Fotoausstellungen in München

[Stand 19. Mai 2022] Die folgenden Fotoausstellungen in München (und Umgebung) kann man derzeit oder bald anschauen. Die Ausstellungen sind nach Enddatum sortiert. Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte immer nochmal auf der Website nachschauen, auch wegen den aktuellen Corona-Regelungen. Bei Fragen und ggf. Terminhinweise bitte Mail schicken an sg@goertz-fotografie.de. Weitere aktuelle Infos auch unter www.facebook.com/susannegoertz.fotografie

Raimund Verspohl „Grauton“
Porträts in schwarzweiss. Augenblicke der Selbstreflexion, der Suche und der Sehnsucht. Feine Zwischentöne zwischen Schwarz und Weiß.
(Die Ausstellung kann während der Praxiszeiten angeschaut werden. Einfach an der Rezeption Bescheid geben.)
Hautarztzentrum München, Dermartis, Sendlinger Str. 37, München
Mo-Do 8-18 Uhr, Fr. 8-15 Uhr, bis auf weiteres.
www.raimund-verspohl-portraits.com

Projektraum Munich Art: Fotoausstellung „FLATZ: ‚Lieber Eduard‘“
Zum Start des neuen Projektraums von MUNICH ART in der Amalienstraße 14 ist ab Dienstag, 22. März, bis 22. Mai die Ausstellung „FLATZ: ,Lieber Eduard‘“ zu sehen. Anlässlich des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine zeigt der Aktionskünstler Wolfgang Flatz vier großformatige Fotografien aus seiner achtteiligen Serie „Catastophes“ aus dem Jahr 1988 sowie einen Auszug aus seinem Briefwechsel mit dem ukranischen Fotokünstler Eduard Stranadko.
Projektraum MUNICH ART, Amalienstr. 14, München
bis 22. Mai 2022, Die Arbeiten sind von außen über das Schaufenster einsehbar, Besichtigungen können jederzeit per E-Mail an art@munichart.de vereinbart werden.
www.munichartgallery.de, ru.muenchen.de

FRIEDENSENGEL IM NEBEL
Fotografie von Rainer Viertlböck
Sandkasten, Sandstr. 33, München
rund um die Uhr einsehbar, bis 31. Mai 2022
www.sandkasten-muenchen.de

Michael Nischke „Made in Munich“
Gezeigt werden 14 großformatige Arbeiten des Fotografen Michael Nischke aus seiner Serie ART|MUNICH aus den Entstehungsjahren 2016-2021. Nischke wählt Münchens bekannteste Orte als Motive und verwandelt seine persönlichen Eindrücke in eine neue, faszinierende Bildwelt, die er mit intensiver, teils artifizieller Farbigkeit verfremdet. Die fotografischen Arbeiten werden mit dieser Farb-Technik durch eine weitere, fast malerische Dimension ergänzt. Wichtig ist dem Künstler auch die minimalistische Bildkomposition. Durch seine vielen Verbindungen und Reisen nach Asien ist Nischkes Bildästhetik geprägt von Reduktion. Sein Blick auf München ist überraschend anders und zeigt die Stadt aus einer völlig neuen Perspektive.
Zur Herstellung der Arbeiten werden spezielle, hochpigmentierter Tinten verwendet, die auf Aluminium gedruckt werden. Dieses Verfahren generiert eine sehr eigene, gedämpfte Leuchtkraft, die stark vom Einfall des Lichtes abhängig ist. Das quadratische Format der Fotografien erinnert bewusst an das in der analogen Fotografie der Mittelformat Kameras bekannte „Hasselblad-Format“.
arToxin Galerie, Kirchenstraße 23, München
Mi-Fr 13-19 Uhr, Sa 12-18 Uhr, 5. Mai 2022 bis Juni?
www.artoxin.de

Chris Bierl – Mutual Adaption – Kallmann-Preis 2021
Chris Bierls Ausstellung in Ismaning umfasst Installationen, Videos, Fotografien und auch lebende Tiere. So sitzen etwa in der Serie „Anime“ asiatische Gottesanbeterinnen auf monochromen Leinwänden, auf die verschiedenfarbige Erden aufgetragen wurden, die Bierl auf langen Wanderungen in Japan gesammelt hat. Langsam bewegen sich die Tiere über die Bildoberflächen, die in dieser Zeit ihr Lebensraum sind, den sie nicht verlassen, und passen sich im Laufe der Ausstellung farblich an. Die Videoarbeit „Die Versammlung der Vögel“, die sich auf ein persisches Gedicht aus dem 12. Jahrhundert bezieht, zeigt eine Kamerafahrt durch die Vogelsammlung eines naturkundlichen Museums, wobei unklar bleibt, ob die uns anstarrenden Tiere, die wirken, als haben sie sich dort selbständig zusammengefunden, leben oder nicht.
Bierls skulpturale Installationen wiederum kombinieren unterschiedliche Elemente wie Ölsande, Eisen, Schwefel und Holz, die die Betrachter*innen gedanklich zueinander in Beziehung setzen, wobei Kraftverhältnisse aufscheinen und Veränderungen der Stoffe durch mögliche Mischungen.
So haftet Bierls Arbeiten bisweilen etwas Alchemistisches an. Sie spielen auf eine Beseelung der Natur an, die komplexe wechselseitige Beziehungen von Tier, Mensch und Natur bedingt. Zugleich werfen die Arbeiten Fragen nach Biosystemen und Lebensräumen, nach der wissenschaftlichen Erfassung der Natur sowie nach deren Zerstörung auf. Es geht um die Entstehung und Verwertung von Rohstoffen sowie die Lebendigkeit von Landschaft. Für seinen Blick auf das Verhältnis von Lebewesen und deren Lebensräumen erhält Chris Bierl den Kallmann-Preis 2021.
Kallmann-Museum, Schloßstr. 3b, 85737 Ismaning
Di-Sa 14:30-17 Uhr, So 13-17 Uhr, bis 5. Juni 2022
kallmann-museum.de

mofa „mit und/oder ohne termin“ I-IV
Die Ausstellung ist Teil einer Ausstellungsreihe der mofa – Montag-Foto-Art – Künstler in 2022.
Beteiligte Fotografen: Andrea Muthig, Hermann Offner, Guoling Wen, Martin Zinßer, Chih-Chieh Chuang, Oliver Deska, Elisabeth Mihalyi, Michael Richter.
Geranienhaus, Schloß Nymphenburg 41, 80638 München
tgl. 11-19 Uhr, 22.-26. April 22, 11.-13. Juni 22, 15.-19. Juli 22, 5.-9. August 22
mofa.mz-photographie.de

Olympiapark München – Architektur, Landschaft, Kunst
Im Jahr 2022 feiert die Stadt München das 50-jährige Jubiläum der XX. Olympischen Sommerspiele 1972. Kaum eine andere Olympische Stätte wurde so vielfältig und bis heute so aktiv und intensiv genutzt wie die Anlagen des Olympiapark München. Er vereint auf einzigartige Weise Natur, Sport, Freizeit, Kultur, Architektur und Geschichte und soll UNESCO-Kulturerbe werden. Das soeben im Büro Wilhelm Verlag erschienene, umfangreiche Buch stellt alle Anlagen des Olympiapark München einschließlich der außergewöhnlichen Parklandschaft in Text und Bild vor. Eine kurze Entstehungsgeschichte sowie eine Sammlung der Kunstobjekte, die im Park zu finden sind, runden die Vorstellung der architektonischen Highlights ab. Präsentiert werden ausgewählte Fotos mit erläuternden Texten aus dem Buch, das mit der Verlagsprämie 2021 des Freistaats Bayern ausgezeichnet wurde, ergänzt durch Fotografien von Bernhard Betancourt, der die mittlerweile abgerissenen Gebäude der ehemaligen Zentralen Hochschulsportanlage und zahlreiche Bungalows des damaligen Olympischen Frauendorfs dokumentiert hat. Die Ausstellung findet statt in Kooperation mit dem Deutschen Werkbund Bayern und freundlicher Unterstützung durch Büro Wilhelm Verlag.
Schnitzer & Studio, Lindwurmstr. 95a, München
Mo-Do 9-17 Uhr, Fr 9-15 Uhr, bis 14. Juni 2022
www.schnitzerund.de

Peter Litvai „Messers Schneide“
Eigene Arbeiten
Litvai Galerie für Fotografie, Altstadt 195a, 84028 Landshut
Mi-Fr 14-17 Uhr, Sa 11-15 Uhr, bis 18. Juni 2022
www.litvai-galerie.com

WIDE OPEN. INS OFFENE – Zeitgenössische Fotografie & Skulptur aus Glas
Die Alexander Tutsek-Stiftung zeigt erstmalig eine Ausstellung an zwei Orten: in der neu eröffneten BlackBox in der Parkstadt Schwabing und an ihrem Hauptsitz, der Villa im Herzen Schwabings. Die Ausstellung versammelt rund hundert Arbeiten von über dreißig Künstler*innen unterschiedlicher geografischer und kultureller Herkunft aus Südafrika, Iran, China, Kuba, den USA und vielen europäischen Ländern. Darunter sind nicht nur international renommierte, sondern auch überraschende junge Positionen, die mit wenigen Ausnahmen für diese Schau erworben wurden.
Villa, Karl-Theodor-Str. 27, München und BlackBox, Georg-Muche-Str. 4, München
Mi-Fr 12-17 Uhr, Feiertags geschl., bis 24. Juni 2022
atstiftung.de

Didi Zill „Queen and Deep Purple“
Der legendäre Fotokünstler Didi Zill präsentiert in der Lichthofgalerie der Pasinger Fabrik eine exklusive Musikauswahl von „Queen“ und „Deep Purple“. Die Fotografien kommen mit einer einmaligen Wucht daher und sind Prolog und zugleich Vorgeschmack auf die Ausstellungen „Queen – A Bohemian Rhapsody“ und „50 Jahre Smoke on the Water“ der P.Art-Galerie im ersten Obergeschoss.
Pasinger Fabrik, P. Art-Galerie, August-Exter-Str. 1, München
Di-So 16-20 Uhr, bis 30. Juni 2022
www.pasinger-fabrik.de

Park & Drive
Die Frühjahrsausstellung „Park & Drive“ zeigt Fotografien und Modelle zum Thema Mobilität. Die Arbeiten bzw. Ausstellungsobjekte der vier Fotografen, einer Fotografin und eines Sammlers sind sehr unterschiedlich: kreative und humorvolle Aufkleber auf Autos, verpackte Roller, Blumen statt Reifen, Reflexionen und timeless-Oldtimer. Die KünstlerInnen: Uwe Bedenbecker, Hermann Dörre, Susanne Görtz, Roy Hessing, Klaus D. Wolf und Norbert Wutz.
Gopho, Haimhauser Straße 1, München
Mi-Fr 16-20 Uhr, Sa. 14-18 Uhr, bis 2. Juli 2022
gopho.de

FORUM 053: Verena Hägler & Nicola Reiter. RAND
Mit dem Dialog zweier fotografischer Projekte stellt das Forum 053 einen in der öffentlichen Wahrnehmung wenig beachteten geografischen Bereich der Stadt München vor. Der Stadt-„Rand“, weder urbanes Zentrum noch ländliches Gebiet, ist eine Zone des peripheren Dazwischen. Fragen zu Potentialen und Problemen der Urbanität lassen sich dort ebenso verorten wie die nach unserem Umgang mit der Natur. Einst ländlich geprägt ist der Stadtrand Münchens in einem Übergangsstadium der Urbanisierung begriffen. Die fotografischen Arbeiten „SALTROAD“ von Verena Hägler und „Agglomerationen“ von Nicola Reiter machen die Charakteristika, Spannungen und Geschichten dieser Zone sichtbar.
Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, München
Di-So 10-18 Uhr, bis 10. Juli 2022
www.muenchner-stadtmuseum.de

Alea Horst: Afghanistan nach der Machtübernahme
Die Ausstellung im bosco zeigt Fotografien aus Afghanistan von Alea Horst, welche nach der Machtübernahme der Taliban 2021 entstanden sind.
Alea Horst ist ohne Scheu und Zögern dorthin gereist, wo ein Untergang von Mitmenschlichkeit sichtbar und fühlbar ist: Bosnien, Lesbos, Afghanistan… Im bosco Gauting präsentiert sie Aufnahmen von ihrer letzten Reise nach Afghanistan nach der Machtübernahme der Taliban 2021. Die Künstlerin zeigt mit ihren Bildern einen sehr persönlichen Einblick – die von ihr gesehenen und erlebten Realitäten – und wie wichtig es ist, in der großen Masse den einzelnen Menschen nicht zu übersehen. Die Eröffnung wird ergänzt durch einen Bildvortrag der Fotografin, bei welchem sie neue Bilder ihrer zweiten Afghanistan-Reise vom Frühjahr 2022 im Gepäck hat.
bosco, Bürger- und Kulturhaus Gauting, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
Di-Fr 10-12:30 Uhr, Di, Do, Fr 15-18 Uhr, Sa 10-12 Uhr, bis 21. Juli 2022
bosco-gauting.de

Alec Soth. Gathered Leaves.
Alec Soth (*1969) gilt heute als einer der wichtigsten Vertreter der Dokumentarfotografie. Die Ausstellung »Gathered Leaves« im Kunstfoyer München ermöglicht in einer umfassenden Schau mit rund 90 Werken, Publikationen und begleitenden Entwürfen einen tiefen Einblick in das Schaffen des Magnum Fotografen.
Die britische Tageszeitung »The Telegraph« sieht in Alec Soth den größten lebenden Fotografen sozialer und geografischer Landschaften Amerikas. Soth tritt so in die Tradition von Robert Frank, Stephen Shore oder Joel Sternfeld. In zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen begeisterte Alec Soth bereits ein breites Publikum.
Im Kunstfoyer werden die fünf charakteristischen Serien »Sleeping by the Mississippi« (2004). »Niagara« (2006), »Broken Manual« (2010), »Songbook« (2014) sowie »A Pound of Pictures« (2022) präsentiert.
Kunstfoyer, Maximilianstr. 53, München
tgl. 9:30-18:45 Uhr, bis 24. Juli 2022 (Online-Ticket benötigt)
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

WunderkammAA goes arToxin
Für das Kunstprojekt „WunderkammAA goes arToxin“ werden die Galerieräume von arToxin verwandelt: aus dem White Cube wird in Anlehnung an die Kunst- und Wunderkammern der Renaissance ein wundervoller Ort des Staunens. In diesen besonderen Zeiten verlangen wir nach Sinnlichkeit und echtem, analogen Kontakt zu den Kunstwerken.
Zurück zu den Wurzeln, an den Ursprung der Idee einer Sammlung von Kunst und Objekten wie in den Kunstkammern (Vorläufer der Museen) und gleichzeitig vorwärts in die Zukunft mit digitaler Fotografie, LED Fotokästen, künstlerischen Videos, Rauminstallationen und Performances, die per Livestream aus der Galerie in die Welt gehen via Instagram und Youtube.
Einer der beiden Galerieräume wird mit schwarzem Stoff abgehängt und so zur mysteriösen Dunkelkammer, in der Objekte, Fotografien und Videos gezeigt werden. Der Eintritt in die Kammer ist nur für einzelne Besucher möglich, die im Inneren mit den Kunstwerken in einen intimen Dialog treten.
Beteiligte Künstler und Künstlerinnen: Christiane Fleissner, Ben Goossens, Alicia Henry, Hertha Miessner, Herbert Nauderer, Asta von Unger
arToxin Galerie, Kirchenstraße 23, München
Mi-Fr 13-19 Uhr, Sa 12-18 Uhr, 30. Juni bis 29. Juli 2022
(Eröffnung Donnerstag, 30. Juni 2022, 18-21h)
www.artoxin.de

Elsbeth Bauer „Fotografie & Video“
Litvai Galerie für Fotografie, Altstadt 195a, 84028 Landshut
Mi-Fr 14-17 Uhr, Sa 11-15 Uhr, 25. Juni bis 30. Juli 2022
www.litvai-galerie.com

spiel_räume
Das 50-jährige Jubiläum der XX. Olympischen Spiele 1972 haben die Künstler und Künstlerinnen der Münchner Gruppe foen zum Anlass genommen, sich mit den olympischen Bauten und den Ereignissen von Olympia 1972 fotografisch auseinanderzusetzen.
Die gezeigten Arbeiten befassen sich mit den Innen- und Außenräumen des Olympiageländes und seiner Peripherie sowie mit den Verkehrswegen im Untergrund. Auch das Attentat wird thematisiert. Das breite Spektrum der künstlerischen Herangehensweisen reicht von eher dokumentarischen Serien über digitale Collagen bis zu mit KI erzeugten Bildern. Zu sehen sind Arbeiten von Peter Corbishley, Marlies Ebertshäuser, Maximilian Glanz, Susanne Görtz, Eva Knevels, Sven Körber, Tobias Meier, Renate Pieper, Erika Pircher und Heinz Hermann Wahl.
U-Bahn-Galerie, U-Bahn-Station Universität, Eingang Nord, Zwischengeschoss, München
3. bis 31. Juli 2022, jederzeit einsehbar
www.fo-en.de, muenchen1972-2022.de

Olympia 72 in Bildern – Fotografien aus den Sammlungen der Bayerischen Staatsbibliothek
Die Olympischen Spiele von 1972 prägen München bis heute. Zum 50. Jubiläum widmet die Bayerische Staatsbibliothek diesem Ereignis eine große Jahresausstellung. Knapp 140 Fotografien aus der Zeit 1965 bis 1972 zeigen die Münchner Spiele aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Bilder stammen aus den zahlreichen Fotoarchiven, die die Bayerische Staatsbibliothek verwahrt, darunter Aufnahmen von Max Prugger, Karsten de Riese und aus dem STERN-Fotoarchiv. Sie wurden erst kürzlich erworben und werden erstmals öffentlich gezeigt. Zu sehen sind ferner Fotografien von Georg Fruhstorfer, Felicitas Timpe und Joachim Kankel. Alle Bilder werden in hochauflösenden Reproduktionen präsentiert.
Die Spannweite der gezeigten Motive reicht dabei von den Bauarbeiten auf dem Olympiagelände bis hin zu Fotografien prominenter Künstlerinnen und Künstler, die als Teilnehmer des Kulturprogramms die Olympiade besuchten.
Bayerische Staatsbibliothek, Prachttreppenhaus und Fürstensaal, Ludwigstraße 16, München
Mo-Fr 11-19 Uhr, bis 4. September 2022
www.bsb-muenchen.de

European Trails. Europäische Fotokünstlerinnen der Gegenwart
„European Trails“ zeigt europäische Fotografinnen und Künstlerinnen, die mit Fotografie arbeiten. Dabei geht es zentral um Fragen von Herkunft, Erinnerung und Identität. Die persönliche eigene Geschichte und deren Überlagerung und künstlerische Transzendierung in die jeweils aktuellen sozialen und politischen Zustände werden zum Spiegel einer wesentlichen Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen zwischen Individuen, wie im gesellschaftlichen Raum insgesamt. In eindrucksvollen fotografischen Bildern und raumbezogen-installativen Arbeiten stellt die Ausstellung Werke herausragender zeitgenössischer Künstlerinnen vor, deren Konzeptionen maßgebliche Beiträge einer in Europa sich vollziehenden Debatte darstellen.
H2 – Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast, Beim Glaspalast 1, 86153 Augsburg
Di–So 10–17 Uhr, bis 18. September 2022
kunstsammlungen-museen.augsburg.de

Albert Renger-Patzsch. Frühe Bücher
Unter dem Titel Sammlung+ präsentieren die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in der Pinakothek der Moderne das Format von Studioausstellungen im Kontext der Sammlung: Präsentationen von Neuerwerbungen, Leihgaben und Künstler:innenräume zeigen die intensive Sammlungs- und Forschungsarbeit, die fachlich fundierte Auseinandersetzung und die Aktualität der Sammlungen. Albert Renger-Patzsch (1897-1966) gilt als einer der bedeutendsten Protagonisten der Fotografie der 1920er und 1930er Jahre. Er steht mit seinen Werken für ein bildnerisches Konzept, das mit der Konzentration auf die technisch-optischen Möglichkeiten des Mediums die objektive Wiedergabe „des Wesens der Dinge“ als leitende Idee der fotografischen Darstellung anwendet. Durch seinen 1928 veröffentlichten Bildband „Die Welt ist schön“ – der als visuelles Manifest der Fotografie der Neuen Sachlichkeit betrachtet werden kann – wurde seine Bildsprache zum richtungsweisenden Stil in der Fotografie. Aus Anlass des 125sten Geburtstages des Fotografen wird eine Werkauswahl aus der Schaffenszeit vor 1928 aus den Beständen des Albert Renger-Patzsch Archivs der Stiftung Ann und Jürgen Wilde präsentiert. Anhand von über 50 Fotografien und zahlreichen Dokumenten wird die Entstehung einer stilprägenden Bildsprache und sein bedeutender Beitrag zur Entwicklung des Fotobuchs sichtbar.
Pinakothek der Moderne, Saal 25, Barer Straße 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, 3. Juni bis 25. September 2022
www.pinakothek.de

(Gegen-)Entwürfe
In der Abfolge von drei Räumen wirft die Sammlung Fotografie und Medienkunst gemeinsam mit der Written Art Collection einen schlaglichtartigen Blick auf künstlerische Positionen des Mittleren und Nahen Ostens.
Die präsentierten Werke stellen alternative Entwürfe zu Lebenswirklichkeiten dar, die vom individuellen Erfahrungshorizont der Protagonist:innen, aber auch von sozialen Gesellschaftssystemen ausgehen.
Pinakothek der Moderne, Saal 22-24, Barer Straße 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, 5. Juli bis 25. September 2022
www.pinakothek.de

Astrid Jahnsen – On your knees
2017 erwirbt Astrid Jahnsen (*1972) in ihrer Heimatstadt Lima ein Set aus 82 handgefertigten Heften aus den 1950er-1990er-Jahren, versehen mit Texten und pornografischen Fotografien. Sie bilden den Ansatzpunkt von Jahnsens künstlerischer Auseinandersetzung für das Projekt ON YOUR KNEES, für das sie höchst feinsinnige Nahaufnahmen von dem expliziten Bildmaterial anfertigte. Mithilfe der von ihr eingenommenen Kameraperspektive durchkreuzt Jahnsen jenen männlichen Blick, der die Frauen einst sexualisiert und verobjektiviert ins Bild setzte. Stattdessen konzentriert sie sich auf die Blicke der Frauen, auf Momente der Berührung oder Satzfetzen der nebenstehenden Texte und entwickelt ein neues Narrativ. In einer raumgreifenden Installation präsentiert diese jüngste Neuerwerbung einen aktuellen feministischen Ansatz im Kontext der traditionsreichen Appropriation Art.
Pinakothek der Moderne, Saal 26, Barer Straße 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, 20. Mai bis 25. September 2022
(Artist Talk in engl.Sprache: Do. 19. Mai 2022, 19 Uhr, Ernst von Siemens-Auditorium)
www.pinakothek.de

Heidi in Israel. Fotoserie von Niv Fridman
Der israelische Künstler Niv Fridman (1996) setzt Heidi in einer nahöstlichen Umgebung in Szene. Als Annäherung beschäftigte er sich mit historischen Postkarten aus dem frühen 20. Jahrhundert, die das „Heilige Land“ als Sehnsuchtsort inszenieren. Die Ansichtskarten assoziierte er mit Heidi und ihrer Heimatverbundenheit. Gleich den Landschaften auf den Postkarten ist auch Heidis Welt in den Bergen ein romantischer Sehnsuchtsort mit großer Symbolkraft. So inszeniert Fridman „seine Heidi“ dargestellt von der israelischen Tänzerin und Performancekünstlerin Tamar Rosenzweig (1997) bewusst an Schauplätzen und Landschaften, die für ihn die israelische Natur symbolisieren und kreiert so sein eigenes nahöstliches „Heidiland“.
Eine Ausstellung des Heidiseums begleitend zur Ausstellung „Heidi in Israel. Eine Spurensuche“ in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München.
Jüdisches Museum München, Ebene 1, St.-Jakobs-Platz 16, München
Di-So 10-18 Uhr, bis 16. Oktober 2022
www.juedisches-museum-muenchen.de

Befragungen der Realität – 20 Jahre foen
Jubiläumsausstellung der Künstlergruppe foen. Die 11 Fotokünstler der Gruppe zeigen aktuelle Arbeiten.
Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, München
tgl. 12-19 Uhr, 16. September bis 23. Oktober 2022
(Eröffnung 15. September 2022)

Nachts. Clubkultur in München
Die kulturhistorische Ausstellung „Nachts“ widmet sich in Form eines nächtlichen Streifzugs der Ausgeh- und Clubkultur Münchens von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Neben stadtplanerischen und ökonomischen Fragen nimmt sie insbesondere Menschen und Orte in den Blick, die das Geschehen in der Nacht und das Münchner Nachtleben prägten und prägen. Die Fata Morgana des Atomic Café, das im Münchner Stadtmuseum wieder zu betreten sein wird, zahlreiche Erinnerungsstücke aus Ultraworld, Ultraschall, Flughafen Riem, Kunstpark Ost, Registratur – um nur einige zu nennen – könnten die Ausstellung zu einer modernen Wallfahrt machen. Neben schillernden Personen und ihren nicht minder anziehenden Treffpunkten, beschäftigt sich die Ausstellung auch mit den Begleiterscheinungen des Nachtlebens wie dem Ein- und Ausschluss von Menschen, der Bedeutung von Migration und Geschlecht und erzählt von den Besonderheiten des Arbeitens in einem nicht alltäglichen, nächtlichen Geschehen. Dabei fragt die Ausstellung auch nach der Bedeutung von Nachtleben und Clubkultur in Bezug auf die Urbanisierung Münchens und lenkt den Fokus auf das aktuelle coronabedingte Sterben bekannter nächtlicher Orte und die Entwicklung alternativer Treffpunkte. Eine besondere Bedeutung kommt in „Nachts“ dem Format der Veranstaltung zu: Ein umfangreiches Programm macht das Ausstellungsthema lebendig, erfahrbar und führt über die rein museale Begegnung hinaus.
Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, München
Di-So 10-18 Uhr, bis 8. Januar 2023
www.muenchner-stadtmuseum.de

FORUM 054: INA KWON München/GyeongjuMünchen 72
In der Reihe FORUM für zeitgenössische Fotografie präsentiert das Münchner Stadtmuseum die Arbeiten der Berliner Grafikerin Ina Kwon, die sich mit dem Olympiaberg in München beschäftigt hat. Kwon stellt München dem südkoreanischen Gyeongju gegenüber, wo im gesamten Stadtgebiet Grabhügel des Königreichs Silla zu finden sind. Lange Zeit in Vergessenheit geraten, wurden viele dieser Hügel in den 1970er Jahren wiedererrichtet. Für die Olympischen Sommerspiele 1972 in München wurde der Große Schuttberg, der aus Trümmern der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Gebäude besteht, als wesentliches Element eines Landschaftsparks umgestaltet. In Fotografien und Texten beschreibt Ina Kwon ihre Reisen und Recherchen zu beiden Orten, an denen mit künstlichen Hügeln Geschichte verschüttet, aufgedeckt, konstruiert und umgeschrieben wird.
Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, München
Di-So 10-18 Uhr, 29. Juli 2022 bis 8. Januar 2023
www.muenchner-stadtmuseum.de