Fotoausstellungen in München

[Stand 19. Oktober 2026] Die folgenden Fotoausstellungen in München (und Umgebung) kann man derzeit oder bald anschauen. Die Ausstellungen sind nach Enddatum sortiert. Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte immer nochmal auf der Website nachschauen, Ausstellungen können sich verschieben, verlängert werden oder ausfallen. Fragen und ggf. Terminhinweise bitte per Mail schicken an sg@goertz-fotografie.de.


Kit Young „Zwischen Stadt und Stille“
Kit Youngs Werk bewegt sich zwischen dem flüchtigen Rhythmus der Straße und der stillen Weite der Landschaft. Seine Aufnahmen aus Metropolen wie Paris, New York und Venedig verdichten beiläufige Momente des Stadtlebens zu Bildern von großer atmosphärischer Kraft. Ihnen gegenüber stehen reduzierte Landschaftsaufnahmen aus Schottland und Wales, in denen Licht, Raum und feine Tonabstufungen eine beinahe meditative Wirkung entfalten.
Leica Galerie München, Maffeistr. 4, München
Mo-Fr 10-19 Uhr, Sa 10-18 Uhr, bis 24. Oktober 2026
leica-camera.com

Maria Maier – Bis Jetzt
Arbeiten 1988 – 2023
Galerie Anais, Sedanstr. 22, München
Di-Fr 10-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr, bis 24. Oktober 2026
www.anais-galerie.de

human/nature
Ausstellung mit gut 50 Künstler*innen aus 15 Ländern beteiligt – mit Fotografie, Malerei, Skulptur, Textilkunst, Installation und MixedMedia.
Galerie Graf Rumford, Rumfordstr. 32, München
Geöffnet ab 18 Uhr bis ca. 21/22 Uhr, 21. bis 25. Oktober 2026
(Eröffnung Do 22. Oktober 2026, 18 Uhr)
www.instagram.com/lumazen, goertz-fotografie.de

NEW WUNDERKAMMER
NEW WUNDERKAMMER greift die Idee der historischen Wunderkammer auf und übersetzt sie in eine überraschende zeitgenössische Inszenierung. Weiße Wände und ein durchgehend weißer Teppich lassen Farben, Formen und Größenverhältnisse besonders intensiv erscheinen. Alles ist sichtbar – und bleibt dennoch rätselhaft. Im Mittelpunkt stehen vier künstlerische Positionen: der monumentale Wal der Wiener Künstlerin Mela Diamant, die erstmals in leuchtenden Farben gezeigten Metallarbeiten von Thomas Räpke, neue und bislang unveröffentlichte Malerei von Petra Schott sowie die fotografischen Lichtarbeiten von Miriam Steinberg.
konsum 163, Schellingstr. 52, München
Mi-Fr 14-18 Uhr, Sa/So 12-16 Uhr, bis 30. Oktober 2026
konsum163.art

Super Books 7
Bereits zum siebten Mal wird Super BOOKS veranstaltet, die unabhängige Messe der Künst­ler*innenbuch-Szene. An den beiden Tagen treffen sich über 70 nationale und in­ter­nationale Künstler*innen, Gestalter*innen, Verleger*innen sowie Vertreter*innen von Institutionen und Kunsthochschulen, um ihre neuesten Produktionen zu präsentieren. Super BOOKS stellt Publikationen vor, die über die Grenzen des Mediums Buch hinausdenken und diese hinterfragen und deren Themen, Formate und Techniken sich stetig weiterentwickeln. Eintritt frei.
Haus der Kunst, Terrassensaal, Prinzregentenstr. 1, München
Fr 30. Oktober, 16-22 Uhr und Sa 31. Oktober 2026, 12-20 Uhr
https://www.hausderkunst.de/eintauchen/super-books-7

Martin Roemers „Homo Mobilis“
Was sagt ein Fahrzeug über die Person aus, die es fährt? Der niederländische Fotograf Martin Roemers hat Menschen mit ihren Fahrzeugen rund um den Globus porträtiert.
Deutsches Museum Verkehrszentrum, Halle 3, Am Bavariapark 5, München
tgl. 9-17 Uhr, bis 31. Oktober 2026
www.deutsches-museum.de

POOL POSITIONS – Kunst im Alten Schwimmbad
Der Kunstkreis Gräfelfing e.V. nimmt die Schließung des Alten Lochhamer Schwimmbads zum Anlass, diesen Ort im Herbst zum Kunstraum umzuwandeln. Im Mittelpunkt steht dabei das Schwimmbad als sozialer Ort, den es neu zu entdecken gilt. Hier treffen Menschen zusammen, die unbeschwert und reduziert auf ihre Körper in Badebekleidung das Element Wasser genießen wollen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Alter. Jener Moment der demokratischen Annäherung kann ein spontanes, wertschätzendes Miteinander befördern. Die Arbeiten der 30 Künstlerinnen und Künstler greifen diese Gedanken auf – mit einer besonderen Installation im Wasser, einer interaktiv entstandenen fotografische Serie, Videos in Nischen und Nebenräumen, Fotografie, Malerei, Druckgrafik, Skulptur und Objekten. So werden Wände, Duschräume, Spinde, Umkleidekabinen, Treppen und Flure des Ortes für die Besuchenden als neue Erlebnisräume erfahrbar.
Altes Schwimmbad in der Volksschule Lochham, Adalbert Stifter Platz 1, 82166 Gräfelfing
Do-So 15-18 Uhr, bis 1. November 2026
www.kunstkreis-graefelfing.de

Bergson X Hubertus Hamm – Part 1: Roots | Photography und View
In Kooperation mit dem Bergson zeigt der Fotograf und Medienkünstler Hubertus Hamm Arbeiten aus unterschiedlichen Phasen seines künstlerischen Schaffens. Im Außenraum ist mit VI|EW eine minimalistisch anmutende Installation zu sehen, die Wahrnehmung, Perspektive und den eigenen Standpunkt der Betrachtenden ins Zentrum rückt.
Auf Ebene 3 gibt „Part 1: Roots | photography“ Einblick in die fotografischen Wurzeln seiner heutigen künstlerischen Praxis. Die dort präsentierten Arbeiten entstanden seit den frühen 1990er Jahren und zeigen Hamms zunehmende Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen der Fotografie. Durch Schichtungen sowie das Reißen, Falten und Verformen des Bildträgers löst er die Fotografie aus ihrer klassischen Zweidimensionalität und überführt sie in den Raum. Dabei kommen auch Materialien wie Metall, Glas oder Keramik zum Einsatz.
Bereits in diesen Arbeiten zeigt sich ein Gedanke, der auch VI|EW prägt: Das Bild ist kein unveränderliches Gegenüber, sondern entsteht im Zusammenspiel von Werk, Raum und Betrachtenden immer wieder neu.
Bergson Gallery, Kunstkraftwerk 2, München
Do/Fr 14-19 Uhr, Sa/So 11-19 Uhr, bis 1. November 2026
privateviews.artlogic.net

Ragnar Axelsson Greenland
Seit über vierzig Jahren bereist Ragnar Axelsson die gefrorene Wildnis Grönlands und dokumentiert das Leben der Inuit – von Jägern und Familien, die am Rande der bewohnten Welt leben. Freundschaft und Vertrauen sind der Schlüssel, um ihr Leben zu dokumentieren. Was dabei entsteht, ist ein intimes Portrait einer Welt, die nur wenige Außenstehende jemals von innen gesehen haben. Mit Schwarz-Weiß-Bildern destilliert Ragnar die Arktis auf ihre rohe Essenz: Eis, Wind, Dunkelheit, Tiere, Berge und Portraits. Seine Fotografien vermitteln sowohl Schönheit als auch Bedrohung. Sie erzählen von Widerstandsfähigkeit, Verlust, Würde und einer Lebensweise unter dem Druck einer Außenwelt, die ihnen immer wieder zu diktieren versucht, wie sie zu leben haben.
Kunstfoyer, Thierschplatz 6, München
tgl. 10-18 Uhr, Fr 10-20 Uhr, bis 1. November 2026
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

Alice Breit „WiesnTanz“
Galerie S, SVN, Staudingerstr. 20, München
bis 3. November 2026
fotografikerin.de/ausstellungen

2026 – gute aussichten
Diesen Herbst stellen die acht aktuellen Preisträger:innen ihre ausgezeichneten Werke, die das Thema: „Das Schweigen berühren“ verbindet, in der Kunsthalle Pfaffenhofen aus. Aus 108 eingereichten Arbeiten hat eine hochkarätig besetzte Jury, darunter der renommierte Künstler und Fotograf Thomas Struth, die Werke folgender Künstler ausgewählt: Brenda Alamilla, Daniela Duckwitz, Lynn Gerstmair, Bob Jones, Sophie Nawova Meyer, Steffen Niers, Anissa Tavara, Gernd Waliszewski.
Mit ihren vielschichtigen künstlerischen Arbeiten erforschen die jungen Nachwuchskünstler ihre Gegenwart, brechen und berühren das Schweigen, indem sie selbst bei Gewalt, Krieg und Menschen, die Schlimmstes erfahren haben, noch Bilder finden, die Hoffnung in sich tragen.
Kunsthalle Pfaffenhofen, Ambergerweg 2, 85276 Pfaffenhofen
Fr-So, Feiertagen, 15-18 Uhr, bis 8. November 2026
www.kunstverein-pfaffenhofen.de

Archiv der Lichtung – Verena von Gagern-Steidle
Um Bilder aus 35 Jahren in einer Ausstellung sinnvoll zusammenzubringen, ließ ich mich von der Ordnung des Ar­chivs genauso wie von der Bedeutung der Lichtung leiten. Entsprechend den anfangs als Zeitenwende empfundenen Wandlungen von einer analogen zu einer digitalen Weltwahrnehmung teilen sich auch die Orte der Aufbewahrung in zwei Lager: in die Ordner der Negative in ihren feinen Papierhüllen und Kontaktbögen und die internen und externen elektronischen Festplatten. Innerhalb beider Lager wan­dern die Ordnungen durch die Chrono­logien der Jahre und Jahreszeiten, an­fangs nur durch das eine analoge, dann in Phasen sich abwechselnd, schließlich gleichzeitig und gleichwertig analog/digital je nach der Bildvorstellung, die eine Beobachtungsreihe inspirierte. So sichteten sich das Negativ auf dem Licht­tisch und die Datei auf dem Bild­­schirm entsprechend den vielen äußeren Bildmerkmalen, die dann in der Kompo­sition der Ausstellung die Gesamt­heit der erlebten Lichtung ausmachten – so kam das Archiv zur Lichtung und die Lichtung zum Archiv.
Haus der Fotografie Burghausen, Dr. Robert-Gerlich-Museum, Burg 1, 84489 Burghausen
Mo-So/Feiertage 10-18 Uhr, bis 8. November 2026
kunst.burghausen.de

The Female Show
Die Ausstellung widmet sich der Vielfalt weiblicher Perspektiven in der zeitgenössischen Kunst und bietet Raum für einen inspirierenden Austausch.
Projektraum Munich Art, Amalienstr. 14, München
Do/Fr 15-18 Uhr, Sa 12-15 Uhr, 22. Oktober bis 14. November 2026
www.munichartgallery.de

Christian Leitna: Liquid Memories
Der Werkzyklus LIQUID MEMORIES beschäftigt sich mit Erinnerung als einem offenen und wandelbaren Prozess. Ausgangspunkt der Serie sind persönliche Fotografien, die Träger von Erfahrung, Wahrnehmung und emotionaler Projektion werden. Die Arbeit thematisiert die Fragilität von Erinnerungen und die Art, wie sich Bilder im Lauf der Zeit verändern. Erinnerungen erscheinen dabei nicht als feste Zustände, sondern als etwas Bewegliches — geprägt von Überlagerungen, Verschiebungen und subjektiver Wahrnehmung. Vergangenes bleibt nie unverändert bestehen, sondern wird kontinuierlich neu gelesen und interpretiert. LIQUID MEMORIES versteht Erinnerung als etwas Fluides: zwischen Sichtbarkeit und Auflösung, Nähe und Distanz, Realität und Konstruktion. Die Erinnerung erscheint dabei nicht als statisches Archiv, sondern als lebendiger Prozess ständiger Veränderung.
Galerie arToxin, Kirchenstraße 23, München
Mi, Do, Fr 13-1:Uhr, Sa 12-18 Uhr, bis 19. November 2026
artoxin.de

Blank Art Foundatrion Photo Award 2026 „Humanity – About you“
Galerie der Künstler*innen, Maximilianstr. 42, München
Mi, Fr 13-18 Uhr, Do 13-20 Uhr, Sa/So 11-18 Uhr, 20. Oktober bis 20. November 2026
bbk-muc-obb.de

Tilman A. Resch – TIME WAITS FOR NO ONE
„Time Waits for No One“ – dieser Titel ist mehr als eine nostalgische Zeile aus einem Song der Rolling Stones, mehr als ein „Aufhänger“ für einen individuellen Einstieg in eine veränderte Zeitwahrnehmung. Er ist vielmehr der universelle Taktgeber für die Ausstellung von Tilman A. Resch. Er zeigt einen (zugegebenermaßen kleinen) Ausschnitt unserer Zeit, eine Bestandsaufnahme, die uns die Wirklichkeit vor den Augen führt. Sie ist eine Chronik unseres unermüdlichen Suchens und unseres möglichen Scheiterns.
Tilman A. Resch beschäftigt sich seit seiner Jugend als Autodidakt intensiv mit der Fotografie. Im Rahmen der fotografischen Weiterentwicklung unternimmt er Versuche mit experimenteller Fotografie. Er wendet sich immer mehr zur Landschaftsfotografie und Stilleben, fast nur noch in Hochformat (dem Undarstellbaren Form geben). Portraits, der Mensch an sich, sind für ihn bald von nachrangigem Interesse. Mit der Zeit entwickelt er seinen Stil weiter mit Annäherung an die klassische Malerei.
Tilman A. Resch ist Gründungsmitglied der Neuen Galerie Landshut, Ausstellungsmacher und Kunstvermittler.
Litvai Galerie für Fotografie, Altstadt 195a, 84028 Landshut
Do-Sa 14-17 Uhr, bis 28. November 2026
www.litvai-galerie.com

Constructed Realities – Nix/Gerber & Isca Greenfield-Sanders
In einer Zeit, in der Bilder durch digitale Technologien permanent erzeugt, bearbeitet, verfälscht und verbreitet werden können, erscheint der Begriff von Wirklichkeit zunehmend instabil. Welche Reflexion über einen zeitgenössischen Realitätsbegriff kann künstlerisch stattfinden? Wie werden Realität und Wirklichkeit über Bilder wahrgenommen, vermittelt und konstruiert?
Die Ausstellung verhandelt diese zentrale Frage und präsentiert mit Nix/Gerber und Isca Greenfield-Sanders zwei Positionen, die sich auf unterschiedliche Weise mit der Herstellung von Bildwirklichkeit auseinandersetzen. Die Gegenüberstellung mit den Arbeiten des Künstlerinnen-Duos Nix/Gerber eröffnet dabei neue Perspektiven auf die Frage, wie Wirklichkeit im Bild erzeugt, erinnert und wahrgenommen wird.
Die gezeigten Werke bewegen sich beide im Spannungsfeld von Fotografie, Konstruktion und Wahrnehmung, verfolgen dabei jedoch unterschiedliche künstlerische Positionen.
Galerie Klüser, Georgenstr. 15, München
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr, bis 12. Dezember 2026
www.galerieklueser.com

Olaf Unverzart: Dahinten gehts nicht weiter – Fotografien aus dem Oberpfälzer Grenzland
Olaf Unverzart ist Fotograf und Künstler, der im dokumentarischen Bereich arbeitet. In dieser Serie hat er im Oberpfälzer Grenzlandgebiet Architektur, Dorfstrukturen und Landschaften fotografiert, die auch Jahrzehnte nach der Öffnung weiterhin an den damaligen „Eisernen Vorhang“ erinnern. Häufig realisiert Unverzart Langzeitprojekte, in denen er die vom Menschen geprägte und gestaltete Landschaft in den Mittelpunkt stellt.
Für diese Werkgruppe fotografierte er mit einer analogen Großbildkamera und einem Normalobjektiv auf Schwarzweißfilm. Die langsame, konzentrierte Arbeitsweise verleiht den Bildern eine besondere Ruhe: Sie wirken zeitlos und gewinnen zugleich angesichts der heutigen, weltweit angespannten politischen Lage neue Aktualität. In der Monografie zu dieser Fotoserie spürt man die besondere Liebe zum Medium Fotobuch – verbunden mit einem schonungslosen und zugleich hoffnungsvollen Blick auf seine Heimat.
OLAF UNVERZART, geboren 1972, absolvierte sein Fotografie-Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und ist seitdem als Fotograf aktiv. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, für Magazine gearbeitet und in Nürnberg, Salzburg und München Fotografie gelehrt. Er lebt in München und Waldmünchen.
bosco Gauting, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
Di-Fr 10-12:30 Uhr, Do/Fr 15-18 Uhr, Sa 10-12 Uhr, und bei Veranstaltungen, bis 16. Dezember 2026
(Künstlergespräch Do 19. November 2026, 20 Uhr. Eintritt frei. Olaf Unverzart im Gespräch mit Gerd Holzheimer.)
bosco-gauting.de

Michael Nagy „Behördlich erfasst“
Die Fotoausstellung zeigt 22 Lieblingsmotive des Stadtfotografen Michael Nagy. Die Schau präsentiert Highlights aus seinem 25-jährigen Schaffen für das Presse- und Informationsamt, darunter Bilder, die zuvor einen Bauzaun in der Schützenstraße verzierten. 
Neues Rathaus München, OB-Galerie (2. Stock), Marienplatz 8, München
Mo-Do 9-17 Uhr, Fr 9-13 Uhr, längerfristige Ausstellung, Ausstellungsende nicht bekannt.
ru.muenchen.de

Johnny Miller – Unequal Scenes & Salt Works
Mit der Ausstellung Unequal Scenes & Salt Works präsentiert das Amerikahaus München zwei zentrale Werkgruppen des amerikanischen Fotografen Johnny Miller. Seine Arbeiten verbinden dokumentarische Präzision mit außergewöhnlicher visueller Kraft und eröffnen neue Perspektiven auf Gesellschaft, Landschaft und die Art und Weise, wie Menschen ihre Umwelt gestalten. Für seine international bekannte Serie Unequal Scenes nutzt Miller Drohnen, um Städte und urbane Räume darzustellen. Die Aufsichtsfotografien visualisieren eindringlich die Übergänge, Grenzen und Trennungen zwischen verschiedenen Stadtteilen und Territorien. Ergänzt wird die Ausstellung durch Arbeiten aus der Serie Salt Works. Hier richtet Miller seinen Blick auf die farbintensiven Landschaften industrieller Salzgewinnung in Namibia, Mexiko und der San Francisco Bay Area.
Amerikahaus München, Karolinenplatz 3, München
Mo-Do 10-17 Uhr, Fr 14-18 Uhr, Sa 10-18 Uhr, bis 9. Januar 2027
www.amerikahaus.de

Zwischen Berlin und Tbilissi
Wie sehen junge Dokumentarfotograf*innen Europa? Der Hamburger Peter Bialobrzeski hat einige von ihnen eingeladen, ihre Sicht auf die Welt von heute vorzustellen. Sie werfen Fragen auf, die uns alle bewegen: Klimawandel und Umweltverschmutzung, soziale Gerechtigkeit, die Krise der Flüchtlingspolitik und eine sich verändernde Weltordnung sind ihre Themen. Die Teilnehmenden stammen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Polen, Ungarn und Großbritannien, aus Georgien und Sibirien. Einige von ihnen leben in Berlin, manche arbeiten im Kollektiv.
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm
Mo-Sa 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, So 11-18 Uhr, bis 10. Januar 2027
stadthaus.ulm.de

Vera Mercer – Happy Birthday
Galerie Jordanow, Zieblandstr. 19, München
30. Oktober bis 30. Januar 2027, nach Vereinbarung
(Vernissage 29. Oktober 2026, 18-21 Uhr)
www.galerie-jordanow.de

Menschenbilder. Porträt- und Genrefotografien aus der Sammlung Dietmar Siegert
Meisterwerke der Neuen Pinakothek in der Alten Pinakothek. Die Neue Pinakothek verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Fotografien des 19. Jahrhunderts aus Italien. Meist sind Landschaften und architektonische Monumente von Venedig bis Neapel die Motive. Doch bereits sehr früh spielt auch der Mensch eine wichtige Rolle – als Individuum oder als Vertreter einer bestimmten sozialen Schicht. Die Sammlungspräsentation bietet mit rund fünfzig Fotografien einen Einblick in dieses Thema, das in enger Wechselwirkung mit der Malerei der Zeit steht. Die Fotografien stammen aus der Sammlung Dietmar Siegert, die der Pinakotheks-Verein in Verbindung mit der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Sparkassen-Finanzgruppe 2014 für die Neue Pinakothek erworben hat.
Alte Pinakothek, EG, Ostflügel, Barer Str. 27, München
Di-So 10-18 Uhr, Di/Mi bis 20 Uhr, bis 31. Januar 2027
www.pinakothek.de

Jeff Wall
Der kanadische Künstler Jeff Wall gehört zu den einflussreichsten Fotografen unserer Zeit. In seinen aufwändig inszenierten Bildkompositionen verbindet er das Narrativ des Kinos mit der Malerei. Bekannt wurde er durch seine großformatigen Leuchtkastenbilder, die formal eher an die Welt der Werbung als an die der bildenden Kunst erinnern. Mit dieser Technik revolutionierte er das Medium Fotografie und verschaffte ihm einen gleichberechtigten Platz neben Malerei und Skulptur. Die Ausstellung im Sammlung Goetz /Schaufenster präsentiert eine Auswahl seiner ikonischen Leuchtkastenbilder aus den 1990er Jahren.
Sammlung Goetz /Schaufenster, Pacellistr. 5, München
Di/Mi 12-18 Uhr, Do/Fr 14-20 Uhr, Sa 12-18 Uhr, 17. November 2026 bis 20. Februar 2027
www.sammlung-goetz.de

Sammlung Lothar Schirmer – Zeitgenössiche Kunst II
Die Ausstellung gibt Einblick in die über Jahrzehnte gewachsene Leidenschaft des Sammlers und Verlegers Lothar Schirmer für die Kunst. Nach dem großen Erfolg der ersten Präsentation seiner Sammlung stellt sie nun rund 150 weitere Arbeiten von mehr als 50 Künstler*innen vor. Bedeutende Namen der Kunstgeschichte begegnen dabei solchen, die es noch zu entdecken gilt.
Einen großen Bereich nimmt erneut die Fotografie ein. Frühe Aufnahmen von Wols, Raoul Hausmann, André Kertész und Henri Cartier-Bresson führen in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück. Ihnen stehen neuere Arbeiten von Barbara Klemm, Martin Parr, Stephen Waddell oder Inez van Lamsweerde gegenüber. Zu den selten gezeigten Werken gehört Gerhard Richters Großfotografie »Mao«. Wim Wenders wiederum zeigt in atmosphärisch dichten Farbfotografien die Faszination und Tristesse des amerikanischen Westens.
Kallmann-Museum Ismaning, Schloßstraße 3b, 85737 Ismaning
Di-So 13-17 Uhr, 25. Oktober 2026 bis 21. Februar 2027
(Eröffnung So, 25. Oktober, 15 Uhr)
kallmann-museum.de

Photography in Flux. 20 Years C/O Berlin Talent Award
Das bekannte Ausstellungshaus für Fotografie C/O Berlin feierte mit dieser Ausstellung das zwanzigjährige Jubiläum seines Nachwuchsförderpreises, den die Alexander Tutsek-Stiftung mit ihrer umfassenden Förderung seit 2020 ermöglicht. Ab dem 16. Oktober 2026 wird diese besondere Jubiläumsausstellung in adaptierter Form in der Alexander Tutsek-Stiftung  in München zu sehen sein.
Im Rahmen des international renommierten C/O Berlin Talent Award wurden seit 2006 insgesamt 98 Fotograf*innen (Artists) und Theoretiker*innen (Writers) prämiert. Für Photography in Flux. 20 Years C/O Berlin Talent Award wurden Werkgruppen von 14 ehemaligen Preisträger*innen ausgewählt. Sie eröffnen vor dem Hintergrund der Entwicklungen der letzten 20 Jahre spannende Einblicke in die Fotografie. Kuratiert wird Photography in Flux. 20 Years C/O Berlin Talent Award von Veronika Epple (C/O Berlin).
Alexander Tutsek-Stiftung, BlackBox & BlackBox FirstFloor, Georg-Muche-Str. 4, München
So-Do/Feiertags 12-18 Uhr, bis 25. Februar 2027
atstiftung.de

Fake Noise, True Image
In der Pasinger Fabrik stehen ab Oktober sonderbare Musikmaschinen. Es sind die elektromechanischen Klangkunstwerke des Münchner Künstlerduos Portmanteau. Liebevoll erschaffen aus Altem, Gefundenem oder Recyceltem, sind diese Skulpturen musikalisch, humorvoll und skurril.
Man darf, ja man soll sogar selbst Hand anlegen: Sittichquirl, Alpinium, Strippenzieher oder Singvase heißen die verrückten Automaten, die entdeckt werden wollen. Wer eine Münze einwirft, bringt Stühle zum Steppen, startet den Klang einer Schafherde, lässt die Singvase ihren modernen Ablasshandel vollziehen oder wird auf Knopfdruck vom „Grobian“ beleidigt. Kunst für Auge, Ohr und Zwerchfell.
Hinter Portmanteau stecken zwei Köpfe: Gerald „Greulix“ Schrank und Christian „Taison“ Heiß. Sie sind seit über zwanzig Jahren ein Duo, eine Band, Tonstudiobetreiber und Techniktüftler. Die Süddeutsche Zeitung hat sie einmal „die Tinguelys des Theaters“ genannt. Das Portmanteau-Duo bringt Verbündete mit: Martin Dessecker, bildender Künstler, ist mit seinen „Transparenzen und Sehhilfen“ schon lange Teil der Münchner Kunstszene und hat den Portmanteau-Kosmos schon mehrfach bereichert.
Petr Mayr, Druckspezialist aus Oberbayern, arbeitet mit Hochdruck an Siebdruck, Radierung und raumgreifenden Installationen.
Willi Haas fängt mit ihrer Kamera Bilder ein, bei denen niemand so genau weiß, wo oben und unten ist.
Dr. Leonhard Scheck, Astrophysiker, fotografiert bei seinen „ungewöhnlichen Schnitten durch die Raumzeit“ jeden Pixel seiner Bilder nacheinander. Was in der Ausstellung versammelt ist, kommt einer Werkschau nahe: eine Vielzahl von Klangmaschinen, Teile von Bühnenbildern, dazu Fotografien, Drucke und Pappcomics. Ein Werk aus Handkurbel-Brotschneidemaschinen wird Portmanteau speziell für diesen Ort entwickeln: Denn wo heute die Pasinger Fabrik beheimatet ist, war einst das Stammhaus der Ritterwerke, in dem von 1912 bis 1982 Haushaltsgeräte produziert wurden. An vielen Tagen sind die Künstler selbst vor Ort, führen durch die Räume und bespielen Teile der Werke. Wer wissen möchte, wie eine Brotschneidemaschine klingt, wenn sie kein Brot mehr schneidet, kommt vorbei, wirft eine Münze ein und hört zu. Geeignet für Spielkinder von 0–99.
Pasinger Fabrik, August-Exter-Str. 1, München
Di-Sa 15-19 Uhr, So 14-18 Uhr, bis 14. März 2027 (nicht 23. Dezember 2026 bis 1. Januar 2027)
pasinger-fabrik.de

Can You Imagine? | Zu Gast am Bauhaus – Florence Henri und Alfred Ehrhardt
Das Bauhaus in Dessau (1926-1932) galt seinerzeit als eine der innovativsten Kunstschulen in Deutschland. Neben regulären Studierenden war die Schule auch für kurzzeitige Gaststudierende offen, die sich von künstlerischen und pädagogischen Konzepten des Bauhauses inspirieren ließen. Die Malerin und Pianistin Florence Henri (1893 – 1982) und der Kirchenmusiker, Maler und Pädagoge Alfred Ehrhardt (1901 – 1984) hospitierten jeweils für wenige Monate am Bauhaus. In der Folge wandten sich beide Künstler:innen der Fotografie zu. Auf jeweils gänzlich unterschiedliche Weise ermöglichte ihnen das Medium die freie Umsetzung von am Bauhaus praktizierten Gestaltungsideen. Geradezu synästhetisch überführen sie Raum, Rhythmus, Form, Struktur und Kontrast ins fotografische Bild. Eine Präsentation der Stiftung Ann und Jürgen Wilde.
Pinakothek der Moderne, Saal 7, Barer Str. 40, München
tgl. 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, Mo geschl., 11. Dezember 2026 bis 25. April 2027
www.pinakothek.de

In My Head – Künstlerische Positionen der Gegenwart
„In My Head“ stellt acht künstlerische Positionen der Gegenwart in den Fokus und lädt dazu ein, tief in das Schaffen dieser Künstler:innen einzutauchen. Der Titel verweist auf den kreativen Prozess, in dem Wirklichkeit im Kopf verwandelt und in Kunst überführt wird. Anhand zentraler Werke entstehen so konzentrierte Begegnungen mit unterschiedlichen künstlerischen Sichtweisen und Ausdrucksformen. Die Sammlungsausstellung folgt dabei einem grundlegenden Prinzip des Museums Brandhorst: Sie zeigt ausgewählte Œuvres in ihrer Vielschichtigkeit.
Jeder Raum eröffnet einen eigenständigen Zugang zu einer künstlerischen Praxis, sodass das charakteristische Zusammenspiel von Bildmotiven, inhaltlichen Fragestellungen und formalen Strategien hervortritt. Malerei, Fotografie und Skulptur stehen gleichberechtigt nebeneinander und spiegeln die mediale Vielfalt der Sammlung Brandhorst sowie der Eva Felten Fotosammlung.
Im Fokus der Schau stehen Werke von Nicole Eisenman, Jana Euler, Louis Fratino, LaToya Ruby Frazier, Deana Lawson, Martine Syms, Wolfgang Tillmans und Kara Walker. Die versammelten Künstler:innen gehen von individuellen Erfahrungen und subjektiven Perspektiven aus. Dabei verdichten sie Emotionen, Eindrücke und Gedanken in Darstellungen, die weit über das Persönliche hinausweisen. Im Miteinander der Arbeiten wird sichtbar, wie Erfahrungen von Nähe, Gewalt, Ausschluss oder Fürsorge ästhetische Strategien prägen.
Museum Brandhorst, Theresienstr. 35a, München
Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, 30. Oktober 2026 bis 30. Mai 2027
(Eröffnung: Do 29. Oktober 2026, 19 Uhr)
www.museum-brandhorst.de