Fotoausstellungen in München

[Stand 16. Mai 2024] Die folgenden Fotoausstellungen in München (und Umgebung) kann man derzeit oder bald anschauen. Die Ausstellungen sind nach Enddatum sortiert. Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte immer nochmal auf der Website nachschauen, Ausstellungen können sich verschieben, verlängert werden oder ausfallen. Fragen und ggf. Terminhinweise bitte per Mail schicken an sg@goertz-fotografie.de. Weitere aktuelle Infos auch unter www.facebook.com/susannegoertz.fotografie


Susanne Krauss & Ulla Wohlgeschaffen: Die legendäre Granniegang
Mit der “legendären Granniegang”, ältere Damen in selbstgestrickten Superheldinnen-Outfits, möchte Susanne Krauss Bilder schaffen, die gleichermaßen das Stereotyp der männlichen Superhelden persiflieren als auch eine Hommage an die Frauen sind, die auch heute noch oft einfach übersehen werden: jene im Rentenalter.
In der Journalistin Ulla Wohlgeschaffen als Autorin hat Krauss eine wunderbare Mitstreiterin gefunden, die die ganz persönlichen Geschichten der portraitierten Frauen aufschreibt. Sie geht den Lebensgeschichten der abgebildeten Frauen, die nicht im Fokus der Öffentlichkeit stehen, behutsam nach und gibt den ausdrucksvollen Gesichtern eine Stimme.
Ihre Geschichten sind geprägt von Mut, Resilienz und großem Durchhaltevermögen. Durch die Gespräche gewannen auch scheinbar unwichtige, am Rande erzählte Anekdoten plötzlich an Bedeutung für die Protagonistinnen. Die Verbindung der fotografischen Darstellung als “Granny” durch Krauss und den hier veröffentlichten Fragmenten ihrer Lebensgeschichte lässt jede Frau zu einer für die Ausstellungsbesucher*innen sichtbaren, kraftvollen Größe und Bedeutung aufleuchten.
bosco, Bürger- und Kulturhaus Gauting, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
Di-Fr 10-12:30, Do, Fr 15-18 Uhr, Sa 10-12 Uhr, bis 16. Mai 2024
bosco-gauting.de

Nathalie Strohmaier »Same same, but different«
In der Serie “Same, same, but different” zeigt Natalie Strohmaier fotografische Neuinterpretationen von historischen Gemälden. Diese Werke, die auf den ersten Blick selbst wie Gemälde wirken, entfalten bei genauerer Betrachtung einen neuen Blick auf den von industriellen Massenprodukten geprägten Alltag unserer Zeit.
Galerie Reygers, Widenmayerstr. 49, München
Mo-Do 15-19 Uhr, bis zum 17. Mai 2024
www.reygers.com/photography-nataliestrohmaier

Manuel Heyer – Fotografie
Die Ausstellung reflektiert das Thema Landschaft. Immer wieder befasst sich der Künstler mit diesem Sujet in vielgestaltiger Weise. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt dieser Arbeiten.
Galerie Michael Heufelder, Gabelsbergerstr. 83, München
Mi-Fr 14-19 Uhr, Sa 12-16 Uhr, bis 18. Mai 2024
www.galerie-heufelder.de

Bittersweet – Christopher Thomas
Der Münchner Fotograf Christopher Thomas zeigt in filmisch anmutenden Fotografien Symbole, die ihn an seine Kindheit und an ein Gefühl des Glücklichseins, der Spontanität und der Unmittelbarkeit erinnern: Karussells, Zuckerwatte, Riesenräder u.v.m.. Eingebettet in rurale und urbane Landschaften verführen die Bilder den Betrachter in die traumhafte Szenerien einzutauchen. Doch lauert dahinter die Angst vor dem Verlust der Glückseligkeit und die Konfrontation mit der unbestreitbaren Macht der Vergänglichkeit.
Christopher Thomas, vor allem für seine Städteportraits und Arbeiten zu den Oberammergauer Passionsspielen bekannt, zeigt in seinem Langzeitprojekt „BITTERSWEET“ Aufnahmen, die in den letzten zwanzig Jahren auf mehreren Kontinenten entstanden sind. Visuelle Erzählungen von Unterhaltung, Romantik, Verfall, Flucht, Vergnügen und Beklemmung.
Haus der Fotografie, Burg 1, 84489 Burghausen
Mo-So/Fei 10-18 Uhr, bis 19. Mai 2024
kunst.burghausen.de

Medium: Photographie – Johannes Brus, Chargesheimer, Sigmar Polke“
Johannes Brus zeigt im Schuhhaussaal frühe experimentellen Fotoarbeiten. Vom Kölner Fotograf Karl Heinz Hargesheimer, bekannt unter dem Künstlernamen Chargesheimer, wird eine Auswahl weniger bekannten Fotogramme gezeigt. Auch Sigmar Polke transformierte Fotografie durch subtile Manipulationen und Inszenierungen, um sie als Grundlage für seine künstlerischen Visionen zu nutzen.
Kunstverein Ulm, Kramgasse 4, Schuhhaussaal, 1. Stock, 89073 Ulm
Mi-Fr 14-18 Uhr, Sa-So 11-17 Uhr, bis 20. Mai 2024
kunstverein-ulm.de

Förderpreise 2024 der Landeshauptstadt München’
Alle zwei Jahre verleiht die Landeshauptstadt München Förderpreise für Bildende Kunst, Architektur, Design, Fotografie und Schmuck. Die Ausstellung zeigt Werke der Künstlerinnen und Gestalterinnen, die von den Mitgliedern der fünf Jurys nominiert wurden.
Rathausgalerie, Marienplatz 8, München
Di-Sa 13-19 Uhr, So 11-19 Uhr, bis 26. Mai 2024
www.rathausgalerie-muenchen.de

Christian Hinz – Fotografie und Skulptur
Längst hat man sich in München an den Anblick des vollkommen sanierten Gärtnerplatztheaters gewöhnt. Aber kaum einer hat jemals Einblick in die spektakuläre Baustelle hinter dem Bauzaun gehabt. Für den Betrachter ist fast nicht auszumachen, dass die Fotografie des Künstlers Christian Hinz mit dem Titel „Masterpiece next door, Gärtnerplatztheater” von 2023, eine Ansicht der Baustelle des Theaters ist.
sandkasten, Sandstr. 33, München
jederzeit einsehbar, bis 31. Mai 2024
Jeweils am 3. und am 17. Mai wechseln die Exponate, jeweils mit Abendöffnung 18-20 Uhr
sandkasten-muenchen.de, christian-hinz.com

Dr. Klaus Bichlmayer “Aubing schwarz-weiß”
Die Fotoausstellung “Aubing schwarz-weiß” eröffnet neue, ungewohnte Perspektiven auf den Stadtteil Aubing/Westkreuz/Freiham.
Zu sehen sind Infrarot-Aufnahmen: durch eine lange Belichtungszeit kommt etwas Bewegung ins Bild, was den Motiven eine gewisse Spannung und Anmutung verleiht. Seit 60 Jahren beschäftigt sich Dr. Klaus Bichlmayer mit Fotografie. Als gebürtiger Münchner und engagierter Aubinger stellt er seine Werke nun in der Stadtbibliothek Am Westkreuz aus.
Stadtbibliothek Am Westkreuz, Radolfzeller Str. 13, München
Di-Sa 8-22 Uhr, So/Fei 10-20 Uhr, bis 31. Mai 2024
www.muenchner-stadtbibliothek.de

Thomas Ruff “new work”
Die beiden neuesten Serien „d.o.pe.“ und „untitled#“ von Thomas Ruff sind Teil der Ausstellung „new work“ in der Galerie Rüdiger Schöttle. Die abstrakten Bildwelten dieser Werkgruppen sind durch zwei ganz unterschiedliche technische Herangehensweisen in den beiden vergangenen Jahren entstanden.
Für „d.o.pe.“ generierte Thomas Ruff psychedelisch anmutende Bilder mithilfe einer Computersoftware, die durch fraktale Muster in satten Farben eine enorme Sogwirkung erzeugen. Für die Serie „untitled#“ ließ Ruff Drahtgebilde an einer Nylonschnur vor einem schwarzen Hintergrund von der Decke hängen und fing die Lichtspuren, die durch die unkontrollierbaren Pendelbewegungen entstanden sind, fotografisch ein. Beide Serien wirken ähnlich geheimnisvoll. Die schwungvollen Formen und Bewegungen nehmen die Bildfläche für sich ein, Thomas Ruff bietet ihnen dafür die Bühne. 
Galerie Rüdiger Schöttle, Amalienstr. 41, München
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr, bis 1. Juni 2024
www.galerie-schoettle.de

Chen Wei “Fractured Chapters”
Die Galerie Rüdiger Schöttle freut sich nach sechs Jahren wieder eine Einzelausstellung des chinesischen Fotokünstlers Chen Wei zeigen zu können. Der Ausstellungstitel „Fractured Chapters“ spielt auf die bruchstückhafte Wahrnehmung des Menschen an, die oft subjektiv verzerrt ist. Mit dieser Ambiguität spielt Chen Wei auch in seiner Bildfindung. Die stilistische Orientierung an den alten Meistern der Malerei und Fotokünstlern wie Jeff Wall ist auch in den neuesten Arbeiten von Chen Wei erkennbar. Die poetische Bildkomposition, bei der Farbe, Materialität und Licht perfekt aufeinander abgestimmt sind, steht immer im Vordergrund und wirkt unmittelbar auf den Betrachter. Die sozio-politische Anspielung auf das zeitgenössische Leben in China kommt erst bei längerer Betrachtung seiner Werke zum Vorschein. Die Präsenz des Menschlichen wird durch dessen Abwesenheit zusätzlich verstärkt.
Galerie Rüdiger Schöttle, Amalienstr. 41, München
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr, bis 1. Juni 2024
www.galerie-schoettle.de

Jens Heilmann – Bildgeschichten
Jens Heilmann fotografiert für namhafte Magazine, Design und Werbeagenturen mit Schwerpunkt Objektfotografie, fotografische Konzepte und illustrative Fotografie. Seine freien künstlerischen Arbeiten bewegen sich meistens im Bereich der Objekt, Landschafts und Illustrativen Fotografie.
Galerie WIttenbrink, Türkenstr. 16, München
Di-Sa 11-18 Uhr, bis 1. Juni 2024
www.galeriewittenbrink.de

Witches in Exile. Fotografien Ann-Christine Woehrl. Installation Senam Okudzeto
m Mittelpunkt von Witches in Exile stehen Frauen, die der Hexerei bezichtigt wurden. Neid und Missgunst sowie der Vorwurf, für Krankheiten, Todesfälle, Dürren und andere Katastrophen verantwortlich zu sein, haben diese Frauen zu geächteten Außenseiterinnen gemacht. Oft in Todesgefahr, wurden sie in sogenannte »witch camps« exiliert. Diese Lager, von denen es in Ghana heute acht gibt, befinden sich in sehr abgelegenen Gebieten, weit entfernt von der Hauptstadt Accra. Aus diesem Grund waren sich nur wenige Menschen zur damaligen Zeit in Ghana ihrer Existenz bewusst. Ann-Christine Woehrl zeigt diese Frauen in einer eindringlichen konzeptionellen Porträtserie in ihrer ganzen Würde und Verletzlichkeit – und mit all ihrem Stolz. Den allgemeineren Kontext der Hexendörfer und der Porträts illustriert Senam Okudzeto in einer Multimedia-Installation – bestehend aus Fotografien aus dem erweiterten Archiv von Ann-Christine Woehrl sowie aus ihren eigenen Fotos, Zeichnungen und Malereien, die speziell für diese Ausstellung angefertigt wurden.
Museum Fünf Kontinente, Maximilianstr. 42, München
Di-So 9.30–17.30 Uhr, bis 2. Juni 2024
www.museum-fuenf-kontinente.de

Martin Schnitzer: Brückentage – Eine Wanderausstellung
Die Ausstellung ist ein Plädoyer für das Gehen. Sie zeigt Fotos von den Wanderungen von Martin Schnitzer der letzten fünf Jahre, auf denen er über 18.000 Kilometer zurückgelegt hat.
Schnitzer& Studio, Lindwurmstr. 95a, München
Mo-Do 10-17 Uhr, Fr 10-15 Uhr, bis 4. Juni 2024
(Finissage: 4. Juni 2024, 18-21 Uhr)
sonst.schnitzerund.de

FRIENDS! Erwerbungen der Kunstfreunde für die Sammlung des Museums
‚Friends‘ ist eine Hommage an alle Unterstützenden und eine Einladung an alle, die es noch nicht sind, selbst Kunstfreunde zu werden. Mit Arbeiten von Benjamin Appel ǀ Olaf Otto Becker ǀ Mauro Bergonzoli ǀ Johanna Diehl ǀ Daniel und Geo Fuchs ǀ Hamish Fulton ǀ Kathrin Ganser Anja Güthoff ǀ Andy Heller ǀ Herbert Holzmann ǀ Christian Hörl ǀ Karen Irmer ǀ Magdalena Jetelová ǀ Max Kaminski ǀ Per Kirkeby ǀ Christofer Kochs ǀ Sebastian Lübeck ǀ Heike und Jiri Mayr ǀ Bernhard McQueen ǀ Andrea Motta ǀ Beate Passow ǀ Maximilian Prüfer ǀ Christof Rehm ǀ Natalija Ribovic ǀ Michael H. Rohde ǀ Elham Rokni ǀ Norbert Schessl ǀ Kerstin Skringer ǀ Horst Thürheimer u.a.
H2 – Zentrum für Gegenwartskunst, Beim Glaspalast 1, Augsburg
Di-So 10-17 Uhr, bis 30. Juni 2024
kunstsammlungen-museen.augsburg.de

CLOSE ENOUGH – New Perspectives from 13 Women Photographers of Magnum
Close Enough untersucht die Positionen von dreizehn teils noch unbekannten, teils etablierten Magnum-Fotografinnen und die komplexen Beziehungen, die sie sowohl im globalen Zusammenhang, als auch in ihren örtlichen Gemeinschaften und in ihren Interaktionen mit einzelnen Personen herstellen. Jede der Teilnehmerinnen erzählt sehr offen von ihrer kreativen Reise, die von Reflexionen über langfristige, persönliche Projekte bis hin zu laufenden Arbeiten und neuen Wendepunkten in ihrer Bildgestaltung reichen. Sie erlauben äußerst persönliche Einblicke in ihre Grundhaltungen und schaffen in dieser Ausstellung eine Konstellation unterschiedlicher fotografischer Sichtweisen. Mit Arbeiten von Alessandra Sanguinetti, Myriam Boulos, Sabiha Çimen, Olivia Arthur, Nanna Heitmann, Lúa Ribeira, Carolyn Drake, Bieke Depoorter, Hannah Price, Cristina García Rodero, Cristina de Middel, Newsha Tavakolian, Susan Meiselas.
Kunstfoyer, Maximilianstr. 53, München
Mo-So, Fei 9.30-18.45 Uhr, bis 21. Juli 2024
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

Absicht Zufall Alibi
Ausstellung mit Fotografien von Chih-Chieh Chuang, Andrea Muthig und Michael Richter.
Geranienhaus, Schloss Nymphenburg, München
16. bis 20. August 2024, 11-19 Uhr
Eröffnung: 15. August 2024, 18 Uhr

Gauting International Photo Sommer 2024
Better Days von Seunggu Kim / KR vom 1. bis 29. Juni 2024
The Color of Absence von Fran Forman / USA, 30. Juni bis 3. August 2024
Selfhood von Vicky Martin / UK vom 4. August bis 1. September 2029
Rathaus Gauting, Outdoor Ausstellungen in Rathausgarten, Bahnhofstr. 7, Gauting
tagree.de/gauting-international-photo-summer-2024-munich-metropolitan-area/

Cao Fei. Meta-Mentary
Cao Fei (*1978 in Guangzhou) lebt und arbeitet in Beijing. In ihren Filmen, Fotos und begehbaren Multimedia-Installationen beschäftigt sie sich mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen unserer Zeit. Digitalisierung, Globalisierung, die Veränderung urbaner und vorstädtischer Strukturen und damit unserer Lebensräume sind Kern ihrer künstlerischen Arbeit. Ihre Fragen zielen auf die Art und Weise, wie wir Menschen leben, wie wir auf die Entwicklungen um uns herum reagieren und uns daran anpassen oder sie aktiv in unser Leben einbeziehen.
Lenbachhaus, Luisenstr. 33, München
Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, bis 8. September 2024
www.lenbachhaus.de

Abstrakte Horizonte – Fotografien von Geraldine Frisch, Magdalena Jetelová und Hiroshi Sugimoto
Fotografien nehmen in der modernen Erinnerungskultur eine besondere Stellung ein – sie sollen die Fragilität des Moments einfangen und möglichst deutlich bewahren. Einige Künstler:innen wählen jedoch bewusst Wege in die Abstraktion.
Geraldine Frisch fotografierte 2015/16 eine verlassene Fabrikanlage kurz vor deren Abriss. Der Ort hat gelebte Geschichte geatmet, von der die Wände zu berichten wissen. Frisch nutzt für ihre Aufnahmen Perspektiven und Bildausschnitte, die das Sichtbare verrätseln. Dabei sinniert sie nicht zuletzt vor dem Hintergrund ihrer eigenen Biografie über die Bedeutung von Verwurzelung und die Verschiebung von Grenzen im Zuge politischer Umwälzungen. Die Verschiebung von Grenzen trieb auch Magdalena Jetelová um. 1992 begab sie sich nach Island, um mit einem Laserstrahl die Zone des mittelatlantischen Rückens nachzuzeichnen, in der sich vor Millionen von Jahren die nordamerikanische Platte von der eurasischen entfernt hatte. In der schlichten Linienführung irgendwo im Nirgendwo scheint die Absurdität von Grenzziehungen auf. Hiroshi Sugimoto wiederum wandte sich 1997 ikonischen Bauwerken zu und fotografierte diese auf eine Weise, dass sich ihre Konturen in Unschärfe verlieren und wie aus der Zeit gefallen scheinen.
Fotografische Abstraktionen dieser Art spielen mit unserer Wahrnehmung und finden ihre Entsprechung in der menschlichen Gedächtnis- und Verständnisleistung – sie sind undeutlich und verschwommen, anfällig für Mehrdeutigkeit und offen für Interpretation.
Pinakothek der Moderne, Saal 26, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Di/Mi 10-20:30 Uhr, 14. Juni bis 8. September 2024
www.pinakothek.de

Alfred Ehrhardt: Wind, Sand und Wasser
Einen noch wenig bekannten Teil der kostbaren Sammlungen und Archive der Stiftung Ann und Jürgen Wilde stellt das umfangreiche Konvolut an Fotografien des Künstlers, Kirchenmusikers, Kunstpädagogen und Kulturfilmers Alfred Ehrhardt (1901–1984) dar.
Nach seiner Entlassung aus dem Lehrdienst an der Hamburger Landeskunstschule im Zuge der nationalsozialistischen Kulturpolitik griff Alfred Ehrhardt ab 1933 zur Kamera. Als Kantor und Organist in Cuxhaven wurde ihm die Wattlandschaft zum Motiv, an dem er Konzepte einer modernen Ästhetik und Bildauffassung, wie er sie während eines Studienaufenthalts am Bauhaus in Dessau 1928/29 erfahren hatte, umsetzen konnte. Mit „Das Watt“ (1933–1936) und „Die Kurische Nehrung“ (1934) entstanden umfassende Serien meisterhafter Natur- und Landschaftsaufnahmen. Dabei zeigt er die Landschaft nicht so sehr als stimmungsvolles Naturereignis, sondern vielmehr als sich durch Elementarkräfte stetig erneuernde Formvariation. Abstrakte Oberflächenstrukturen und plastische Formen verweisen auf Konzepte einer Naturphilosophie, die in allen Dingen der Schöpfung eine Urkraft erkennt und die Ehrhardt auch in späteren Werkserien zu Kristallen, Muscheln und Schnecken sichtbar werden lässt.
Pinakothek der Moderne, Saal 25, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Di/Mi 10-20:30 Uhr, 14. Juni bis 8. September 2024
www.pinakothek.de

Viktor & Rolf – Fashion Statements
Die Kunsthalle München zeigt die erste große Retrospektive des niederländischen Designerduos Viktor&Rolf in Deutschland. Mit atemberaubender Virtuosität loten Viktor Horsting und Rolf Snoeren seit über 30 Jahren immer wieder die Grenzen zwischen Couture und Kunst aus. Ihre Meisterwerke wurden von Künstler:innen wie Madonna, Tilda Swinton, Lady Gaga, Doja Cat und Cardi B getragen sowie in Ballettproduktionen und in einer Oper, unter Regie von Robert Wilson, in Szene gesetzt. Rund 100 der kühnsten Stücke des ebenso visionären wie leidenschaftlichen Duos werden nun in einer spektakulären Inszenierung erlebbar gemacht. Viele Kreationen sind zum ersten Mal ausgestellt – zusammen mit zahlreichen Videos, Skizzen und handgefertigten Porzellanpuppen, die mit den ikonischen Kreationen der Designer gekleidet sind, sowie mit Werken von renommierten Foto-Künstler:innen wie Andreas Gursky, Ellen von Unwerth oder Herb Ritts.
Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, Theatinerstr. 8, München
Mo-Sa 10-20 Uhr, bis 6. Oktober 2024
www.kunsthalle-muc.de

The World in My Hand
Seit seiner Erfindung im Jahr 2007 hat das Smartphone innerhalb kürzester Zeit unsere Kommunikation und Mediennutzung revolutioniert. Es ist weltweit zum unverzichtbaren Bestandteil unseres Lebens avanciert. Wie reagiert die junge Generation von zeitgenössischen Künstler*innen auf diesen Alltagsgegenstand? Dieser Frage geht die neue Ausstellung The World in My Hand nach, die ab dem 19. April in der BlackBox der Alexander Tutsek-Stiftung zu sehen sein wird. Mit ihrem Fokus auf den Alltagsgegenstand Smartphone verbindet sie zeitgenössische Technologie mit gesellschaftlichen Debatten. Rund 50 Werke – Skulpturen mit Glas und zeitgenössische Fotografie – von fast ebenso vielen Künstler*innen sensibilisieren für die positiven wie auch zu hinterfragenden Auswirkungen der Omnipräsenz des Smartphones im Alltag.
Alexander Tutsek-Stiftung, BlackBox, Georg-Muche-Str. 4, München
So-Do 12-18 Uhr, bis 31. Oktober 2024
atstiftung.de

Schattner 100 – Die Kunst der Fuge
Die Ausstellung zum 100. Geburtstag von Karljosef Schattner. In der Ausstellung sind großformatige Schwarzweiß-Fotografien mit Schattners wichtigsten Bauten zu sehen. Sie stammen von dem Architekturfotografen Klaus Kinold, der mit Karljosef Schattner eine langjährige Freundschaft pflegte.
Domschatz- und Diözesanmuseum, Residenzplatz 7, Eichstätt
Mi-So/Fei 10.30-17 Uhr, bis 31. Oktober 2024
www.dioezesanmuseum-eichstaett.de

Anastasia Samoylova Floridas – Fotografien
Dort, wo Strände und Palmen das öffentliche Image prägen, wo sich pinke Flamin­gos vor bunten Häuserfronten tummeln und Alligatoren in Pools verirren, kratzt Anastasia Samoylova (*1984, UdSSR) an der schillernden Fassade eines amerikanischen Traums. In ihrem fotografischen Road Trip zeigt Samoylova den Sunshine State Florida als eine flirrende Fantasie und subtropische Dystopie, die durch ihre tiefe politische Spaltung ebenso gezeichnet ist wie durch die Auswirkungen der Klimakrise.
Amerikahaus, Karolinenplatz 3, München
Mo-Do 10-17 Uhr, Fr 14-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr, bis 30. November 2024
www.amerikahaus.de

MIX & MATCH. DIE SAMMLUNG NEU ENTDECKEN
Zum 20-jährigen Jubiläum der Pinakothek der Moderne präsentiert sich die Sammlung Moderne Kunst neu auf 3.600 qm Ausstellungsfläche mit rund 350 Werken von mehr als 150 Künstler:innen. Unter dem programmatischen Ausstellungstitel MIX & MATCH begegnen sich Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Videokunst erstmals in epochen- und medienübergreifenden Themenräumen. Kunstwerke aus 120 Jahren eröffnen in unkonventionellen Gegenüberstellungen lebendige Perspektiven auf zentrale Fragestellungen unserer Gegenwart.
Pinakothek der Moderne, 1. OG, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Di/Mi 10-20:30 Uhr, bis 31. Dezember 2024
www.pinakothek.de