Fotoausstellungen in München

[Stand 9. Oktober 2019] Die folgenden Fotoausstellungen in München (und Umgebung) kann man derzeit oder bald anschauen. Die Ausstellungen sind nach Enddatum sortiert. Alle Angaben ohne Gewähr. Fragen und ggf. Terminhinweise bitte mailen an sg@goertz-fotografie.de. Weitere aktuelle Infos auch unter www.facebook.com/susannegoertz.fotografie

Taiwan Passwort
Fotografien von Chih-Chieh Chuang und Michael Richter.
Katholische Stiftungshochschule (im H-Bau), Preysingstr. 83, München
bis ca. 5. Oktober 2019

Il Mondo Animale
Nach der Ausstellung Il Mondo Botanico im Herbst 2018 widmet die Galerie Klüser nun auch der Tierwelt eine umfassende Schau und präsentiert in Kooperation mit der New Yorker Galerie Sperone Westwater ein Ensemble unterschiedlichster künstlerischer Perspektiven auf die reale wie mythische Fauna.
Die Galerie Klüser 2 zeigt fotografische Tierporträts und -darstellungen von Olaf Metzel, Lori Nix, Cindy Sherman, Boyd Webb und William Wegman. Letzterer ist insbesondere für die Inszenierung seiner Weimeraner-Hunde im Stil menschlicher Porträtfotografie einem breiten Publikum bekannt.
Galerie Klüser 2, Türkenstr. 23, München
Di-Fr 14-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr, bis 12. Oktober 2019
www.galerieklueser.de

Renate Pieper: Die Lichtrisse verfugen dann
Renate Pieper zeigt neue Arbeiten in ihrer Ausstellung “Die Lichtrisse verfugen dann”. Zu sehen sind Fotografien in Farbe und in Schwarz-Weiß, die sie in Rohbauten am Ackermannbogen, München, aufgenommen hat. In ihren Bildern werden Bauten aus Beton zu vieldeutigen, beinahe zeitlosen Kulissen oder zu Präsentationsräumen für die sich zufällig darin befindlichen Gegenstände. Zur Ausstellung erscheint ein Künstlerheft.
SchauRaum im Ackermannbogen, Therese-Studer-Str. 9, Rückgebäude am Fußweg, München
Geöffnet 2. und 9. Oktober 2019, jeweils 17-19 Uhr, bis 13. Oktober 2019, die Künstlerin ist zu den genannten Terminen anwesend.
Finissage So, 13. Oktober 2019, 18-20 Uhr
www.fo-en.de

Tim van den OudenhovenDISAPPEARANCE”
DIA, Georgenstr. 72, München
Mo-Fr 15-20 Uhr, Sa/So 12-18 Uhr, 3. bis 13. Oktober 2019
Eröffnung: 2. Oktober 2019, 19 Uhr
dia-muc.de

Aenne Biermann. Vertrautheit mit den Dingen
Für die Autodidaktin Aenne Biermann (1898 – 1933) war die Kamera ein Mittel sich den Dingen und Situationen ihrer Lebensumwelt anzunähern. Ab Mitte der 1920er-Jahre gewann sie mit ihren Fotografien alltäglichen Erfahrungen und Begebenheiten unbekannte und unerwartete Ansichten ab. Obwohl Aenne Biermann relativ isoliert von den Entwicklungen der Avantgarden in den Großstädten aktiv war, wurden ihre Werke ab 1929 in allen bedeutenden Ausstellungen zur modernen Fotografie umfangreich präsentiert. Das in nur wenigen Jahren entstandene Werk – Aenne Biermann verstarb aufgrund einer Krankheit schon 1933 – zählt heute zu den Hauptwerken der Fotografie des Neuen Sehens und der Neuen Sachlichkeit. Die Ausstellung umfasst etwa 100 originale Fotografien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde, die eine der umfangreichsten Sammlungen zu Aenne Biermann beherbergt. Einige ergänzend ausgewählte Werke aus öffentlichen und privaten Sammlungen sowie Dokumente und Archivalien illustrieren Werk und Werdegang der Künstlerin. Eine Kooperation mit dem Museum Folkwang Essen
PInakothek der Moderne, Saal 28, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 13. Oktober 2019
www.pinakothek.de

Primäre Gesten
Fotografien von Robert Rauschenberg aus den 1980er Jahren aus China und zeitgenössische Installationen in Glas von Mona Hatoum, Hassan Khan, Jana Sterbak und Terry Winters. Gesten sind Bewegungen des Körpers, die der nonverbalen Kommunikation dienen, kleine Akte der Verständigung und des Handelns. Anfang der 1980er Jahre ging der amerikanische Künstler Robert Rauschenberg als einer der ersten westlichen Künstler nach China mit dem Wunsch, ein solches Zeichen zu setzen, eine Geste des Interesses an der fernen und fremden Kultur. Aus den hunderten von Farbfotografien, die er von dieser Reise mitbrachte, wählte er 28 Motive aus und edierte sie unter dem Titel Study for Chinese Summerhall (1983). Die Ausstellung stellt dieser Fotoserie vier Installationen in Glas von renommierten internationalen Künstlerinnen und Künstlern gegenüber. Sie nehmen alltägliche funktionale Dinge wie einen Knoten oder einen Kreis in ihren Werken auf und transformieren diese primären Gesten in ein künstlerisches Objekt. Ihnen kommt so eine besondere Präsenz und Bedeutung zu.
Alexander Tutsek-Stiftung, Karl-Theodor-Str. 27, München
Di-Fr 14-18 Uhr, Feiertags geschl., bis 18. Oktober 2019
www.atutsek-stiftung.de

Contemporary Women & Old Stones
Was geschieht, wenn eine Fotografin mit Kamera und einem Model Münchens Glyptothek besucht? Es kommt zu einem Shooting der besonderen Art. Elisabeth Berkau hatte genau das im Sinn. Bewusst verzichtete sie auf Farbe und fotografierte nur in Schwarzweiß. Bewusst setzte sie Gesicht und Body der jungen, schwarzen „Woman of today“ in Bezug zu den weißen Körpern der zweitausend Jahre alten Marmorfiguren. Ein starker Kontrast – und dennoch kein Gegensatz. Nahe kommen sich Model und Kunstwerk. Von gleicher Art sind ihre Posen, verwandt scheinen Ausdruck und Emotionen. Entstanden sind ausgesprochen sinnliche Fotografien, die fast vergessen lassen, dass zwei Jahrtausende die Protagonisten trennen, und die doch mit eben diesem Reiz spielen. Ebenso leichtfüßig wie kraftvoll, so traumtänzerisch wie tough.
Pasinger Fabrik, Lichthof und Bargalerie, August-Exter-Str. 1, München
tgl. 10-23 Uhr, bis 19. Oktober 2019
www.pasinger-fabrik.de

Esther Hagenmaier “Immanent – Extracts of Modern Architecture”
Die shaped photographies fordern den kognitiven Blick auf Architektur durch Abstraktion und ungewohnte Perspektiven heraus. Eine Rauminstallation der Künstlerin erweitert die Ausstellung und eröffnet den Betrachtern ein dreidimensionales Wahrnehmungsfeld.
Smudajescheck Galerie, Schwindstr. 3, 80798 München
10. bis 20. Oktober auf Verabredung unter 0173-3110309, 24. bis 26. Oktober Do/Fr 11-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr, bis 26. Oktober 2019
www.smudajescheck.com

Stereo – Katharina Gaenssler und Brigitte Schwacke
Die beiden Künstlerinnen sind seit 2017 Mitglieder der Bayerischen Akademie der Schönen Künste München. Sie präsentieren mit der Ausstellung “Stereo” ein Zwiegespräch ihrer Werke, eine Choreographie zweier unterschiedlicher Arbeitsweisen und Methoden der räumlichen Auseinander setzung. Ein Zusammenklang, ein “Schalleindruck”, der schließlich zwingt, auch den Ausstellungsort zur reflektieren. Gezeigt werden Zeichnungen, Webstücke, Buchobjekte und raumgreifende, auf den Ort bezogene Installationen.
Bayerische Akademie der Schönen Künste, Max-Joseph-Platz 3, München
Mo-Fr 11-16 Uhr, bis 25. Oktober 2019
www.badsk.de

Marius Glauer “joie de vivre”
Fotografie / Rauminstallation. Powered by Christian Ganzenberg.
Diese Ausstellung ist ein Gefühl. Ein Moment, in dem das Dopamin zu tanzen beginnt, wir der Euphorie verfallen. In diesem Zustand unmittelbarer Gegenwart liegt alles so nah beieinander, dass es kaum auszuhalten, geschweige denn auseinanderzuhalten ist. Versuchen wir uns an Momente der Lebensfreude zu erinnern, gelingt das nur bedingt, denn Erinnerungen treffen nie den Punkt. Auf der Suche diese Empfindung zu fassen, hat sich Marius Glauer seinem Archiv gewidmet und seine Tentakel nach foto-biografischem Quellenmaterial ausgefahren.
Glauer Joie de Vivre bringt neben der Installation von Marius Glauer zudem eine neue dreiteilige Lesung von Jan Erbelding zur Aufführung. Erbeldings künstlerische Praxis ist textbasiert und vermittelt sich vor allem durch seine Performances/Lesungen. Hier ist Text nicht nur Schriftbild und Inhalt, sondern im Prozess des Vortragens, das grundsätzlich vom Künstler selbst übernommen wird, eröffnen sich weitere Wahrnehmungsebenen.
fructa space, Leonrodstr. 89, München
Do-Sa, 14-18 Uhr, bis 26. Oktober 2019. Weitere Termine auf Anfrage (contact@fructa.org)
Letzte Lesung von Jan Erbelding am 26. Oktober, 19 Uhr
www.fructa.org, mariusglauer.com

Katrin Loy / Gunnar Becker
Katrin Loy – Neue Fotoarbeiten
Gunnar Becker – Immerschön. Ölbilder auf Leinwand
Autoren Galerie 1, Pündterplatz 6/IV, München
Mi-Fr 13-18:30 Uhr, Sa 10-14 Uhr, 9. bis 30. Oktober 2019
autorengalerie1-muenchen.de

Lisa Fuhr “We are cypriots – Wir sind Zyprer”
28 Zyprioten erzählen ihre Geschichte. Berichte und Fotografien von einer geteilten Insel.
84 GHz, Georgenstr. 84, München
Mo-Fr 14-17 Uhr, 12. bis 31. Oktober 2019
Eröffnung 11. Oktober 2019, 19 Uhr (Buchvorstellung, Lisa Fuhr und Anastasia Charalambous-Becker im Gespräch.)
www.we-are-cypriots.de, jourfix.84ghz.de

Faszination Bernstein
Momentaufnahmen aus einer vergangenen Zeit. Im Mittelpunkt der Fotoausstellung stehen Fossileinschlüsse von Tieren und Pflanzen in Baltischem Bernstein aus der Sammlung von Adolf Freiherr Bachofen von Echt (1864-1947). Die grossformatigen Fotos wurden mit modernster digitaler Mikroskoptechnik aufgenommen.
Paläntologisches Museum, Richard-Wagner-Str. 10, München
Mo-Do 8-16 Uhr, Fr 8-14 Uhr, jeden 1. So/Monat 10-16 Uhr, bis 31. Oktober 2019
bspg.palmuc.org

Martin Sinzinger “Die Schönheit der Bewegung – Rhythmische Empfindungsformen
Die Aus­stel­lung gewährt einen künst­le­ri­schen Blick auf unter­schied­lichste Yoga­übun­gen. Die āsana als „rhyth­mi­sche Emp­fin­dungs­form“ ist dabei das Ergeb­nis eines schöp­fe­ri­schen Pro­zes­ses, aus­ge­führt von Heinz Grill und foto­gra­fiert von Mar­tin Sin­zin­ger. Die āsana wird zur ästhe­ti­schen Form, zur Skulp­tur, zur geschaf­fe­nen Emp­fin­dung, an der der Mensch krea­tiv tätig ist.
Ingo Seufert, Galerie für Fotografie der Gegenwart, Schleißheimer Stt. 44, München
Di-Fr 14-19 Uhr, Sa 11-15 Uhr, bis 1. November 2019
www.ingoseufert.com

Robert Voit – Neue Arbeiten
Seit 1997 reist Robert Voit mit seiner Kamera nahezu jährlich für mehrere Wochen nach Japan. In dessen kulturellem Nebeneinander von Ästhetik, Konsum und Technik findet der Münchner Fotograf, der sein Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie als Meisterschüler von Thomas Ruff abschloss, die Motive für seine großformatigen Fotografien. In seinen neuesten bildgewaltigen und detailreichen Arbeiten ist er der Magie des Fujiyama auf der Spur. Nach langen Jahren der Dokumentation im zerstörten Fukushima setzt er mit dieser Werkgruppe ein positives Gegengewicht.
Walter Storms Galerie, Schellingstr. 48, München
Di–Fr 11–18 Uhr, Sa 11–16 Uhr, bis 2. November 2019
www.storms-galerie.de

SPEKTRUM – 12 fotografische Positionen
Mit Arbeiten von Lena Engel, Lena Giovanazzi, Stefano Giuriati, Verena Hägler, Florian Heine, Carolin Hirschfeld, Stefanie Häll, Simon Kalienke, Maren Katerbau, Franziska Martin, Tin von den Oudenhoven, Jessica Siegel.
DIA, Georgenstr. 72, München
16. Oktober bis 2. November 2019
Vernissage 15. Oktober, 2019, 19 Uhr
dia-muc.de

Die Welt als Ganzes
Die Auswahl aus der Sammlung der Pinakothek der Moderne lädt zu einer Wiederbegegnung mit dem Werk der wichtigsten Protagonisten der Düsseldorfer Fotografie ein, zu denen auch Candida Höfer und Axel Hütte zählen. Das Themenspektrum der zwischen 1988 und 2001 entstandenen Arbeiten reicht dabei vom Porträt über Landschafts- und Naturdarstellungen bis zu Interieurs öffentlicher Gebäude. Bei allen thematischen und stilistischen Unterschieden ist den ausgestellten Künstlern gemeinsam, dass sie sich auf einen dokumentarischen, lange nicht als künstlerisch geltenden Ansatz berufen und die Alltagswelt zum Gegenstand ihrer fotografischen Analysen erheben. Durch den Einsatz der Farbe, ihre gegenwartsbezogenen Themen, aber vor allem die Tafelbild großen Abzüge gingen die heute in Düsseldorf, Köln und Berlin lebenden Künstler aber den entscheidenden Schritt weiter, der letztlich zur flächendeckenden Anerkennung der Fotografie als künstlerisch eigenständiger Ausdrucksform innerhalb der zeitgenössischer Kunst führte.
Fotografien von Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff und Thomas Struth.
Pinakothek der Moderne, Saal 28, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 3. November 2019
www.pinakothek.de

“Bananenkisten-Aktion” – image boxes
Ausstellung von 6 Bananenkisten, die mit Fotografie “ausgekleidet wurden” im Schaufenster vom “Fotowerk” von Michael Jochum als Arbeit seiner “Meisterklasse”. Mit Arbeiten von Susanne Görtz, Christoph Mayerl, Hermann Offner, Reinhard Pieper, Christine Steffinger und Guoling Wen.
Fotowerk, Michael Jochum, Fritz-Winter-Str. 10, München
jederzeit einsehbar, bis ca. 9./10. November 2019, Finissage geplant.

“I will be with you, whatever“ 25 Jahre BISS – die schönsten Bilder
Das 25-jährige Jubiläum beging die Münchner Straßenzeitung BISS mit der Errichtung eines Kunstwerks auf dem Wittelsbacherplatz im Herzen von München. Die grandiose Skulptur „I will be with you, whatever“ des britischen Künstlerkollektivs Studio Morison war vom 30. Juni bis 13. Oktober 2018 der Mittelpunkt von 80 Veranstaltungen, bei denen die Menschen der Stadt zusammengekommen sind und miteinander gesungen, getanzt, diskutiert und gelacht haben. Mit diesem spektakulären Jubiläumsprojekt ist es BISS gelungen, sehr viele Menschen über die Ursachen von Armut und Obdachlosigkeit aufzuklären und sie zu ermutigen, sich für ein solidarisches und friedliches Miteinander in der Gesellschaft einzusetzen.
Die Ausstellung mit 49 Fotografien von Münchner Fotografen und Einsendungen aus dem Publikum zeigt einen Rückblick auf die menschlichen Seiten des Jubiläums und beleuchtet die vielfältigen Aktionen aus den verschiedenen Blickwinkeln.
H-TEAM e.V., Plinganserstraße 19, München
Mo-Fr nach telef. Vereinbarung unter 089-7473620, bis 15. November 2019
www.h-team-ev.de

Max Heimann “Merging Munich”
Als „Zugroaster“ kommt Max Heimann im Jahre 2016 nach München. Die Fülle an Impressionen der neuen Stadt ist überwältigend, sie scheinen sich zu überlagern. Heimann fängt an mehrere solcher Eindrücke mit Hilfe von Mehrfachbelichtungen auf demselben Stück analogen Fotofilm festzuhalten. Wie in einem Traum – wo sich das Alltägliche mit Wünschen, Gefühlen und sich selbst vermischt – kombiniert er spielend Unterbewusstsein im Wachsein. Es entstehen neue, fantastische Szenerien. Fremd und doch vertraut scheinen die Bilder – Für Zugereiste, wie für echte Münchner.
SPD-Bürgerbüro, Belgradstr.15a, München
17. Oktober bis 15. November 2019
Vernissage Do, 17. Oktober 2019, 19:30 Uhr
www.maxheimann.de

Framing – Medien Macht Bilder
Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Frage, wie medial vermittelte Bilder unsere Wahrnehmung von Gesellschaft, Geschichte und Politik beeinflussen.
Die Werke der Ausstellung setzen sich mit den Entstehungs- und Auswahlprozessen von Bildern der täglichen Berichterstattung auseinander und untersuchen die Homogenität der entsprechenden medialen Bildwelten sowie deren Wiederholung bestimmter Bildformeln. Sie fragen danach, was Bilder zusätzlich zum Vordergründigen erzählen, wie sehr diesen Bildern zu trauen ist und wie sich das Verhältnis von Bild und Wirklichkeit durch technische Mittel verändert. Aber auch die Verbreitung von Bildern in den sozialen Netzwerken sowie deren Rolle bei der Etablierung alternativer Perspektiven werden in den Blick genommen.
Mit Arbeiten von Harun Farocki, Forensic Oceanography / Forensic Architecture, Monika Huber, Andreas Langfeld, Rabih Mroué, Peter Piller, D. H. Saur 
Kallmann-Museum Ismaning, Schloßstr. 3b, Ismaning
Di-Sa 14:30-17 Uhr, So 13-17 Uhr, bis 17. November 2019
kallmann-museum.de

RE-VISIONS
Über vier Jahrzehnte haben Ann und Jürgen Wilde eine einzigartige Sammlung moderner und zeitgenössischer Fotografie zusammengetragen, die seit 2010 als Stiftung Ann und Jürgen Wilde den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angegliedert ist. Einen Schwerpunkt der Sammlung bildet das Werk von Fotografinnen wie Aenne Biermann, Florence Henri und Germaine Krull. Die Galerie Wilde (1972-1985), bei Gründung die einzige auf Fotografie spezialisierte Galerie in Deutschland, hatte mit Jan Groover, Marcia Resnick, Gwenn Thomas und Deborah Turbeville auch zeitgenössische Fotografinnen im Programm. Bis heute ist es ein besonderes Anliegen von Ann Wilde, die Arbeit von Künstlerinnen und Fotografinnen zu fördern und zu erwerben. Aus Anlass ihres Geburtstages öffnet die Stifterin erstmals ihre private Sammlung. Die Präsentation „Re-visions“ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er-Jahre bis in die jüngste Gegenwart mit Werken u.a. auch von Johanna Diehl, Rineke Dijkstra, Marie Jo Lafontaine, Barbara Probst, Alexandra Ranner, Judith Joy Ross, Martina Sauter, Eva-Maria Schön, Kathrin Sonntag und Heidi Specker.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 17. November 2019
www.pinakothek.de

Ein Vorbild für Europa: Die Maxburg in München
Der moderne Wiederaufbau (1954–1957) der im Zweiten Welt­krieg zerstörten alten Herzog-­Max­-Burg polarisierte wie kein anderes Bauvorhaben in der Nachkriegszeit die Münchner Bürger. In zahlreichen kritischen Presseartikeln wurde die Architektur von Sep Ruf und Theo Pabst als „hart“, „amerikanisch“ und „unmünchnerisch“ bezeichnet. Demgegenüber lobten Vertreter der Münchner Architektenschaft sowie die deutsche und englische Fachpresse den Neubau. 1971 würdigte der Archi­tekturhistoriker Nikolaus Pevsner die Maxburg als „ein Vorbild für Europa, wie Altes und Neues ohne Kompromiß und doch harmonisch zusammenleben können“.
In der gegenwärtigen Diskussion um die Rekonstruktion ganzer Altstädte gewinnt die Maxburg als modern gestalteter städtischer Raum mit historischen Bezügen wieder besondere Bedeutung. Die Anlage, die deutschlandweit ihresgleichen sucht, ist für die Bürger geöffnet, Innen und Außen fließen ineinander und der Turm der alten Maxburg korrespondiert als maßstabsetzendes Element mit dem Neubau.
Die Ausstellung erzählt anhand von Fotos, Texten und Filmausschnitten die Geschichte der Maxburg. Eine Ausstellung des Amtsgerichts München in Kooperation mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Sep Ruf Gesellschaft e.V.
Schnitzer& Studio, Lindwurmstraße 95a (2. Innenhof), München
Mo-Do 9-17 Uhr, Fr 9-15 Uhr, bis 22. November 2019
www.schnitzerund.de

Stefan Hunstein “Fotografie ist die Botschaft”
Werkschau des Münchner Schauspielers und Künstlers.
Rathausgalerie, Kunsthalle, Marienplatz 8, München
Di-So 11-19, 17. Oktober bis 30. November 2019
Eröffnung 18. Oktober 2019
www.muenchen.de

salon de photographie VIII
Werkschau des Projekts Fotografie der MVHS, Leitung Michael Jochum
Einstein 28, Vortragssaal 2, Einsteinstr. 28, München
Sonntag, 17. November 2019, 11-17 Uhr
www.salon-de-photographie.de

Fotodoks – Festival für aktuelle Dokumentarfotografie – Vis-à-vis
Die Ausstellung Vis-à-vis ist der Auftakt für intensive Festivaltage mit Künstlergesprächen, Vorträgen und Screenings.  Gemeinsam mit unserem Partnerland Frankreich richten wir den Blick auf Arbeiten, die ökonomische, soziale wie gesellschaftspolitische Machtverhältnisse beleuchten und vermeintliche „Wahrheiten“ in Frage stellen.
Die Arbeiten der 15 eingeladenen Fotograf*innen aus Frankreich und der D-A-CH Region, erforschen Machenschaften von Großkonzernen, verfolgen Spuren, die postkoloniale, imperialistische und kapitalistische Strukturen zeichnen – sie erzählen von Politik und Tradition, von gesellschaftlichen Werten und Geschlechterzuordnungen. Die Arbeiten irritieren unsere Sehgewohnheiten und hinterfragen, ob und wie man die Dinge nicht auch ganz anders wahrnehmen und verstehen könnte.
Fotodoks Festival Center, Lothringer13 Halle & Rroom, Lothringer Str. 13, München
Di-So 11–20 Uhr, Ausstellung 17. Oktober bis 24. November 2019.
Eröffnung 16. Oktober 2019, 18 Uhr
Festival & Rahmenprogramm 16.–20. Oktober 2019
www.fotodoks.de

Peter Untermaierhofer: Lost Places – Chernobyl
Die Reaktorkatastrophe, die sich am 26. April 1986 im Kernkraftwerk Tschernobyl – unweit der ukrainischen Stadt Prypjat – ereignete, zählt zu den schwerwiegendsten zivilen Nuklearkatastrophen, die sich bis dato eingetreten sind. Seitdem wurde das Gebiet um das ehemalige Kernkraftwerk größtenteils dem Verfall preisgegeben und es zählt inzwischen zu einem der bekanntesten „Lost Places“ in Europa. Peter Untermaierhofer widmet sich in seinem künstlerischen Schaffen ebensolchen verlassenen Orten und zeigt in seiner aktuellen Ausstellung Fotografien, die im Jahr 2017 in der Sperrzone von Tschernobyl entstanden sind. (www.untermaierhofer.de)
bosco, Bürger- und Kulturhaus Gauting, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
Di, Do Fr 9-12 Uhr, 15-18 Uhr, Mi 9-12 Uhr, Sa 10-12 Uhr, bis 15. Dezember 2019
bosco-gauting.de

FORUM 050: Der Greif – Public / Private
„Der Greif” ist eine vielfach ausgezeichnete Organisation für zeitgenössische Fotografie. Seit der Gründung 2008 beschäftigt sich das Kollektiv mit aktuellen Themen, die fotografische Bildproduktion, -distribution und -rezeption betreffen. Alle Projekte verbinden physische und virtuelle Räume. Im Zusammenhang mit der Ausgabe 12 ihres Magazins, gastkuratiert vom britisch-südafrikanischen Künstlerduo Broomberg & Chanarin, zeigt „Der Greif” in einer interaktiven Installation eine speziell kuratierte Auswahl an Fotografien. Adam Broomberg & Oliver Chanarin erhalten über eine offene Ausschreibung hierfür fotografische Bilder, die zu privat, zu still, zu gewalttätig, zu politisch, zu subversiv oder zu explizit sind, um sie online zu teilen. Bilder, die niemals auf Facebook, Instagram oder anderen sozialen Netzwerken gezeigt würden. Die Präsentation der Arbeiten fordert die Besucher_innen auf, sich den Bildern zu nähern, sie zu berühren, mit ihnen umzugehen und bricht dadurch mit klassischen Präsentationsformaten von Fotografie. Gleichzeitig hinterfragt sie unsere fotografische Bildrezeption auf Smartphone-Bildschirmen.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, bis 6. Januar 2020
www.muenchner-stadtmuseum.de

Ist das Mode oder kann das weg !? 40 Jahre VOGUE Deutschland
Die Ausstellung im Museum VILLA STUCK anlässlich des 40-jährigen Bestehens der deutschen Ausgabe von VOGUE ist eine Zeitreise in das Gestern, Heute, vor allem aber das Morgen des Mode-Journalismus, der längst nicht mehr auf das gedruckte Magazin beschränkt ist, sondern Mode auf vielen Plattformen – digital, audio-visuell oder in Form von Events erlebbar macht.
Museum Villa Stuck, Prinzregentenstr. 60, München
Di-So 11-18 Uhr, 10. Oktober 2019 bis 12. Januar 2020
www.villastuck.de

Balkrishna Doshi – Architecture for the People
Balkrishna V. Doshi (*1927 in Pune, Indien) ist Architekt, Städteplaner und Lehrer. Er zählt zu den einflussreichsten Pionieren moderner Architektur in Indien. Doshis Lebenswerk wurde 2018 mit dem Pritzker-Preis geehrt, der weltweit renommiertesten Auszeichnung für Architektur. Seit den 1950er-Jahren hat Doshi mehr als 100 Gebäude realisiert, darunter Verwaltungs- und Kultureinrichtungen, Siedlungen und Wohnhäuser. International bekannt wurde er durch seine visionären Stadtplanungen und sozialen Wohnprojekte sowie durch sein großes Engagement im Bildungsbereich.
Sein Verständnis von Architektur ist stark von Le Corbusier und Louis Kahn geprägt, mit denen er als junger Architekt zusammenarbeitete. Ausgehend von deren moderner Formensprache hat er jedoch ein ganz eigenes ästhetisches Vokabular entwickelt, das mit lokalen Bedürfnissen und indischen Traditionen in Einklang steht. Doshis Gesamtwerk wird in diesem Jahr erstmals in einer Retrospektive in Europa gezeigt. Anhand zahlreicher Architekturmodelle, Pläne, Malereien, Fotografien, Filme und Nachbauten seiner Architekturen in Originalgröße wird sein Schaffen in den Bereichen Architektur, Städtebau, Design und Kunst umfassend präsentiert.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, 17. Oktober 2019 bis 19. Januar 2020
www.pinakothek.de

O. Winston Link. Retrospektive.
Retrospektive der fantastischen Nachtaufnahmen und early colors des amerikanischen Fotografen O. Winston Link. Amerikas letzte Dampfzüge in Aktion in den 1950er Jahren. Mit 150 Werken ein weiteres Highlight für alle Fans der Fotografie!
Kunstfoyer, Maximilianstraße 53, München
tgl. 9-19 Uhr, 16. Oktober 2019 bis 26. Januar 2020
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

Tutto. Perspektiven italienischer Kunst
Die Kooperationsausstellung zwischen dem Museum in Bozen und der Sammlung Goetz präsentiert mehr als 120 Werke in einem Dialog. Ausgehend vom künstlerischen Aufbruch in der Nachkriegszeit vermitteln sie einen Einblick in wesentliche Strömungen der italienischen Kunst zwischen den 1950er und 1980er Jahren.
Tutto, der Titel der Ausstellung, wurde der gleichnamigen Arbeit des Künstlers Alighiero Boetti von 1988 entlehnt. Dabei handelt es sich um ein ikonisches Werk aus der letzten Serie seiner Stickarbeiten, in der er die Prinzipien seiner künstlerischen Praxis vereint.
Zentraler Bezugspunkt vieler Künstler ist die Überwindung der zweidimensionalen Leinwand, wie sie Lucio Fontana in seinem Concetto Spaziale1954 exemplarisch vorführt. Die Ausstellung gibt anhand von Malerei und Fotografie einen Einblick in verschiedene künstlerische Ansätze, die den Wunsch der Erweiterung des traditionellen Tafelbildes und der Öffnung zu anderen künstlerischen Gattungen verbindet.
Ergänzt wird die Ausstellung von einer umfangreichen Auswahl dokumentarischer Materialien aus den Archiven der beteiligten Künstlerinnen und Künstler. Die Vielzahl unterschiedlicher Elemente, wie Fotografien, Plakate, Einladungen, Arbeitsnotizen und Objekte, lässt so ein facettenreiches Gesamtbild entstehen.
Sammlung Goetz, Oberföhringer Str. 103, München
Do-Fr 14-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr, bis 29. Februar 2020 (Besuch derzeit nur nach Anmeldung unter www.sammlung-goetz.de wegen Zugangsbeschränkung aufgrund baurechtlicher Rahmenbedingungen)
www.sammlung-goetz.de

Callie Shell “Hope, never fear”
Michelle und Barack Obama zwischen Öffentlichkeit und Privatleben. Fotografie von Callie Shell. Die preisgekrönte Fotografin Callie Shell hat Barack Obama bereits fotografiert als er noch nicht Senator war. Sie hat ihn und seine Familie in Wahlkampfbussen durch ganz Amerika und bis ins Weiße Haus nach Washington begleitet und wurde eine enge Vertraute der ganzen Familie. Callie Shells Fotografien, die zu Ikonen geworden sind, gewähren Einblicke in das Leben eines außergewöhnlichen Paares. In dieser Ausstellung sind Shells Bilder zum ersten Mal in Deutschland zu sehen.
Callie Shell wurde 1961 in Georgia geboren und hat Politikwissenschaft studiert. Sie fotografiert für das Time Magazine.
Amerikahaus, Barer Str. 19a, München
Mo-Fr 10-17 Uhr, Mi 10-20 Uhr, So 10-16 hr, 13. Oktober 2019 bis 1. März 2020
Eröffnung Fr, 11. Oktober, 19 Uhr
www.amerikahaus.de

Vorbilder / Nachbilder
Die Ausstellung präsentiert erstmals eine Auswahl von circa 230 Originalfotografien aus dem Archiv der Universität der Künste Berlin, den ehemaligen Bildvorlagen- und Modellsammlungen, die innerhalb Deutschlands einzigartig sind. Diese dienten an Vorgängereinrichtungen, der Kunstakademie und der führenden Kunstgewerbeschule Berlins, die dem Kunstgewerbe-Museum angeschlossen war, als Muster und Lehrmittel. Die Bestände umfassen 25.000 Fotografien, die von namhaften Fotografen stammen: die Fratelli Alinari, Ottomar Anschütz, Ludwig Belitski (Sammlung Minutoli), Karl Blossfeldt, Georg Maria Eckert, Constant Famin, Wilhelm von Gloeden, Jakob August Lorent, Guglielmo Marconi, Albrecht Meydenbauer, James Robertson, Henry Peach Robinson und Giorgio Sommer, um nur einige Namen zu nennen. Daneben haben sich gegenständliche Lehrmittel zum Pflanzenstudium, nämlich Bronze-Plastiken und Herbarien, erhalten, die unter der Ägide Moritz Meurers angefertigt wurden. Zeichnungen und andere künstlerische Studien ergänzen die Lehrmittel. Diese Bestände wurden in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt aufgearbeitet und erschlossen.
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Archiv der UdK Berlin und wird anschließend im Museum für Fotografie in Berlin gezeigt.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, 7. Februar bis 14. Juni 2020
www.muenchner-stadtmuseum.de

Jubiläumsausstellung 30 Jahre Projekt Fotografie – Michael Jochum
Anläßlich des 30-jährigen Bestehens des Projekt Fotografie an der MVHS findet in der Aspekte Galerie im Gasteig eine Ausstellung von Arbeiten vom Projekt Fotografie, Michael Jochum und seinen Kursteilnehmern statt.
Aspekte Galerie im Gasteig, Foyer 2. Stock, Rosenheimer Str. 5, München
tgl. 10-22 Uhr, 18. März bis Juni 2020
Ausstellungseröffnung Di 17. März 2020
salon de photographie Sa 4. April 2020
Führungen Di 31. März, Mi 13. Mai 2020
Vortrag Michael Jochum Do, 28. Mai 2010
profot.tumblr.com

FORUM 051: Jonathan Danko Kielkowski – unbounded
“Schönheit verleitet die Menschen zum Hinschauen“, sagte der US-Amerikanische Fotokünstler und Dokumentarfotograf Richard Misrach. Auch der Fotograf Jonathan Danko Kielkowski (geb. 1988) transformiert seine Bilddokumente zu Kunstwerken. Seine Sujets sind vergessene und verlassene Orte menschlicher Geschichte. Ohne journalistische Anklage dokumentieren die Bilder Spuren menschlichen Eingriffs in die Natur und deren Ausbeutung. Beispielhaft dafür stehen seine Fotografien von dem 2012 vor der ligurischen Küste havarierten Kreuzfahrtschiff Costa Concordia. Dem Nürnberger Fotografen gelang es schwimmend das Wrack kurz vor dessen Ende zu fotografieren. Die aktuelle Arbeit und Buchpublikation von Kielkowski beschäftigt sich mit Pyramiden, einer ehemaligen sowjetischen Bergbaustadt auf Spitzbergen. Bizarr-morbide Landschaftsaufnahmen zeigen zeitgeschichtliche Dokumente gescheiterter technologischer Zukunftsvisionen.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, 17. Juli bis 27. September 2020
www.muenchner-stadtmuseum.de