weiß-Fotografie inne. Sammallahtis Wertschätzung wurde durch die Auswahl Henri Cartier-Bresson unter seine 100 Lieblingsfotografen manifestiert. Seine Arbeiten werden seit vielen Jahren weltweit in Galerien und Museen ausgestellt und finden sich in namhaften Sammlungen.
In der aktuellen Einzelausstellung werden Arbeiten des Künstlers gezeigt, die zwischen 1970 und 2018 entstanden sind.
Galerie Vogdt, Galeriestr. 2, München
Mo-Fr 10:30-18:30 Uhr, Sa 10:30-15 Uhr, bis 12. März 2020
www.galerie-vogdt.de

Kein schöner Land.
Fotografien von Ute & Werner Mahler und Hans-Christian Schink. Die Ausstellung stellt Fotografien aus den Werkserien „Kleinstadt“ (2015-2018) von Ute und Werner Mahler sowie „Hinterland“ (2012-2019) von Hans-Christian Schink vor. Auf Einladung von Thomas Elsen kuratiert Daniel Blochwitz, künstlerischer Leiter der photo basel, das Projekt exklusiv für die Neue Galerie im Höhmannhaus. In den betont unaufgeregten und sorgsam zusammengestellten Fotografien versucht die Ausstellung zu hinterfragen, wieviel Potenzial in Begriffen wie Kleinstadt oder Hinterland im Sinn eines an Ernst Bloch angelehnten utopischen Heimatbegriffs steckt.
Neue Galerie im Höhmannhaus, Maximilianstraße 48, 86150 Augsburg
Di-So 10-17 Uhr, bis 15. März 2020
kunstsammlungen-museen.augsburg.de

Tom Hegen: HABITAT – Vom Menschen geprägte Lebensräume
Die Ausstellung von Tom Hegen zeigt die Beziehung zwischen Mensch und Natur durch beeindruckende Luftaufnahmen. Er inszeniert den Blick auf unsere Erde und verleiht den vom Menschen geprägten Landschaften eine Ruhe und Schönheit, die fasziniert aber auch nachdenklich macht und zeigt, dass kaum ein Flecken Erde noch unberührt ist.
Tom Hegen zeigt Landschaften, die durch menschliche Eingriffe stark verändert wurden. Die Aufnahmen laden den Betrachter dazu ein, unseren Planeten aus einer neuen Perspektive zu entdecken, die Dimensionen menschlicher Eingriffe auf unserer Erdoberfläche zu verstehen und letztlich Verantwortung zu übernehmen.
bosco, Bürger- und Kulturhaus Gauting, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
Di-Fr 9-12 Uhr, Di, Do, Fr 15-18 Uhr, Sa 10-12 Uhr, bis 22. März 2020
bosco-gauting.de

Full House 
Ein Full House besteht aus fünf Karten. Was beim Pokern sichtbar auf der Hand liegt, ist in der Kunst oft unvorhersehbar: welche Kombinationen erzielen welche Wirkung? In der Ausstellung „Full House“ in der Seidlvilla stehen sich fünf verschiedene Positionen zeitgenössischer Kunst aus den Bereichen Fotografie, Malerei und Grafik gegenüber. Fünf Künstler*innen spielen hier ihre Karten aus. Berührungspunkte entstehen, zeigen das Leben als Summe verschiedener Wirklichkeitsebenen. Auch bluffen ist erlaubt. Gezeigt werden Arbeiten von Lena Bröcker, Raphael Brunner, Saskia Espermüller, Angela Fechter und Nicola Müller.
Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, München
tgl.12-19 Uhr, außer am 22., 23. und 25. Februar 2020, bis 26. März 2020
(Künstlerführungen am So 1. und 22. März, 14 Uhr)
www.seidlvilla.de

Tutto. Perspektiven italienischer Kunst
Die Kooperationsausstellung zwischen dem Museum in Bozen und der Sammlung Goetz präsentiert mehr als 120 Werke in einem Dialog. Ausgehend vom künstlerischen Aufbruch in der Nachkriegszeit vermitteln sie einen Einblick in wesentliche Strömungen der italienischen Kunst zwischen den 1950er und 1980er Jahren.
Tutto, der Titel der Ausstellung, wurde der gleichnamigen Arbeit des Künstlers Alighiero Boetti von 1988 entlehnt. Dabei handelt es sich um ein ikonisches Werk aus der letzten Serie seiner Stickarbeiten, in der er die Prinzipien seiner künstlerischen Praxis vereint.
Zentraler Bezugspunkt vieler Künstler ist die Überwindung der zweidimensionalen Leinwand, wie sie Lucio Fontana in seinem Concetto Spaziale1954 exemplarisch vorführt. Die Ausstellung gibt anhand von Malerei und Fotografie einen Einblick in verschiedene künstlerische Ansätze, die den Wunsch der Erweiterung des traditionellen Tafelbildes und der Öffnung zu anderen künstlerischen Gattungen verbindet.
Ergänzt wird die Ausstellung von einer umfangreichen Auswahl dokumentarischer Materialien aus den Archiven der beteiligten Künstlerinnen und Künstler. Die Vielzahl unterschiedlicher Elemente, wie Fotografien, Plakate, Einladungen, Arbeitsnotizen und Objekte, lässt so ein facettenreiches Gesamtbild entstehen.
Sammlung Goetz, Oberföhringer Str. 103, München
Do-Fr 14-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr, bis 28. März 2020. Besuch nur nach Anmeldung unter www.sammlung-goetz.de.
www.sammlung-goetz.de

Ann-Christine Woehrl “Der Frieden trägt den Namen einer Frau – Kolumbien im Wandel”
Die Fotografin Ann-Christine Woehrl und die Journalistin Cornelia von Schelling haben zwei Jahre lang sechs ehemalige FARC-Rebellinnen begleitet. Mehrmals reisten sie nach Kolumbien und machten sich auf nach Icononzo – eines der 26 Übergangscamps, in denen die 7.000 Ex-Rebell*innen nach dem historischen Friedensabkommen im November 2016 untergebracht wurden. Hier gaben sie ihre Waffen an die UN ab.
Museum Fünf Kontinente, Maximilianstr. 42, München
Di-So 9.30-17.30 Uhr, bis 29. März 2019
www.museum-fuenf-kontinente.de

Susanne Görtz “dis/play”
Typologie der Leere.
Sandkasten, temporärer Ausstellungsraum in den Meisterhöfen, Sandstraße 33, München
rund um die Uhr einsehbar, 28. Februar bis 12. April 2020
(Vernissage 28. Februar 2020, 18-20 Uhr)
www.sandkasten-muenchen.de

Roger Fritz “Der bewegte Mensch”
Der Münchner Fotograf, Schauspieler und Regisseur Roger Fritz zeigt Bilder des mobilen Lebens im Verkehrszentrum des Deutschen Museums. Fotos und Bewegung -ein Widerspruch in sich: Das Medium per se steht still, die Motive sind in zwei Dimensionen fixiert. Und doch kann man das mobile Leben mit der Kamera einfangen und damit nicht zuletzt die Gemüter der Betrachter bewegen.
Deutsches Museum Verkehrszentrum, Bavariapark 5, München
tgl. 9-17 Uhr, bis 18. April 2020
hwww.deutsches-museum.de

XXX – das projekt fotografie ‑ Belichtungen der Wirklichkeit
Anläßlich des 30-jährigen Bestehens des Projekt Fotografie an der MVHS findet in der Aspekte Galerie im Gasteig eine Ausstellung von Arbeiten vom Projekt Fotografie, Michael Jochum und seinen Kursteilnehmern statt.
Aspekte Galerie im Gasteig, Foyer 2. Stock, Rosenheimer Str. 5, München
tgl. 10-22 Uhr, 18. März bis 7. Juni 2020
Ausstellungseröffnung Di 17. März 2020
salon de photographie Sa 4. April 2020
Führungen Di 31. März, Mi 13. Mai 2020
Vortrag Michael Jochum Do, 28. Mai 2010
profot.tumblr.com

Toni Schneiders: Schaut her!
Toni Schneiders ist einer der stilprägenden Fotografen in Deutschland. Mit seinen Aufnahmen im Rahmen von ›fotoform‹ und ›subjektiver fotografie‹ hat er entscheidend dazu beigetragen, die Bildsprache der fotografischen Avantgarde nach 1945 zu erneuern und zu erweitern. In seinem unmittelbaren Lebensumfeld im Alpenvorland und auf Reisen in aller Welt hielt Toni Schneiders markante Momente der Wirklichkeit und des Lebens in Fotografien fest, deren Protagonist ein Mensch, ein Objekt oder eine Landschaft sein konnte. Für seine präzise komponierten Aufnahmen fand Toni Schneiders die Schönheit der grafischen Form in den einfachen und naheliegenden Dingen. Durch dezidierte Bildausschnitte und die Betonung von Fläche und Linie, von Kontur und Struktur erzeugte er Motive von großer Klarheit, setzte sie aber zugleich mit Humor und Einfühlungsvermögen in eine menschliche Perspektive. Zu seinem 100. Geburtstag widmet die Stiftung F.C. Gundlach und das Kunstfoyer München dem bedeutenden Fotografen eine Gesamtschau, die ihn als Porträtist, als Reise-, Industrie- und Landschaftsfotograf neu entdeckt.
Kunstfoyer, Maximilianstraße 53, München
tgl. 9-19 Uhr, 19. Februar bis 7. Juni 2020
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

Vorbilder / Nachbilder. Die fotografische Lehrsammlung der Universität der Künste Berlin 1850-1930
Die Ausstellung präsentiert erstmals eine Auswahl von circa 230 Originalfotografien aus dem Archiv der Universität der Künste Berlin, den ehemaligen Bildvorlagen- und Modellsammlungen, die innerhalb Deutschlands einzigartig sind. Diese dienten an Vorgängereinrichtungen, der Kunstakademie und der führenden Kunstgewerbeschule Berlins, die dem Kunstgewerbe-Museum angeschlossen war, als Muster und Lehrmittel. 
Die Bestände umfassen 25.000 Fotografien, die von namhaften Fotografen stammen: die Fratelli Alinari, Ottomar Anschütz, Ludwig Belitski (Sammlung Minutoli), Karl Blossfeldt, Georg Maria Eckert, Constant Famin, Wilhelm von Gloeden, Jakob August Lorent, Guglielmo Marconi, Albrecht Meydenbauer, James Robertson, Henry Peach Robinson und Giorgio Sommer, um nur einige Namen zu nennen. Daneben haben sich gegenständliche Lehrmittel zum Pflanzenstudium, nämlich Bronze-Plastiken und Herbarien, erhalten, die unter der Ägide Moritz Meurers angefertigt wurden. Zeichnungen und andere künstlerische Studien ergänzen die Lehrmittel. Diese Bestände wurden in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt aufgearbeitet und erschlossen. 
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Archiv der UdK Berlin und wird anschließend im Museum für Fotografie in Berlin gezeigt.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, bis 14. Juni 2020
www.muenchner-stadtmuseum.de

Jana Erb: E//scapes
In ihrer Fotoserie dokumentiert Jana Erb die Veränderungen der isländischen Ökosysteme durch den Klimawandel aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Gewissheit, dass nachfolgende Generationen unsere atemberaubenden Naturschönheiten nicht mehr erleben können, treibt Jana Erb in einer unkonventionellen Form der Dokumentationsfotografie an. In wechselnden Perspektiven zeigt sie besondere Seiten unserer Welt und stellt als Chronistin des Klimawandels die Veränderungen der isländischen Ökosysteme durch den Menschen heraus.
In abwechslungsreichen Bildern führt uns die Fotografin über die Insel im Nordatlantik und demonstriert ihre handwerkliche und künstlerische Vielseitigkeit. Es gelingt ihr die verträumte Verletzlichkeit der Wasserfälle am Haifoss in direkten Kontext zu den menschenfeindlichen Mondlandschaften der Myvatn Schwefelfelder zu setzen.
bosco, Bürger- und Kulturhaus Gauting, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
Di-Fr 9-12 Uhr, Di, Do, Fr 15-18 Uhr, Sa 10-12 Uhr, 21. April bis 18. Juli 2020
(Eröffnung Di 21. April 2020, 19 Uhr)
bosco-gauting.de

The Architecture of Deception
Unter dem Titel „The Architecture of Deception“ (dt. „Die Architektur der Täuschung“) wird der Gebäudetypus des BNKR-Bunkers in der Ungererstrasse zum konzeptionellen Ausgangspunkt. In der Außenansicht als Wohngebäude gestaltet, handelt es sich um einen Hochbunker, der 1943 vom nationalsozialistischen Regime erbaut wurde, um der Bevölkerung im Münchner Stadtteil Nord-Schwabing einen Schutzraum zur Verfügung zu stellen. Als Reaktion auf diese architektonische Irreführung werden die Kuratoren zeitgenössische Künstler zeigen, die sich in Ihrer Arbeit gezielt des Repertoires räumlicher und visueller Täuschung bedienen, um irritierende Raumerlebnisse zu schaffen. Darüber hinaus soll hinterfragt werden, welche durchaus kritische Rolle Kunst im Kontext ideologisch aufgeladener Projekte einnimmt. „The Architecture of Deception“ ermutigt den Betrachter auf spielerische und zugleich kritische Weise, das Offensichtliche zu hinterfragen. Dies soll uns daran erinnern, dass das, was wir sehen, stets eine Frage der Perspektive ist und daher kaum der Ausdruck einer umfassenden Realität sein kann.
Mit Arbeiten von Cortis & Sonderegger, Emmanuelle Lainé, Hans Op de Beeck, Bettina Pousttchi, Gregor Sailer, The Swan Collective und anderen. Gezeigt werden neben bestehenden auch von BNKR beauftragte Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, Video, Skulptur und Installation.
BNKR, Ungererstr. 158, München
Sa/So 14-18 Uhr, 4. März bis 19. Juli 2020
(Eröffnung Di, 3. März 2020, 19 Uhr)
www.bnkr.space

Welt im Umbruch. Malerei und Fotografie der 20er Jahre – Von Otto Dix bis August Sander
“Die 1920er Jahre waren eine Zeit der Extreme und Gegensätze, voller Hoffnung und Elend, Licht und Schatten. Im Dialog zwischen Malerei und Fotografie beleuchtet die Ausstellung eine Zeit, die künstlerisch voller Innovationen steckte und in der sich zugleich Vorboten des kulturellen Niedergangs im Nationalsozialismus mehrten. Die moderne Stilrichtung der Neuen Sachlichkeit in der Malerei und des Neuen Sehens in der Fotografie strebt eine sachliche und realistisch-veristische Wiedergabe des Bildgegenstands an. Die Ausstellung spürt diesem künstlerischen Dialog erstmals in Porträts mit besonderem Fokus auf Akt und Selbstbildnisse, Stadtansichten, Stillleben, Darstellungen von Industrie und Technik sowie politischen Collagen nach. Neben den circa 220 Fotografien, Gemälden und Grafiken werden auch die wichtigsten Fotopublikationen der Zeit sowie ausgewählte Filme der künstlerischen Avantgarde zu sehen sein. Die Werke der Ausstellung stammen von Aenne Biermann, Erwin Blumenfeld, Otto Dix, Hugo Erfurth, Carl Grossberg, Florence Henri, Hannah Höch, Karl Hubbuch, Germaine Krull, El Lissitzky, László Moholy-Nagy, Albert Renger-Patzsch, Walter Peterhans, Max Radler, August Sander, Christian Schad, Rudolf Schlichter, Georg Scholz, Sasha Stone, Umbo u.a.
In Kooperation mit dem Bucerius Kunst Forum Hamburg.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, 29. Mai bis 13. September 2020
www.muenchner-stadtmuseum.de

FORUM 051: Jonathan Danko Kielkowski – unbounded
“Schönheit verleitet die Menschen zum Hinschauen“, sagte der US-Amerikanische Fotokünstler und Dokumentarfotograf Richard Misrach. Auch der Fotograf Jonathan Danko Kielkowski (geb. 1988) transformiert seine Bilddokumente zu Kunstwerken. Seine Sujets sind vergessene und verlassene Orte menschlicher Geschichte. Ohne journalistische Anklage dokumentieren die Bilder Spuren menschlichen Eingriffs in die Natur und deren Ausbeutung. Beispielhaft dafür stehen seine Fotografien von dem 2012 vor der ligurischen Küste havarierten Kreuzfahrtschiff Costa Concordia. Dem Nürnberger Fotografen gelang es schwimmend das Wrack kurz vor dessen Ende zu fotografieren. Die aktuelle Arbeit und Buchpublikation von Kielkowski beschäftigt sich mit Pyramiden, einer ehemaligen sowjetischen Bergbaustadt auf Spitzbergen. Bizarr-morbide Landschaftsaufnahmen zeigen zeitgeschichtliche Dokumente gescheiterter technologischer Zukunftsvisionen.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, 17. Juli bis 27. September 2020
www.muenchner-stadtmuseum.de

FEELINGS – Kunst und Emotion
Unter dem Blickwinkel des Emotionalen laden 100 Bilder, Objekte und Filme von rund 40 internationalen zeitgenössischen KünstlerInnen dazu ein, sich Kunst auf intuitive Weise zu nähern. Was löst Kunst in uns aus? Wie sehr hängt der Blick auf Kunst von unseren persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen ab? Welche Gefühle kommen bei der Betrachtung von Werken zum Vorschein, wenn allein die Intuition den Blick leitet?
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 4. Oktober 2020
www.pinakothek.de

About Us. Junge Fotografie aus China
Die Ausstellung zeigt siebzig Fotografien junger chinesischer Künstlerinnen und Künstlern, die in den letzten zwei Jahren für die Sammlung erworben wurden. Nach Robert Rauschenbergs westlichem Blick auf China in der letzten Ausstellung zeigen diese Fotografien nun Innenansichten der im Land lebenden Kunstschaffenden.
Alexander Tutsek-Stiftung, Karl-Theodor-Str. 27, München
Di-Fr 14 – 18 Uhr, Feiertags geschlossen, 27. März bis ca. Oktober 2020
www.atutsek-stiftung.de

Gauting International Photo Week
Fotoausstellung u.a. mit Arbeiten von Jack Savage / Großbritannien  Massimo Siragusa / Italien  Daniel Castonguay / Kanada  Donell Gumiran / Philippinen  Fadwa Rouhana / Palästina  Hajime Art / Frankreich  Guda Koster / Niederlande  Gus / Spanien  Heinz Innerhofer / Italien  Tristan Zhou / USA  Ibrahim Nabeel / Jordanien  George Digalakis / Griechenland  Abed Zagout / Palestina  Tales Yuan / China  Jürgen Sobkowiak / Deutschland  Thomas Vanoost / Belgien  Peter Untermaierhofer / Deutschland  Ligin Lee / Taiwan  Hardijanto Budiman / Indonesien  Aart Verrips / Südafrika
Rathaus Gauting, Bahnhofstraße 7, 82131 Gauting
Mo, Mi, Fr 8-12 Uhr, Die 8-12 und 15-19 Uhr, Do 7-12 und 13:30-16 Uhr, 27. September bis 16. Oktober 2020
Weitere Termine und Veranstaltungsorte, siehe Programm unter:
kunstverein-gauting.de

Sebastião Salgado. EXODUS.
Der brasilianische Fotograf und Fotoreporter Sebastião Salgado erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2019. Der Preis wird am Sonntag, den 20. Oktober 2019, in der Frankfurter Paulskirche verliehen. Die Laudatio hält der Regisseur Wim Wenders.
Aus diesem Anlass zeigt das Kunstfoyer München ab Juli 2020 die Ausstellung Sebastião Salgado. EXODUS – das Werk, mit dem er sich in aller Dringlichkeit für soziale Gerechtigkeit und Frieden eingesetzt hat, lange bevor er mit dem Projekt GENESIS (Ausstellung im Kunstfoyer 2015) und dem Film von Wim Wenders “Das Salz der Erde” einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde.
Kunstfoyer, Maximilianstraße 53, München
tgl. 9-19 Uhr, Juli bis Oktober 2020
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de