Fotoausstellungen in München

[Stand 2. Juli 2020] Die folgenden Fotoausstellungen in München (und Umgebung) kann man derzeit oder bald anschauen. Die Ausstellungen sind nach Enddatum sortiert. Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte immer nochmal auf der Website nachschauen. Bei Fragen und ggf. Terminhinweise bitte Mail schicken an sg@goertz-fotografie.de. Weitere aktuelle Infos auch unter www.facebook.com/susannegoertz.fotografie

welcome II mit Kirsten Kleie „Initiation“ (2010 – 2020)
Mit welcome II stellen sich die neu aufgenommenen Künstlerinnen der GEDOK München vor.
Die Künstlerin Kirsten Kleie arbeitet mit vorhandenem Bildmaterial und gefundenen Objekten. Nicht nur in Form von realen Vorlagen, sondern ebenso mit Bildvorstellungen, die an Gegenständen oder Situationen festgemacht werden. Herausgelöst aus dem ursprünglichen Kontext, neu kombiniert, irritieren die Fotografien unsere gewohnte Bildwahrnehmung. Original und Kopie, Vorbild und Abbild, Realität und Imagination überlagern sich.
Am Freitag, 26. Juni 2020, ist die Künstlerin von 17 – 19 Uhr anwesend.
galerieGEDOKmuc, Schleißheimer Str. 61, München
Di-Fr 15-18 Uhr, bis 3. Juli 2020
www.gedok-muc.de

Maier.Neuberger.Architekten – Projekte und Perspektiven
Anlässlich der Veröffentlichung einer Reihe von Werkstattbüchern dokumentieren Maier.Neuberger.Architekten ihre Projekte und Perspektiven aus den letzten 28 Jahren. Wegbegleiter und Kollegen wurden eingeladen, die entstandenen Bauten fotografisch festzuhalten und ihre Sichtweise in Textbeiträgen zu formulieren.
Architekturgalerie, Türkenstraße 30, München
Di-Fr 10.30-18 Uhr, Sa 10.30-16 Uhr, bis 18. Juli 2020
www.architekturgalerie-muenchen.de

Richard Berndt „Lichtbilder
Der Münchner Fotokünstler schafft Aufnahmen, die abstrakter Malerei nicht unähnlich sind: Er verbindet nämlich lange Belichtungszeit mit der Bewegung von Kamera und/oder einer Veränderung der Brennweite.
Kulturzentrum Trudering, Wasserburger Landstraße 32, München
10-20 Uhr, bis 24. Juli 2020
(Vernissage Mo 29. Juni, 19 Uhr, mit Einführung von Sondergast Dr. Wolfgang Urbanczik, außerdem bietet der Künstler Führungen durch die Ausstellung an am Do 2. Juli und So 5. Juli, jeweils 17 / 18 / 19 Uhr. Anmeldung über richard.berndt@t-online.de)
www.kulturzentrum-trudering.de

A Brief Collection Display of John Baldessari
„Ich werde wohl als der Typ erinnert werden, der Punkte auf die Gesichter von Menschen gemacht hat“, sagte John Baldessari (1931 – 2020). Scharfsinn und Leichtigkeit hat er in seinen Werken zu eigenwilliger Ironie verbunden, die nicht zuletzt die eigene Künstleridentität hinterfragt. Fotografie und Malerei, Video und Skulptur, Bild und Text und generell das Crossover zwischen verschiedenen Disziplinen und Erzählweisen bestimmen sein Werk.
Pinakothek der Moderne, Saal 27, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 5. Juli 2020
www.pinakothek.de

Tobias MelleEine Ausstellung in fünf Sätzen
Im Vorfeld der Konzertpremiere zeigt der Pasinger Künstler Tobias Melle großformatige Finer-Art-Drucke seines aktuellen Projekts „Die Pastorale in Bildern“.
Die Schöpfung – wir wollen sie bewahren, und doch zerstören wir sie mit all unserem Tun. Beethoven legte in seiner Pastorale eine Tonspur, bei der im Geiste der Romantik die finsterste Bedrohung des ländlichen Idylls ein grollendes Sommergewitter ist. Auch ohne Musik transponiert seine Bilderserie diese intensiven Gefühle entlang der Beethovenschen Satzbezeichnungen in die Gegenwart: Neben der herrlichen Natur sehen wir den Menschen als entwurzelten Konsumenten, die Selbst-Zerstörung droht – doch wir sind alle Teil der Schöpfung. Kann am Ende der Mensch den Menschen vor sich selber retten?
Vielleicht – für jedes verkaufte Bild werden 50 Bäume mit www.plant-for-the-planet.org gepflanzt! Eintritt frei
Pasinger Fabrik, August-Exter-Straße 1, Lichthof & Bar, München
tgl. 10-22 Uhr, bis 12. Juli 2020
www.pasinger-fabrik.de

Forever Young – 10 Jahre Museum Brandhorst
Am 18. Mai 2009 wurde das Museum Brandhorst eröffnet. Als wäre es gestern gewesen und doch hat sich viel verändert: 10 Jahre später erwartet die Öffentlichkeit eine „neue“ Sammlung Brandhorst. Denn seit Eröffnung des Hauses sind die hochkarätigen Bestände von knapp 700 auf über 1.200 Werke angewachsen. Einerseits wurden die Werke von Andy Warhol, Cy Twombly, Jean-Michel Basquiat oder Sigmar Polke um wichtige Arbeiten von Ed Ruscha, Keith Haring, Louise Lawler und Albert Oehlen erweitert. Andererseits sind maßgebliche Positionen der zeitgenössischen Kunst – von Seth Price und Wolfgang Tillmans bis Charline von Heyl und Laura Owens in die Sammlung eingegangen. Zum Jubiläum werden diese Neuerwerbungen im Zusammenspiel mit den Highlights der Sammlung vorgestellt.
Museum Brandhorst, Theresienstraße 35a, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 19. Juli 2020
www.museum-brandhorst.de

Vorbilder / Nachbilder. Die fotografische Lehrsammlung der Universität der Künste Berlin 1850-1930
Die Ausstellung präsentiert erstmals eine Auswahl von circa 230 Originalfotografien aus dem Archiv der Universität der Künste Berlin, den ehemaligen Bildvorlagen- und Modellsammlungen, die innerhalb Deutschlands einzigartig sind. Diese dienten an Vorgängereinrichtungen, der Kunstakademie und der führenden Kunstgewerbeschule Berlins, die dem Kunstgewerbe-Museum angeschlossen war, als Muster und Lehrmittel. 
Die Bestände umfassen 25.000 Fotografien, die von namhaften Fotografen stammen: die Fratelli Alinari, Ottomar Anschütz, Ludwig Belitski (Sammlung Minutoli), Karl Blossfeldt, Georg Maria Eckert, Constant Famin, Wilhelm von Gloeden, Jakob August Lorent, Guglielmo Marconi, Albrecht Meydenbauer, James Robertson, Henry Peach Robinson und Giorgio Sommer, um nur einige Namen zu nennen. Daneben haben sich gegenständliche Lehrmittel zum Pflanzenstudium, nämlich Bronze-Plastiken und Herbarien, erhalten, die unter der Ägide Moritz Meurers angefertigt wurden. Zeichnungen und andere künstlerische Studien ergänzen die Lehrmittel.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, bis 26. Juli 2020
www.muenchner-stadtmuseum.de

MÜNCHEN. SCHAU her! – Das Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek
Die Ausstellung stellt zum ersten Mal die umfangreichen Fotoarchive der Bayerischen Staatsbibliothek vor. Die Sammlung umfasst derzeit mehr als 17 Millionen Bilder und hat eine überregionale Ausrichtung. In vielen Archiven spiegelt sich gleichzeitig die zentrale Rolle der bayerischen Landeshauptstadt als Fotomotiv und Ort der Fotografie wider. Die in München angefertigten Fotos stehen daher im Mittelpunkt der Ausstellung. 250 historische Aufnahmen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1970er Jahre laden zu einer spannenden Zeitreise durch München und Umgebung ein.
Es erscheint ein Begleitband im Schirmer/Mosel Verlag. Führungen jeden Sonntag 15 Uhr.
Bayerische Staatsbibliothek, 1. OG, Ludwigstr. 16, München
So-Fr 11-18 Uhr, bis 31. Juli 2020, Eintritt frei.
www.bsb-muenchen.de

KHBi5 – 5. KloHäuschen Biennale
Mit aktuellen Arbeiten von Regina Baierl, Ken Brown, Anja Buchheister, Jutta Burkhardt, Ergül Cengiz, Albert Coersm, Alexis Dworsky, ATHOR, Klaus Erika Dietl, Johanna Eder, Judith Egger, Wolfgang Ellenrieder, Stephanie Felber, Anette Friedrich Johannessen, Andrea Golla, Susu Gorth, Susanne Görtz, Ekkeland Götze, Zoe Gudović, 9 Volt, Ralf Homann, Helen Varley, Jamieson, Uwe Jonas (Berlin), Uwe Jonas (München), Magdalena Jooss, Martina Kändler, Monika Kapfer, Yuliia Koval, JC Leopold, Silke Markefka, Guida Miranda & Christoph Reiserer, Andreas Mitterer, Vincent Mitzev, Stephanie movall, Heidi Mühlschlegel, Bernhard Müller, Manuela Müller, Stephanie Müller, Günter Nosch, Gabriele Obermaier, Katrin Petroschkat, Anna Pfanzelt, Susanne Pittroff, Olaf Probst, Martina Ring, Helena Rossner, Stefan Schessl, Sabine Schlunk, Tommy Schmidt, Alexander Steig, toffaha (Rasha Ragab & Christoph Nicolaus), Janina Totzauer, uns, Andrea Unterstraßer, Veronika Veit, Nikolai Vogel, Lutz Weinmann, Katharina Weishäupl, Carolin Wenzel, Oliver Westerbarkey, Patricia Wich.
KloHäuschen an der Großmarkthalle, Thalkirchner Straße / Ecke Oberländerstr., München
jederzeit und von außen öffentlich einsehbar, 10. Juli bis 14. August 2020
kh-biennale.world

Cameraworks
Mit Arbeiten von Elisabeth Brockmann, Peter von Felbert, Jens Heilmann, Tom Fecht, Achim Graf, Florian Thomas.
Galerie Wittenbrink, Türkenstr. 16, München
Di-Sa 11-18 Uhr, 4. Juni – 30. August 2020
www.galeriewittenbrink.de

in natura – Fotografien von Asja Schubert
Seit jeher versuchen die Menschen, die Natur zu bezwingen und Land für Nutzflächen zu kultivieren. Welcher Teil der Landschaft wie wir sie kennen, ist ohne Eingriffe gewachsen? Welche Flüsse wurden im Zuge der Industrialisierung nicht begradigt? Im Alltag legen wir unsere Wege zum größten Teil ungeachtet dessen zurück. Unsere Wahrnehmung hat sich an diese Lebenswelt und die oft künstlich geschaffene Illusion von Natur gewöhnt.
Die Fotografin Asja Schubert stellt das Verhältnis von Mensch und Natur in den Mittelpunkt ihrer Arbeiten. Sie fängt mit ihrer Kamera die Momente ein, in denen der Betrachter vor Herausforderungen gestellt wird und macht sichtbar, was oftmals unsichtbar bleibt. So lassen sich Pflanzen aus Kunststoff oder leblose Tiere der Serie catch erst auf den zweiten Blick entlarven.
Asja Schubert fotografiert dabei nicht nur in Botanischen Gärten und Museen, sondern begibt sich auch an städtische Randgebiete oder verlassene Urlaubsorte. Dort dokumentiert sie die menschlichen Hinterlassenschaften, die in der Landschaft wie Artefakte von einer vergangenen und besseren Zeit zeugen.
Neue Galerie im Höhmannhaus, Maximilianstr. 48, 86150 Augsburg
Di-So 10–17 Uhr, bis 30. August 2020
kunstsammlungen-museen.augsburg.de

Ausweitung der Marktzone – Künstlerische Fragen an den heutigen Kapitalismus
Die Ausstellung „Ausweitung der Marktzone“ stellt künstlerische Positionen vor, die die Mechanismen und Auswirkungen des Marktes aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Die gezeigten Arbeiten thematisieren etwa grundlegende Dynamiken des Kapitalismus und untersuchen die damit verbundenen Herrschaftsprinzipien auf grafische, aufklärerische Weise. Sie fragen, wie durch menschliche Arbeit Werte entstehen, und zeigen aktuelle Ausprägungen von internationalen Märkten, auf denen tödliche Waffen wie andere Konsumartikel auch angepriesen und gehandelt werden. Aber auch die humorvolle Auseinandersetzung mit der Frage, wie wir uns als moderne Jäger durch die Angebote der Supermärkte bewegen, ist Teil der Ausstellung, ebenso wie der Blick auf kapitalistische Prinzipien, die das tägliche Leben verändern und im Bereich der Arbeit nicht nur zu prekären Verhältnissen führen, sondern auch zu einem permanenten Zwang, die eigene Persönlichkeit zu optimieren. Die in der Ausstellung gezeigten Werke beschäftigen sich aber auch mit dem Kunstmarkt, den Finanzmärkten, dem Immobilienmarkt sowie dem globalen Rohstoffhandel. Dabei spielen die Anfälligkeit und Erschütterung von Märkten eine Rolle sowie die Folgen unseres Wirtschaftens für Menschen in anderen Regionen der Welt und nicht zuletzt für die Natur. Mit Arbeiten von AG Arbeit, Iván Argote, Ruben Aubrecht, Tom Früchtl, Mariam Ghani, Jochen Höller, Christian Jankowski, Sven Johne, Anja Kempe, Federico Martínez Montoya, Beate Passow, Oliver Ressler, Julian Röder, Andreas Siekmann, Pilvi Takala, Brian Ulrich, Stefanie Unruh, Thomas Weinberger / Benjamin Zuber, Stefanie Zoche.
Kallmann-Museum Ismaning, Schloßstraße 3b, 85737 Ismaning
Di-Sa 14.30-17 Uhr, So 13-17 Uhr, bis 6. September 2020
kallmann-museum.de

ONE DAY IN LIFE – Die Beatles in München
Vor sage und schreibe 54 Jahren brachte eine Band aus Liverpool die bayerische Hauptstadt in den Ausnahmezustand. Fans am Rande der Hysterie, Ordnungskräfte am Rande der Verzweiflung. Was war passiert? Die Beatles kamen zu einem Konzert in den Circus Krone-Bau. Im Rahmen der sogenannten „BRAVO BEATLES BLITZTOURNEE“. Einer der letzten Live Auftritte der „Fab Four“ und mittlerweile ein historisches Datum in der Stadtgeschichte. Jeder Fan hat wohl „seine Beatles“ und seinen „Lieblingsbeatle“. Ob Paul McCartney, John Lennon, George Harrison oder Ringo Starr. Der Münchner Herbert Hauke, Gründer des Rockmuseums München, zeigt uns seinen ganz persönlichen Blick auf die Beatles. Eine faszinierende Retrospektive rund um die bayerische „Beatlemania“ und den legendären Konzerttag am 24. Juni 1966 – mit historischen Fotos, Dokumenten, Zeitzeugeninterviews und vielem mehr. Im zweiten Teil der Ausstellung präsentieren Herbert Hauke und die Pasinger Fabrik Meilensteine der Legenden mit kuriosen Installationen und vielen spannenden Beatles-“Devotionalien“.
Pasinger Fabrik, Galerie 1-2, August-Exter-Str. 1, München
Di–So 16–20 Uhr, bis 13. September 2020
www.pasinger-fabrik.de

ABOUT LOVE
Eine biografische Fotoausstellung von Nancy Lee Andrews (Nashville) und May Pang (New York)
Vor sage und schreibe 54 Jahren brachte eine Band aus Liverpool die bayerische Hauptstadt in den Ausnahmezustand. Fans am Rande der Hysterie, Ordnungskräfte am Rande der Verzweiflung. Was war passiert? Die Beatles kamen zu einem Konzert in den Circus Krone-Bau. Im Rahmen der sogenannten „BRAVO BEATLES BLITZTOURNEE“. Einer der letzten Live Auftritte der „Fab Four“ und mittlerweile ein historisches Datum in der Stadtgeschichte. Jeder Fan hat wohl „seine Beatles“ und seinen „Lieblingsbeatle“. Ob Paul McCartney, John Lennon, George Harrison oder Ringo Starr. Der Münchner Herbert Hauke, Gründer des Rockmuseums München, zeigt uns seinen ganz persönlichen Blick auf die Beatles. Eine faszinierende Retrospektive rund um die bayerische „Beatlemania“ und den legendären Konzerttag am 24. Juni 1966 – mit historischen Fotos, Dokumenten, Zeitzeugeninterviews und vielem mehr. Im zweiten Teil der Ausstellung präsentieren Herbert Hauke und die Pasinger Fabrik Meilensteine der Legenden mit kuriosen Installationen und vielen spannenden Beatles-“Devotionalien“.
Pasinger Fabrik, Galerie 3, August-Exter-Str. 1, München
Di–So 16–20 Uhr, bis 13. September 2020
www.pasinger-fabrik.de

Beatles-Erinnerungen von Ulrich Handl
Eine Serie von Beatles-Bildern des Fotografen und Zeitzeugen Ulrich Handl, der zuletzt die große Ausstellung „Beat in Schwabing“ in der Pasinger Fabrik gestaltet hatte. Auch er war am 24. Juni 1966 im Circus Krone und hat etliche Momente des letzten Beatles-Konzertes dort mit einmaligen Schnappschüssen festgehalten. Eine Ausstellung der Pasinger Fabrik GmbH in Kooperation mit dem Rockmuseum Munich sowie GeBiKo – Gesellschaft für biografische Kommunikation e.V. Nordwalde.
Pasinger Fabrik, Lichthof und Bar, August-Exter-Str. 1, München
Di–So 16–20 Uhr, 15. Juli bis 13. September 2020
www.pasinger-fabrik.de

Toni Schneiders: Schaut her!
Toni Schneiders ist einer der stilprägenden Fotografen in Deutschland. Mit seinen Aufnahmen im Rahmen von ›fotoform‹ und ›subjektiver fotografie‹ hat er entscheidend dazu beigetragen, die Bildsprache der fotografischen Avantgarde nach 1945 zu erneuern und zu erweitern. In seinem unmittelbaren Lebensumfeld im Alpenvorland und auf Reisen in aller Welt hielt Toni Schneiders markante Momente der Wirklichkeit und des Lebens in Fotografien fest, deren Protagonist ein Mensch, ein Objekt oder eine Landschaft sein konnte. Für seine präzise komponierten Aufnahmen fand Toni Schneiders die Schönheit der grafischen Form in den einfachen und naheliegenden Dingen. Durch dezidierte Bildausschnitte und die Betonung von Fläche und Linie, von Kontur und Struktur erzeugte er Motive von großer Klarheit, setzte sie aber zugleich mit Humor und Einfühlungsvermögen in eine menschliche Perspektive. Zu seinem 100. Geburtstag widmet die Stiftung F.C. Gundlach und das Kunstfoyer München dem bedeutenden Fotografen eine Gesamtschau, die ihn als Porträtist, als Reise-, Industrie- und Landschaftsfotograf neu entdeckt.
Kunstfoyer, Maximilianstraße 53, München
tgl. 9-19 Uhr, bis 27. September 2020
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

Daniel Biskup „Karl Lagerfeld in Berlin“
Ein Jahr nach dem Tod von Karl Lagerfeld erinnert das tim mit einer Fotoausstellung an den berühmten Modeschöpfer. Zu sehen sind einzigartige, bislang zum Teil unveröffentlichte Aufnahmen, die der international renommierte Fotograf Daniel Biskup im Jahr 2002 von Lagerfeld machte, als der sich spontan zu einem gemeinsamen Fotoshooting durch das nächtliche Berlin überreden ließ. Dabei entstanden ungewöhnliche Bilder, die Lagerfeld in der U-Bahn, ohne Handschuhe oder beim Autogramme schreiben zeigen. So, wie ihn die Öffentlichkeit kaum erlebt hat. Lagerfeld war am 19. Februar 2019 im Alter von 85 Jahren in Paris gestorben. Der aus Deutschland stammenden Designer galt schon zu Lebzeiten als Ikone, hatte die internationale Modebranche in entscheidender Weise geprägt und dem Modehaus Chanel zu neuem Glanz verholfen.
Daniel Biskup, 1962 in Bonn geboren, gehört zu den bedeutendsten deutschen Fotojournalisten der Gegenwart. Er zeigt Menschen in außergewöhnlichen Momenten, ohne ihnen zu nahezutreten. Er fotografierte zahlreiche Prominente wie Katy Perry, Mark Zuckerberg, Papst Benedikt, Jeff Bezos sowie Politiker wie Wladimir Putin, Donald Trump und Angela Merkel.
Parallel zur Ausstellung ist im Verlag Salz und Silber der Bildband „Daniel Biskup // Karl Lagerfeld“ erschienen. Preis: 25 Euro. Eintritt in die Ausstellung frei.
Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim)
Di-So 9-18 Uhr, bis 30. September 2020
www.timbayern.de

FEELINGS – Kunst und Emotion
Unter dem Blickwinkel des Emotionalen laden 100 Bilder, Objekte und Filme von rund 40 internationalen zeitgenössischen KünstlerInnen dazu ein, sich Kunst auf intuitive Weise zu nähern. Was löst Kunst in uns aus? Wie sehr hängt der Blick auf Kunst von unseren persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen ab? Welche Gefühle kommen bei der Betrachtung von Werken zum Vorschein, wenn allein die Intuition den Blick leitet?
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 4. Oktober 2020
www.pinakothek.de

Stefania Beretta / Annegret Soltau „Stitched“
Zwei ganz unterschiedliche künstlerische Positionen – und doch findet mit den beiden ausgestellten Werkgruppen „Grima“ von Annegret Soltau (* 1946 Lübeck) und „Paesaggi Improbabili“ von Stefania Beretta (*1957 Vacallo / Schweiz) eine Begegnung statt. Ein besonderes Element spielt dabei eine Rolle. Stitched – übernäht, vernäht: der Faden wird leitende Komponente, Vokabular, Instrument, Stilmittel, Erkennungsmerkmal, persönliches Bekenntnis.
Maurer Zilioli, Schleißheimerstr. 42, München
Mi-Fr 14-19 Uhr; Sa 11-16 Uhr, 8. Juli bis 10. Oktober 2020
www.maurer-zilioli.com

Gauting International Photo Week
Fotoausstellung u.a. mit Arbeiten von Jack Savage / Großbritannien  Massimo Siragusa / Italien  Daniel Castonguay / Kanada  Donell Gumiran / Philippinen  Fadwa Rouhana / Palästina  Hajime Art / Frankreich  Guda Koster / Niederlande  Gus / Spanien  Heinz Innerhofer / Italien  Tristan Zhou / USA  Ibrahim Nabeel / Jordanien  George Digalakis / Griechenland  Abed Zagout / Palestina  Tales Yuan / China  Jürgen Sobkowiak / Deutschland  Thomas Vanoost / Belgien  Peter Untermaierhofer / Deutschland  Ligin Lee / Taiwan  Hardijanto Budiman / Indonesien  Aart Verrips / Südafrika
Rathaus Gauting, Bahnhofstraße 7, 82131 Gauting
Mo, Mi, Fr 8-12 Uhr, Die 8-12 und 15-19 Uhr, Do 7-12 und 13:30-16 Uhr, 27. September bis 16. Oktober 2020
Weitere Termine und Veranstaltungsorte, siehe Programm unter:
kunstverein-gauting.de

August Sander. Sardinien 1927
Die Stiftung Ann und Jürgen Wilde in der Pinakothek der Moderne zeigt ab Mai 2020 aus ihren Sammlungsbeständen ein seltenes Konvolut von originalen Fotografien von August Sander, die dieser während einer Italienreise im Jahr 1927 aufgenommen hatte.
August Sander (1876 –1964) gilt als einer der bedeutendsten Fotografen der Neuen Sachlichkeit und des Neuen Sehens der 1920er- und 1930er-Jahre. Mit seinem epochalen Porträtwerk „Menschen des 20. Jahrhunderts“ nimmt er eine herausragende Position innerhalb der Fotografiegeschichte des vergangenen Jahrhunderts ein.
Die Sammlungspräsentation zeigt 25 originale Abzüge der Sardinienserie aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde.
Pinakothek der Moderne, Saal 8, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 8. November 2020
www.pinakothek.de

Der Blaue Planet – The Blue Planet
In der Ausstellung geht es ganz grundsätzlich um das, was wir Tag für Tag intensiver erfahren – wie eklatant unser Lebensraum Erde durch vom Menschen selbst herbeigeführte Ursachen nicht mehr nur bedroht, sondern mutwilligen Zerstörungen ausgesetzt ist. 10 internationale Künstlerinnen und Künstler stellen in der Ausstellung Fragen zum Zustand der Welt: Olaf Otto Becker (DE), Barbara Ciurej & Lindsay Lochman (USA), Anja Güthoff (DE), Edgar Honetschläger (AUT), Magdalena Jetelová (CZE), Andrea Motta (BRA) Elham Rokni (ISR), Saba Sitton (USA), Charles Xelot (FRA)
H2 – Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast, Beim Glaspalast 1, 86153 Augsburg
Di–So 10–17 Uhr, bis Ende Dezember 2020
kunstsammlungen-museen.augsburg.de

Arnulf Rainer zum 90. Geburtstag
Anlässlich des 90. Geburtstages von Arnulf Rainer wird dem vielfältigen Werk des österreichischen Künstlers in der Pinakothek der Moderne ein eigener Raum gewidmet. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen verfügen mit über 40 Gemälden aus allen Schaffensphasen über einen herausragenden Bestand des unermüdlich produktiven Künstlers.
Pinakothek der Moderne, Saal 16, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 31. Dezember 2020
www.pinakothek.de

Welt im Umbruch. Malerei und Fotografie der 20er Jahre – Von Otto Dix bis August Sander
„Die 1920er Jahre waren eine Zeit der Extreme und Gegensätze, voller Hoffnung und Elend, Licht und Schatten. Im Dialog zwischen Malerei und Fotografie beleuchtet die Ausstellung eine Zeit, die künstlerisch voller Innovationen steckte und in der sich zugleich Vorboten des kulturellen Niedergangs im Nationalsozialismus mehrten. Die moderne Stilrichtung der Neuen Sachlichkeit in der Malerei und des Neuen Sehens in der Fotografie strebt eine sachliche und realistisch-veristische Wiedergabe des Bildgegenstands an. Die Ausstellung spürt diesem künstlerischen Dialog erstmals in Porträts mit besonderem Fokus auf Akt und Selbstbildnisse, Stadtansichten, Stillleben, Darstellungen von Industrie und Technik sowie politischen Collagen nach. Neben den circa 220 Fotografien, Gemälden und Grafiken werden auch die wichtigsten Fotopublikationen der Zeit sowie ausgewählte Filme der künstlerischen Avantgarde zu sehen sein. Die Werke der Ausstellung stammen von Aenne Biermann, Erwin Blumenfeld, Otto Dix, Hugo Erfurth, Carl Grossberg, Florence Henri, Hannah Höch, Karl Hubbuch, Germaine Krull, El Lissitzky, László Moholy-Nagy, Albert Renger-Patzsch, Walter Peterhans, Max Radler, August Sander, Christian Schad, Rudolf Schlichter, Georg Scholz, Sasha Stone, Umbo u.a.
In Kooperation mit dem Bucerius Kunst Forum Hamburg.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, 2. Oktober 2020 – 10. Januar 2021
www.muenchner-stadtmuseum.de

Astrid Klein. Das vollkommene Liebe die Angst austreibe
Astrid Klein (*1951) zählt zu den wichtigsten Stimmen der deutschen Nachkriegs- und Gegenwartskunst. Zentraler Aspekt ihres Gesamtwerks ist die Auseinandersetzung mit dem politischen Klima im Nachkriegsdeutschland und der westlichen Welt, mit Ängsten und Sehnsüchten, die über die Medien global transportiert werden.
Dank der Förderung der Michael & Eleonore Stoffel Stiftung wurden 2019 fünf Werke von Astrid Klein erworben. Der nunmehr sieben Exponate umfassende Sammlungsbestand zentraler Fotoarbeiten und Collagen aus den 1970er-1980er Jahren wird erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Pinakothek der Moderne, Saal 27 und Wand Treppe Ost, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, 21. Juli 2020 bis 17. Januar 2021
www.pinakothek.de

About Us. Junge Fotografie aus China
Die Ausstellung zeigt siebzig Fotografien junger chinesischer Künstlerinnen und Künstlern, die in den letzten zwei Jahren für die Sammlung erworben wurden. Nach Robert Rauschenbergs westlichem Blick auf China in der letzten Ausstellung zeigen diese Fotografien nun Innenansichten der im Land lebenden Kunstschaffenden.
Alexander Tutsek-Stiftung, Karl-Theodor-Str. 27, München
Di-Fr 14 – 18 Uhr, Feiertags geschlossen, bis 29. Januar 2021
www.atutsek-stiftung.de

Sebastião Salgado. EXODUS.
Der brasilianische Fotograf und Fotoreporter Sebastião Salgado erhielt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2019. Der Preis wurde am Sonntag, den 20. Oktober 2019, in der Frankfurter Paulskirche verliehen. Die Laudatio hielt der Regisseur Wim Wenders.
Aus diesem Anlass zeigt das Kunstfoyer München ab Oktober 2020 die Ausstellung Sebastião Salgado. EXODUS – das Werk, mit dem er sich in aller Dringlichkeit für soziale Gerechtigkeit und Frieden eingesetzt hat, lange bevor er mit dem Projekt GENESIS (Ausstellung im Kunstfoyer 2015) und dem Film von Wim Wenders „Das Salz der Erde“ einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde.
Kunstfoyer, Maximilianstraße 53, München
tgl. 9-19 Uhr, Mitte Oktober 2020 bis Mitte Februar 2021
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

Gegenüber. Porträts von August Sander bis Rineke Dijkstra
Die menschliche Figur als eines der ältesten Motive in der Kunst nimmt auch in der Fotografie eine bedeutsame Rolle ein. August Sander – Wegbereiter einer sachlich-konzeptuellen Fotografie – suchte Menschen unterschiedlichster Gesellschaftsschichten und Berufsgruppen typologisch zu erfassen. Hingegen nähern sich jüngere Fotografengenerationen einer anderen Wirklichkeit. Rineke Dijkstra oder Wolfgang Tillmans etwa geht es darum, im Porträt auch ein individuelles Lebensgefühl festzuhalten.
Pinakothek der Moderne, Saal 28, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 28. Februar 2021
www.pinakothek.de

Jana Erb: This is not to be seen* *by future generations
In ihrer Fotoserie dokumentiert Jana Erb die Veränderungen der isländischen Ökosysteme durch den Klimawandel aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Gewissheit, dass nachfolgende Generationen unsere atemberaubenden Naturschönheiten nicht mehr erleben können, treibt Jana Erb in einer unkonventionellen Form der Dokumentationsfotografie an. In wechselnden Perspektiven zeigt sie besondere Seiten unserer Welt und stellt als Chronistin des Klimawandels die Veränderungen der isländischen Ökosysteme durch den Menschen heraus.
In abwechslungsreichen Bildern führt uns die Fotografin über die Insel im Nordatlantik und demonstriert ihre handwerkliche und künstlerische Vielseitigkeit. Es gelingt ihr die verträumte Verletzlichkeit der Wasserfälle am Haifoss in direkten Kontext zu den menschenfeindlichen Mondlandschaften der Myvatn Schwefelfelder zu setzen.
bosco, Bürger- und Kulturhaus Gauting, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
Di-Fr 9-12 Uhr, Di, Do, Fr 15-18 Uhr, Sa 10-12 Uhr, verschoben auf 2020/2021
bosco-gauting.de

XXX – das projekt fotografie ‑ Belichtungen der Wirklichkeit
Vor 30 Jahren gründete Michael Jochum das „Projekt Fotografie“ an der Münchner Volkshochschule.Während die Fotografie in den 1980er Jahren hierzulande noch um die schuf Jochum eine fotografische Schule der Wahrnehmung: Offen für alle, die sich grundlegend mit dem Bild und seiner Ästhetik auseinandersetzen wollen und auf der Suche nach einer persönlichen Bildsprache sind. Das „Projekt Fotografie“ etablierte sich in den letzten drei Jahrzehnten als wichtiger Ort für freie künstlerische Fotografie, an dem die Teilnehmenden im diskursiven Austausch gesellschaftliche Bedeutungsebenen des fotografischen Bildes befragen und eigene Bildkonzepte entwickeln.
Die Aspekte Galerie zeigt in Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Fotografie & Video/Film anlässlich des Jubiläums in einer Werkschau Arbeiten von Teilnehmenden sowie von Michael Jochum. Zu sehen ist ein breites Spektrum an Bildprojekten: von seriellen S/W-Abzügen auf Baryt und Farbtableaus über raumgreifende fotografische Installationen bis zu Fotomagazinen und KünstlerInnenbüchern.
Mit Arbeiten von Katrin Bertram, Julia Bradshaw, Chih-Chieh Chuang, Oliver Deska, Marlies Ebertshäuser, Armin Feser, Max Glanz, Susanne Görtz, Sabine Herrmann, Matthias Hofstetter, Michael Jochum, Elisabeth Mihalyi, Hermann Offner, Renate Pieper, Reinhard Piper, Tayama Ramos da Silva-Nielsen, Stefan Rampf, Michael Richter, Norbert Rother, Wolfgang Stahr, Guoling Wen, Eva Maria Wittmann, Martin Zinßer.
Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm, einen Katalog und ein Magazin.
Aspekte Galerie im Gasteig, Foyer 2. Stock, Rosenheimer Str. 5, München
tgl. 10-22 Uhr, verschoben auf Februar 2021
www.mvhs.de, www.michael-jochum.de

Michael Jochum „Das Leben der Bilder“
Streitfeld Projektraum, Streitfeldstraße 33, München
(verschoben auf Februar/März 2021)
www.michael-jochum.de, projektraum.streitfeld.net