Fotoausstellungen in München

[Stand 3. August 2022] Die folgenden Fotoausstellungen in München (und Umgebung) kann man derzeit oder bald anschauen. Die Ausstellungen sind nach Enddatum sortiert. Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte immer nochmal auf der Website nachschauen, auch wegen den aktuellen Corona-Regelungen. Bei Fragen und ggf. Terminhinweise bitte Mail schicken an sg@goertz-fotografie.de. Weitere aktuelle Infos auch unter www.facebook.com/susannegoertz.fotografie

mofa „mit und/oder ohne termin“ I-IV
Die Ausstellung ist Teil einer Ausstellungsreihe der mofa – Montag-Foto-Art – Künstler in 2022.
Beteiligte Fotografen: Andrea Muthig, Hermann Offner, Guoling Wen, Martin Zinßer, Chih-Chieh Chuang, Oliver Deska, Elisabeth Mihalyi, Michael Richter.
Geranienhaus, Schloß Nymphenburg 41, 80638 München
tgl. 11-19 Uhr, 22.-26. April 22, 11.-13. Juni 22, 15.-19. Juli 22, 5.-9. August 22
mofa.mz-photographie.de

Olympia 72 in Bildern – Fotografien aus den Sammlungen der Bayerischen Staatsbibliothek
Die Olympischen Spiele von 1972 prägen München bis heute. Zum 50. Jubiläum widmet die Bayerische Staatsbibliothek diesem Ereignis eine große Jahresausstellung. Knapp 140 Fotografien aus der Zeit 1965 bis 1972 zeigen die Münchner Spiele aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Bilder stammen aus den zahlreichen Fotoarchiven, die die Bayerische Staatsbibliothek verwahrt, darunter Aufnahmen von Max Prugger, Karsten de Riese und aus dem STERN-Fotoarchiv. Sie wurden erst kürzlich erworben und werden erstmals öffentlich gezeigt. Zu sehen sind ferner Fotografien von Georg Fruhstorfer, Felicitas Timpe und Joachim Kankel. Alle Bilder werden in hochauflösenden Reproduktionen präsentiert.
Die Spannweite der gezeigten Motive reicht dabei von den Bauarbeiten auf dem Olympiagelände bis hin zu Fotografien prominenter Künstlerinnen und Künstler, die als Teilnehmer des Kulturprogramms die Olympiade besuchten.
Bayerische Staatsbibliothek, Prachttreppenhaus und Fürstensaal, Ludwigstraße 16, München
Mo-Fr 11-19 Uhr, bis 4. September 2022
www.bsb-muenchen.de

UmZuG – ein Kulturzentrum in Bewegung
Die Aspekte Galerie und das Fachgebiet Fotografie & Video/Film präsentieren als erste Ausstellung im neuen Gasteig HP8 das fotografische Langzeitprojekt UmZuG –ein Kulturzentrum in Bewegung. Seit den vorbereitenden Arbeiten auf dem Gelände haben unter der Leitung von Gérard Pleynet neun Fotograf*innen die Entstehung des Interimsquartiers begleitet. Die Ausstellung zeigt die Umgestaltung und den urbanen Wandlungsprozess des Standortes in facettenreichen dokumentarischen und künstlerischen Konzeptionen. In seriellen Langzeitbeobachtungen, ausschnitthaften Architekturaufnahmen oder im experimentellen, analogen Einsatz von Licht und Fotopapier werden die baulichen Veränderungen sichtbar sowie leicht zu Übersehenes in den Mittelpunkt gerückt.
Mit Arbeiten von Maximilian Allwein, Kathrin Bild, Emily Hoyos, Gérard Pleynet, Sarah Seifert, Simone Stadler, Jacqueline Tebcharani, Helmut Wegmeth, Andreas Weimann und Thomas Zimmermann. Begleitprogramm siehe Website.
Aspekte Galerie im Gasteig HP8, Halle E, Hans-Preißinger-Str. 8, 81379 München, Eintritt frei
tgl. 10 bis 22 Uhr, bis 11. September 2022
www.mvhs.de

HORTUS MAGICUS
Hortus Magicus, the new studio exhibition from DANIEL BLAU, is devoted to one of artistic photography’s first true genres: landscape.From some of the earliest, often anonymous photographic studies, though monumental 20th-century travel scenes, to the famous flower Polaroids of Araki, Hortus Magicus brings together twenty-three outstanding photographic witnesses to the magic of nature and the enchanting simplicity of a lens turned to the unbuilt world.
Daniel Blau, Maximilianstr. 26, München
Mo-Fr 11-18 Uhr, bis 13. September 2022
danielblau.com

European Trails. Europäische Fotokünstlerinnen der Gegenwart
„European Trails“ zeigt europäische Fotografinnen und Künstlerinnen, die mit Fotografie arbeiten. Dabei geht es zentral um Fragen von Herkunft, Erinnerung und Identität. Die persönliche eigene Geschichte und deren Überlagerung und künstlerische Transzendierung in die jeweils aktuellen sozialen und politischen Zustände werden zum Spiegel einer wesentlichen Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen zwischen Individuen, wie im gesellschaftlichen Raum insgesamt. In eindrucksvollen fotografischen Bildern und raumbezogen-installativen Arbeiten stellt die Ausstellung Werke herausragender zeitgenössischer Künstlerinnen vor, deren Konzeptionen maßgebliche Beiträge einer in Europa sich vollziehenden Debatte darstellen.
H2 – Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast, Beim Glaspalast 1, 86153 Augsburg
Di–So 10–17 Uhr, bis 18. September 2022
kunstsammlungen-museen.augsburg.de

Albert Renger-Patzsch. Frühe Bücher
Unter dem Titel Sammlung+ präsentieren die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in der Pinakothek der Moderne das Format von Studioausstellungen im Kontext der Sammlung: Präsentationen von Neuerwerbungen, Leihgaben und Künstler:innenräume zeigen die intensive Sammlungs- und Forschungsarbeit, die fachlich fundierte Auseinandersetzung und die Aktualität der Sammlungen. Albert Renger-Patzsch (1897-1966) gilt als einer der bedeutendsten Protagonisten der Fotografie der 1920er und 1930er Jahre. Er steht mit seinen Werken für ein bildnerisches Konzept, das mit der Konzentration auf die technisch-optischen Möglichkeiten des Mediums die objektive Wiedergabe „des Wesens der Dinge“ als leitende Idee der fotografischen Darstellung anwendet. Durch seinen 1928 veröffentlichten Bildband „Die Welt ist schön“ – der als visuelles Manifest der Fotografie der Neuen Sachlichkeit betrachtet werden kann – wurde seine Bildsprache zum richtungsweisenden Stil in der Fotografie. Aus Anlass des 125sten Geburtstages des Fotografen wird eine Werkauswahl aus der Schaffenszeit vor 1928 aus den Beständen des Albert Renger-Patzsch Archivs der Stiftung Ann und Jürgen Wilde präsentiert. Anhand von über 50 Fotografien und zahlreichen Dokumenten wird die Entstehung einer stilprägenden Bildsprache und sein bedeutender Beitrag zur Entwicklung des Fotobuchs sichtbar.
Pinakothek der Moderne, Saal 25, Barer Straße 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, bis 25. September 2022
www.pinakothek.de

(Gegen-)Entwürfe
In der Abfolge von drei Räumen wirft die Sammlung Fotografie und Medienkunst gemeinsam mit der Written Art Collection einen schlaglichtartigen Blick auf künstlerische Positionen des Mittleren und Nahen Ostens.
Die präsentierten Werke stellen alternative Entwürfe zu Lebenswirklichkeiten dar, die vom individuellen Erfahrungshorizont der Protagonist:innen, aber auch von sozialen Gesellschaftssystemen ausgehen.
Pinakothek der Moderne, Saal 22-24, Barer Straße 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, bis 25. September 2022
www.pinakothek.de

Astrid Jahnsen – On your knees
2017 erwirbt Astrid Jahnsen (*1972) in ihrer Heimatstadt Lima ein Set aus 82 handgefertigten Heften aus den 1950er-1990er-Jahren, versehen mit Texten und pornografischen Fotografien. Sie bilden den Ansatzpunkt von Jahnsens künstlerischer Auseinandersetzung für das Projekt ON YOUR KNEES, für das sie höchst feinsinnige Nahaufnahmen von dem expliziten Bildmaterial anfertigte. Mithilfe der von ihr eingenommenen Kameraperspektive durchkreuzt Jahnsen jenen männlichen Blick, der die Frauen einst sexualisiert und verobjektiviert ins Bild setzte. Stattdessen konzentriert sie sich auf die Blicke der Frauen, auf Momente der Berührung oder Satzfetzen der nebenstehenden Texte und entwickelt ein neues Narrativ. In einer raumgreifenden Installation präsentiert diese jüngste Neuerwerbung einen aktuellen feministischen Ansatz im Kontext der traditionsreichen Appropriation Art.
Pinakothek der Moderne, Saal 26, Barer Straße 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, bis 25. September 2022
www.pinakothek.de

Lebens(t)raum & Natur
In dieser Ausstellung zeigt Frank Kunert auf humorvolle, aber auch sozialkritische Weise eine fotografische Traumwelt, die er zuvor bis ins Detail in seinen Modellbauten ausgearbeitet hat. Die imposanten Naturfotografien von Michael Martin ziehen den Betrachter in ihren Bann. Die aftermath Serie „Promenade Moments“ von Pia Parolinnimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf die Promenade von Nizza. Roy Hessing hat die zeitlosen und ästhetischen Bewegungen von Pflanzensamen im Flug, sog. Flugsamen, fotografisch eingefangen und vermittelt feinfühlig Schwerelosigkeit, zugleich sensibilisiert er die Betrachter dafür, wie verletzlich die Natur ist.
Gopho – Gallery of Photography, Haimhauser Straße 1, München
Mi-Fr 16-20 Uhr und Sa 14-18 Uhr (3. August bis 3. September nach Terminvereinbarung), bis 30. September 2022
gopho.de

Heidi in Israel. Fotoserie von Niv Fridman
Der israelische Künstler Niv Fridman (1996) setzt Heidi in einer nahöstlichen Umgebung in Szene. Als Annäherung beschäftigte er sich mit historischen Postkarten aus dem frühen 20. Jahrhundert, die das „Heilige Land“ als Sehnsuchtsort inszenieren. Die Ansichtskarten assoziierte er mit Heidi und ihrer Heimatverbundenheit. Gleich den Landschaften auf den Postkarten ist auch Heidis Welt in den Bergen ein romantischer Sehnsuchtsort mit großer Symbolkraft. So inszeniert Fridman „seine Heidi“ dargestellt von der israelischen Tänzerin und Performancekünstlerin Tamar Rosenzweig (1997) bewusst an Schauplätzen und Landschaften, die für ihn die israelische Natur symbolisieren und kreiert so sein eigenes nahöstliches „Heidiland“.
Eine Ausstellung des Heidiseums begleitend zur Ausstellung „Heidi in Israel. Eine Spurensuche“ in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München.
Jüdisches Museum München, Ebene 1, St.-Jakobs-Platz 16, München
Di-So 10-18 Uhr, bis 16. Oktober 2022
www.juedisches-museum-muenchen.de

see you – 20 Jahre foen
Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Fotograf*innengruppe foen zeigen die Mitglieder aktuelle Arbeiten. Die einzelnen Ansätze reichen dabei von subtilen Alltagsbeobachtungen über Poetisches und Abstraktes bis hin zu konstruierten, algorithmisch generierten Bildern. Themenschwerpunkte bilden Urbanität, Natur, Identitätskonstruktionen und die Hinterfragung von Realitätsentwürfen.
Die 2002 gegründete Gruppe versteht jedes Mitglied in seiner Individualität als Stütze des Ganzen. Sie hat das Ziel, die künstlerischen Positionen jedes einzelnen im kontinuierlichen Austausch und im Kontext zeitgenössischer Entwicklungen zu betrachten und zu stärken. Einzel- und Gruppenausstellungen, Publikationen, Video- und Rauminstallationen werden erarbeitet. Gezeigt werden Fotografien von Peter Corbishley / Marlies Ebertshäuser / Max Glanz / Susanne Görtz / Eva Knevels / Sven Körber / Tobias Meier / Kai Nörtemann / Renate Pieper / Erika Pircher / Heinz Hermann Wahl / in Zusammenarbeit mit Xenia Fumbarev.
Die Ausstellung ist vom 16. 9. bis 9. 11. (außer am 24./25. 9., 3. und 29./30. 10. sowie 1. 11.) täglich von 12 bis 19 Uhr zu sehen, Eintritt frei.
Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, München
tgl. 12-19 Uhr, 16. September bis 9. November 2022
(Eröffnung 15. September 2022, 19 Uhr)
www.fo-en.de

Erwin Geiss: Extinct – Der letzte Blick
Seit Jahren dokumentiert Erwin Geiss die in Naturwissenschaftlichen Sammlungen in vielen Ländern sich befindenden unersetzlichen Original-Präparate von Tierarten, die durch den Eingriff der Menschen endgültig von der Oberfläche der Erde ausgerottet wurden. Viele Aufnahmen entstanden dabei in Bereichen, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Durch die gewählte Aufnahmetechnik und Bildbearbeitung werden sie aus dem wissenschaftlich-musealen Kontext herausgelöst. Sie treten dem Betrachter gegenüber und erlauben so noch einen letzten Augenkontakt mit den auf ewig verschwundenen Geschöpfen. Die Tiere sehen uns an, mit einem letzten Blick, als wären sie noch gegenwärtig und sind doch unwiederbringlich verlorene Geschichte.
bosco, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
Di-Fr 10-12:30 Uhr, Sa 10-12 Uhr, Di, Do, Fr 15-18 Uhr und während der Abendveranstaltungen für Gäste der entsprechenden Veranstaltung, 20. September bis 23. Oktober 2022
(Eröffnung Di 20.9., 19 Uhr, Vortrag Di 4.10., 20 Uhr, Führung So 16.10., 14 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung über das Theaterbüro)
bosco-gauting.de

Young ladies peacemaking politics
Das Atelier „La Silhouette“, eine Münchner Damenmaßschneiderei, bietet seit 1987 belasteten jungen Frauen eine dreijährige Ausbildung. Und nicht nur das: In diesem Rahmen entwickelt das 2019 mit dem Anita Augspurg Preis ausgezeichnete Atelier mit den jungen Frauen auch Mode- und Kunstprojekte zu gesellschafts- und frauenpolitischen Themen. Die Fotoausstellung „Young ladies peacemaking politics“ im Rathaus gibt nun Einblicke in die künstlerische Arbeit von „La Silhouette“. Die Fotoausstellung findet in Kooperation mit dem Büro des Oberbürgermeisters und der Gleichstellungsstelle für Frauen der Stadt München statt.
Rathaus München, Marienplatz 8, 2. Stock, Gang-Galerie vor den Büroräumen von Oberbürgermeister Dieter Reiter
Mo-Do, 8-17 Uhr, Fr 8-12.30 Uhr, bis 31. Oktober 2022
www.la-silhouette.de

Arno Rafael Minkkinen.
Der finnisch-amerikanische Fotograf Arno Rafael Minkkinen (*1945 in Helsinki) fotografiert seit mehr als fünf Jahrzehnten Selbstporträts seines Körpers in der Natur. Von ersten Arbeiten in den frühen 1970er Jahren bis heute haben seine Bilder die gleiche Zeitlosigkeit und ästhetische Signatur bewahrt. Minkkinens Werk ist eine Hommage an die Beziehung zwischen Natur und Mensch. Er führt uns mit viel Empathie zurück zu den Anfängen des Umweltbewusstseins und zu Reformbewegungen, die den Stadtmenschen des Industriezeitalters wieder in Einklang mit der Natur bringen wollten. Es ist, als wolle er die Welt umarmen.
Seine Bilder, fotografiert in mehr als 30 Ländern, sind surreal, spirituell und transformativ, häufig mit humorvollem Unterton. Weltweit veröffentlicht und ausgestellt, befinden sich Minkkinens Arbeiten in den Sammlungen des MoMA, New York, des Museum of Fine Arts, Boston, des Centre Pompidou, Paris, des Musée de l’Élysée, Lausanne, des Kiasma Museum, Helsinki, des Tokyo Metropolitan Museum of Photography und vielen anderen.
Das Kunstfoyer präsentiert Minkkinens bislang umfangreichste Ausstellung mit 150 Werken. Zum ersten Mal übernimmt Arno Rafael Minkkinen die Gestaltung der eigenen Ausstellung in zum Teil wandfüllenden Formaten. Das Ergebnis ist eine Präsentation mit Gesamtkunstwerk-Charakter, entstanden in Zusammenarbeit mit der Designerin Yolanda Cuomo und der Kuratorin Isabel Siben.
Kunstfoyer, Maximilianstr. 53, München
tgl. 9:30-18:45 Uhr, 12. August bis 27. November 2022 (Online-Ticket benötigt)
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

Nachts. Clubkultur in München
Die kulturhistorische Ausstellung „Nachts“ widmet sich in Form eines nächtlichen Streifzugs der Ausgeh- und Clubkultur Münchens von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Neben stadtplanerischen und ökonomischen Fragen nimmt sie insbesondere Menschen und Orte in den Blick, die das Geschehen in der Nacht und das Münchner Nachtleben prägten und prägen. Die Fata Morgana des Atomic Café, das im Münchner Stadtmuseum wieder zu betreten sein wird, zahlreiche Erinnerungsstücke aus Ultraworld, Ultraschall, Flughafen Riem, Kunstpark Ost, Registratur – um nur einige zu nennen – könnten die Ausstellung zu einer modernen Wallfahrt machen. Neben schillernden Personen und ihren nicht minder anziehenden Treffpunkten, beschäftigt sich die Ausstellung auch mit den Begleiterscheinungen des Nachtlebens wie dem Ein- und Ausschluss von Menschen, der Bedeutung von Migration und Geschlecht und erzählt von den Besonderheiten des Arbeitens in einem nicht alltäglichen, nächtlichen Geschehen. Dabei fragt die Ausstellung auch nach der Bedeutung von Nachtleben und Clubkultur in Bezug auf die Urbanisierung Münchens und lenkt den Fokus auf das aktuelle coronabedingte Sterben bekannter nächtlicher Orte und die Entwicklung alternativer Treffpunkte. Eine besondere Bedeutung kommt in „Nachts“ dem Format der Veranstaltung zu: Ein umfangreiches Programm macht das Ausstellungsthema lebendig, erfahrbar und führt über die rein museale Begegnung hinaus.
Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, München
Di-So 10-18 Uhr, bis 8. Januar 2023
www.muenchner-stadtmuseum.de

FORUM 054: INA KWON München/GyeongjuMünchen 72
In der Reihe FORUM für zeitgenössische Fotografie präsentiert das Münchner Stadtmuseum die Arbeiten der Berliner Grafikerin Ina Kwon, die sich mit dem Olympiaberg in München beschäftigt hat. Kwon stellt München dem südkoreanischen Gyeongju gegenüber, wo im gesamten Stadtgebiet Grabhügel des Königreichs Silla zu finden sind. Lange Zeit in Vergessenheit geraten, wurden viele dieser Hügel in den 1970er Jahren wiedererrichtet. Für die Olympischen Sommerspiele 1972 in München wurde der Große Schuttberg, der aus Trümmern der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Gebäude besteht, als wesentliches Element eines Landschaftsparks umgestaltet. In Fotografien und Texten beschreibt Ina Kwon ihre Reisen und Recherchen zu beiden Orten, an denen mit künstlichen Hügeln Geschichte verschüttet, aufgedeckt, konstruiert und umgeschrieben wird.
Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, München
Di-So 10-18 Uhr, 29. Juli 2022 bis 8. Januar 2023
www.muenchner-stadtmuseum.de

WIDE OPEN. INS OFFENE – Zeitgenössische Fotografie & Skulptur aus Glas
Die Alexander Tutsek-Stiftung zeigt erstmalig eine Ausstellung an zwei Orten: in der neu eröffneten BlackBox in der Parkstadt Schwabing und an ihrem Hauptsitz, der Villa im Herzen Schwabings. Die Ausstellung versammelt rund hundert Arbeiten von über dreißig Künstler*innen unterschiedlicher geografischer und kultureller Herkunft aus Südafrika, Iran, China, Kuba, den USA und vielen europäischen Ländern. Darunter sind nicht nur international renommierte, sondern auch überraschende junge Positionen, die mit wenigen Ausnahmen für diese Schau erworben wurden.
Villa, Karl-Theodor-Str. 27, München und BlackBox, Georg-Muche-Str. 4, München
Mi-Fr 12-17 Uhr, Feiertags geschl., bis 27. Januar 2023
atstiftung.de