Fotoausstellungen in München

[Stand 24. Juni 2019] Die folgenden Fotoausstellungen in München (und Umgebung) kann man derzeit oder bald anschauen. Die Ausstellungen sind nach Enddatum sortiert. Alle Angaben ohne Gewähr. Fragen und ggf. Terminhinweise bitte mailen an sg@goertz-fotografie.de.
Weitere aktuelle Infos auch unter www.facebook.com/susannegoertz.fotografie

Hanne Schaarschmidt “Unterwegs und nebenbei …“
Kleine „Hingucker“ unterwegs in der Stadt oder draußen in der Natur, Augenblicke und Stimmungen, besondere Ausschnitte und Perspektiven, die Schönheit im scheinbar Belanglosen. Hanne Schaarschmidt geht nicht auf Motivsuche, die Motive sind einfach da, „springen“ sie an bei Spaziergängen in der Stadt oder in der Natur, in der näheren Umgebung oder im Urlaub. Es sind Momentaufnahmen verschiedener Materialien und Strukturen, mit Licht, Farbe und Reflexionen, bei denen das Objekt oft erst auf den zweiten Blick erkennbar wird. Ihre Bilder werden nicht nachbearbeitet – sondern bleiben so, wie sie sind.
Rechtsabteilung der Landeshauptstadt München, Burgstraße 4, 1. Obergeschoss, München
Mo-Do 9.30-15 Uhr, Fr 9.30-13.30 Uhr, bis 28. Juni 2019

14x2m
14 Münchner Fotografinnen haben sich auf kleinstem Raum (je 2 qm) und in kürzester Zeit gegenseitig inspiriert und eine vielseitige Ausstellung mit “starken Fotografien von starken Frauen” geschaffen.
Feierwerk Farbenladen, Hansastr. 39-41, München
Geöffnet: Finisage Fr 28.6., 18 Uhr, bis 28. Juni 2019
www.feierwerk.de

Heimat – Idylle – Vision
Was verbirgt sich hinter dem Begriff Heimat? Zuhause – Zuflucht – Geborgenheit? Verklären wir hier etwas? Ist es die Landschaft, die uns als Heimat bleibt oder sind es Personen? Unsere Sichtweise und Verwurzelung ist mit Sehnsucht und Nostalgie verbunden. Durch einen Umzug etwa überschreiten wir eigene Grenzen, brechen zu neuen Orten auf, die auch wieder Heimat werden können.
Cordula Hofmann-Molis zeigt Rauminstallationen aus Draht – kleine mobile Häuser, die im Raum bewegt werden können. Die Objekte werden durch Zeichnungen und bearbeitete Architekturpläne ergänzt. Elis Hoymann zeigt Landschaften in analoger Schwarzweiß-Fotografie und Aufnahmen aus dem „Stattpark Olga“, einem alternativen Wohn- und Kulturraum in Sendling. Dort haben sich ganz unterschiedliche Menschen zu einer Gruppe zusammengefunden, die soziale und kulturelle Projekte verwirklichen wollen. Margret Kube geht mit Farbe die Verarbeitung von Vergangenheit und Gegenwart an. Ihre gestisch angelegten, abstrakten Bilder signalisieren Sehnsuchtsorte, Gegenstücke zum Alltag oder nehmen Bezug auf das Zeitgeschehen. Zwischen Konzept und spontaner Geste setzt sie ihre Ideen gerne in strahlenden Farben, jenseits jeglicher Tristesse um.
Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, München
tgl. 12-19 Uhr, bis 28. Juni 2019
www.seidlvilla.de

Janina Simone Kulcsar & Gisbert Stach
Das fotografische Werk von Janina Simone Kulcsar spiegelt, abstrakt bis experimentell, ihre Gefühlswelt und ihren Blick auf die Welt wider. Schmuck, Video, Fotografie, Performance, Transformation und auch Experiment kennzeichnen Gisbert Stachs Arbeiten.
Alte Brennerei Ebersberg, Im Klosterbauhof 6, Ebersberg
Fr 18-20 Uhr, Sa/So 14-18 Uhr, bis 30. Juni 2019
www.kunstvereinebersberg.de

Fragende Blicke. Neun Zugänge zu ethnografischen Fotografien
Museum Fünf Kontinente, Maximilianstr. 42, München
Di-So 9:30 -17:30 Uhr, bis 30. Juni 2019
www.museum-fuenf-kontinente.de

Scrittori italiani del ‘900
Die Fotoausstellung ist einer Reihe italienischer Autoren und Autorinnen gewidmet, die die italienische Literatur des 20. Jahrhunderts geprägt haben und deren Werke zum Kanon geworden sind. Die Übersetzungen ihrer Werke haben das Bild Italiens und seiner Literatur im Ausland, auch bei den deutschen Lesern geprägt.
Die begleitenden Texte wurden von Studenten der italienischen Philologie an der LMU München unter der Leitung von Isabel von Ehrlich verfasst.
In Zusammenarbeit mit Institut für italienische Philologie der LMU München, Mediapartner Mondadori Portfolio
Pasinger Fabrik, August-Exter-Str. 1, Lichthof / Bar
tgl. 10-23 Uhr, bis 30. Juni 2019
www.pasinger-fabrik.de

Josef Klingshirn “Ahnengeflüster. Frauen in Afrika”
Während seiner Reisen durch afrikanische Länder, oftmals zu Fuß, im Einbaum oder mit dem Buschtaxi, hatte der Künstler Josef Klingshirn das Glück, zeremonielle Maskentänze, Totenrituale und das Wirken von Feticheuren beobachten zu können. Diese faszinierenden Eindrücke haben seine Arbeiten stark beeinflusst. Die s/w-Portraits afrikanischer Frauen fesseln den Betrachter und vermitteln die Faszination und Persönlichkeit der jeweiligen Frau. Die Eindrücke von einem unglaublich menschlichen und schönen, aber auch grausamen und geheimnisvollen Afrika inspirieren seine Malerei, Grafik und Fotografie und gipfeln in dieser Ausstellung als einer Hommage an die afrikanischen Frauen.
Kulturhaus Milbertshofen, Curt-Mezger-Platz 1
Di-So 9-23 Uhr, bis 3. Juli 2019
www.kulturhaus-milbertshofen.de

Lena Engel “NullAchtNeun”
Seit zweieinhalb Jahren fotografiert Lena Engel für ihr Buch “NullAchtNeun” Orte, an denen die Subkultur zu Hause ist. Schon jetzt existiert die Hälfte davon nicht mehr.
Bayern-Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung, Herzog-Wilhelm-Str. 1, München
Mo-Fr 8-16 Uhr, bis 5. Juli 2019
www.lena-engel.de, www.sueddeutsche.de

Reinhardt Klenöder “Lichter der Nacht – Magie und Realismus”
Fotografie, die in der Dämmerung oder nachts entstanden sind, in denen Straßenlampen, Feuerstellen, Lichtreklamen oder Lichterkennten Menschen, Plätze, Gebäude und Dinge in ein freundliches Licht setzen oder auf der Kehrseite Müdigkeit oder Ernüchterung zum Ausdruck bringen.
Kultur-Etage Messestadt, Erika-Cremer-Str. 8/⁄⁄⁄; München
Mo-Fr 9-12 Uhr, 13-16 Uhr, 18-21 Uhr, Di/Do 16-18 Uhr und zu Veranstaltungen, 24. Juni bis 11. Juli 2019
(Vernissage Mo, 24. Juni 2019, 19 Uhr)
www.kulturzentrummessestadt.de

Klaus Tiedge “Pride of Africa”
75 atemberaubende, stilisierte Bilder von Wildtieren aus Kenia, Borswana und Namibia. Limitierte Originalfotografien aus dem 2012 erschienenen Bildband des deutschen Fotografen, der seit 2001 in Sudafrika lebt und arbeitet.
Galerie Stephen Hoffman, Prannerstr. 5, München
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr, bis 13. Juli 2019
galeriehoffman.com

Sigi Müller “Münchens Blaue Stunde”
Fotoausstellung von AZ-Stadtspaziergänger Sigi Müller.
Studio Galerie Roucka, Feilitzschstr. 14, München
Mo-Fr 10-19 Uhr, Sa 10-16 Uhr, 6. bis 13. Juli 2019

Babylon Berlin – fotografiert von Joachim Gern
Die am Set von BABYLON BERLIN entstandenen Fotografien von Joachim Gern sind künstlerisch freie Arbeiten und finden eine eigene fotografische Welt in dem für den Film wiedererschaffenen Berlin 1929.
Ingo Seu­fert, Gale­rie für Foto­gra­fie der Gegen­wart, Schleiß­hei­mer Str. 44, München
Di-Fr 14-19 Uhr, Sa 11-15 Uhr, bis 20. Juli 2019
www.ingoseufert.com

moment – Positionen zeitgenössischer Fotografie und Videokunst
Dokumentarisches und Experimentelles, Reiseeindrücke, Porträts, Landschaftsaufnahmen und Schnappschüsse zeigen die Vielseitigkeit des anspruchsvollen Kunstschaffens in der Region.
Es wirken mit: Simona De Fabritiis, Wolfgang Feik, Jette Hampe, Agnes Jänsch, Romy Karbjinski, Silvia Kirchhof, Johannes Karl, Annekathrin Norrmann und Kathrin Schürmann.
Neue Galerie Dachau, Konrad-Adenauer.Str. 20, 85221 Dachau
Di-So, Feiertag 13-17 Uhr, bis 21. Juli 2019
www.dachauer-galerien-museen.de

Rainer Köfferlein “Afghanistan 1963”
Fotografien.1963 fuhr Rainer Köfferlein mit fünf Freunden auf dem Landweg nach Afghanistan. Hauptziel der leidenschaftlichen Bergsteiger war eine bis dahin unerschlossene, vergletscherte Berggruppe im Hindukusch. Sowohl Anreise als auch die Eindrücke im Land waren ein Abenteuer und wurden zu einem unvergesslichen Erlebnis für die Teilnehmer. Fast vierzig Jahre Krieg und Terror haben Land und Menschen verändert. Viele Kulturschätze, wie die Buddha-Statuen von Bamiyan, sind zerstört. Die wunderbaren Fotos von Rainer Köfferlein vermitteln einen lebendigen Eindruck von Afghanistan im Jahr 1963.
Kunstforum Römerschanz, Dr.-Max-Str. 1, Grünwald
tgl. 9-21 Uhr, bis 24. Juli 2019
www.gemeinde-gruenwald.de

Fotodokumentation Freiham
Ein fotografisches Langzeitprojekt unter der Leitung von Gérard Pleynet.
Im Westen von München entsteht ein neuer Stadtteil, ein Wohn- und Gewerbegebiet für über 20.000 Menschen. Die Teilnehmenden des Fotoprojekts der MVHS unter der Leitung des Fotografen Gérard Pleynet setzen sich seit mehreren Monate mit dem Ort, den Gegebenheiten, dem Gelände und der Geschichte Freihams auseinander. Die in der Ausstellung gezeigten Fotografien stellen eine Zwischenbilanz dar und geben Einblick in den Fortschritt, stehen für dokumentarische Sichtweisen und künstlerische Positionen. Eine Weiterführung des Fotoprojektes ist geplant.
Zu sehen sind Arbeiten von Kurt Einhellig, Susanne Görtz, Margarete Hensel, Michael Mock, Robert Molnar, Martin Rethmeier, Andreas Rust, Detlev Schünke. Mit freundlicher Unterstützung durch den Bezirksausschuss 22.
Kulturzentrum Ubo9, Ubostr. 9, München-Aubing
Mi 17-19 Uhr und bei offenem Veranstaltungsbetrieb, 29. Juni bis 28. Juli 2019. Eintritt frei.
(Vernissage Fr 28. Juni 2019, 19 Uhr)
www.mvhs.de

Karlheinz Zwerend “Himmel über Laim”
Der Blick zum Laimer Himmel lässt stauen: von dramatischen Wolken in den verschiedensten Farben bis zum fast schwarz-weißen, ruhigen Winterbild, teilweise im original, teiweise künsterisch bearbeitet.
Interim, Am Laimer Anger 2, München
Ab 19 Uhr, nur zu Veranstaltungen, bis 28. Juli 2019
www.interim-kultur.de

A Head
Köpfe, Porträts; Zeichnungen, Gemälde und Fotografien aus dem 19. und 20. Jahrhundert von Hippolyte Bayard, Louis-Alphonse Poitevin, Andy Warhol, a.r. Penck, Georg Baselitz, Eurgène Lero, Cecil Beaton u.v.a.
Galerie Daniel Blau, Maximilianstr. 26, München
Mo-Fr 11-18 Uhr, bis 31. Juli 2019
danielblau.com

Olaf Menzel “shopping”
Aluminium, Edelstahl, Digitaldruck. Fotografien, zerschnitten, zerknüllt oder gefalltet zu dreidimensionalen Objekten
Galerie Klüser, Georgenstr. 15, MÜnchen
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr, bis 31. Juli 2019
www.galerieklueser.de

Natur als Kunst
Landschaft im 19. Jahrhundert in Malerei und Fotografie. Aus den Sammlungen der Christoph Heilmann Stiftung und des Münchner Stadtmuseums.
Städtische Galerie im Lenbachhaus, Luisenstr. 33, München
Di 10-20 Uhr, Mi-So und feiertags 10-18 Uhr, bis 18. August 2019
www.lenbachhaus.de

FORUM 049: Sebastian Riemer – Archivarische Empathie
In seinen Fotografien geht der Düsseldorfer Künstler Sebastian Riemer (geb. 1982) den speziellen und vielgestaltigen Eigenschaften des fotografischen Bildes auf den Grund. Welche Informationen können wir schon an der Oberfläche eines Abzug sammeln? In welchem Verhältnis stehen das Lichtbild und Praktiken der Massenmedien, etwa Stereotypisierung, Retuschen und Manipulationen oder Authentifizierungsstrategien? Riemer wirft diese medienreflexiven Fragen konkret am Bild auf, indem er Fotografien von Fotografien herstellt. Mittels dieser Aneignung fremder Bilder und seiner eigenen Überarbeitung, gelingt es ihm fotografische Charakteristika sichtbar und zum zentralen Thema seiner Bilder zu machen.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, bis 25. August 2019
www.muenchner-stadtmuseum.de

Batia Suter “Hexamiles (Odyssee)
Kunstverein München, Schaufenster am Hofgarten, Galeriestr. 4, München
Immer einsehbar, bis 25. August 2019
www.kunstverein-muenchen.de

Lisa Holzer “Esst mich!”
Lisa Holzer erkundet die Logik des Begehrens durch Bilder, Texte, performative Gesten und subtile Veränderungen an Ausstellungskonventionen. In ihren jüngsten Arbeiten werden vulgäre, aber appetitliche Fotos von Lebensmitteln formlos gemacht, vergrößert und zu einer malerischen, manchmal anthropomorphen Qualität abstrahiert und so Beschreibungen ästhetischer Erfahrungen hervorgerufen, welche von Theodor Adorno in seiner ästhetischen Theorie als „geschmackvoll genießen“ und „körperlich verschlingen“ bezeichnet werden und die Kunst in eine unbequeme Nähe zu „Küche und Pornografie“ bringen. Die daraus resultierenden Bilder verspotten und zelebrieren gleichermaßen die Hinterlassenschaften der abstrakten Malerei und arbeiten zugleich mit Klischees und den Erwartungen an das Medium Fotografie selbst. Mit Humor und kritischem Witz thematisiert ihre Praxis Bedingungen von Arbeit, Sichtbarkeit und Machtstrukturen gegenüber KünstlerInnen, Kunstwerken und dem Kunstsystem selbst.
Kunstverein München, 1. OG, Galeriestr. 4, München
Di-So 12-18 Uhr, bis 25. August 2019
www.kunstverein-muenchen.de

Primäre Gesten
Fotografien von Robert Rauschenberg aus den 1980er Jahren aus China und zeitgenössische Installationen in Glas von Mona Hatoum, Hassan Khan, Jana Sterbak und Terry Winters. Gesten sind Bewegungen des Körpers, die der nonverbalen Kommunikation dienen, kleine Akte der Verständigung und des Handelns. Anfang der 1980er Jahre ging der amerikanische Künstler Robert Rauschenberg als einer der ersten westlichen Künstler nach China mit dem Wunsch, ein solches Zeichen zu setzen, eine Geste des Interesses an der fernen und fremden Kultur. Aus den hunderten von Farbfotografien, die er von dieser Reise mitbrachte, wählte er 28 Motive aus und edierte sie unter dem Titel Study for Chinese Summerhall (1983). Die Ausstellung stellt dieser Fotoserie vier Installationen in Glas von renommierten internationalen Künstlerinnen und Künstlern gegenüber. Sie nehmen alltägliche funktionale Dinge wie einen Knoten oder einen Kreis in ihren Werken auf und transformieren diese primären Gesten in ein künstlerisches Objekt. Ihnen kommt so eine besondere Präsenz und Bedeutung zu.
Alexander Tutsek-Stiftung, Karl-Theodor-Str. 27, München
Di-Fr 14-18 Uhr, Feiertags geschl., bis 30. August 2019
www.atutsek-stiftung.de

Legendäre Rockfotos hoch über München!
Magic Moments of Rock & Po: Deep Purple! Die Ausstellung präsentiert Aufnahmen des Fotokünstlers Didi Zill (*1952) von der britischen Band – handverlesene Motive aus allen Schaffensphasen, immer nah an der Gruppe dran.
Rockmuseum im Olympiaturm, Spiridon-Louis-Ring 7, München
Mo-So 9-24 Uhr, bis 30. August 2019
www.rockmuseum.de

Erasmus Schröter “Im Mondschein”
Fotografien aus der DDR aus den Jahren 1979 bis 1985 zwischen fotografischem Dokument und künsterischem Einzelbild.
Galerie Michael Heufelder, Gabelsbergerstr. 83, München
Mi-Fr 14-19Uhr, Sa 12-16 Uhr, bis 6. September 2019
www.galerie-heufelder.de

Libellen – Leben in zwei Welten
Eine Entdeckungsreise in die unterschiedlichen Lebensräume: lebende Libellenlarven im Wasser und prachtvoll schillernde Flugakrobaten mit überraschenden Verhaltensweisen und erstaunlichen Eigenschaften, die Vorbild für technischen Innovationen sind. Viele Aufnahmen stammen vom Tierarzt und Naturfotografen Dr. Ferry Böhme, Bildband “Faszination Libellen” mit Thomas Brockhaus.
Museum Mensch und Natur, Schloss Nymphenburg
Do 9-20 Uhr, Fr/Di/Mi 9-17 Uhr, Sa/So/Fei 10-18 Uhr, bis 9. September 2019
www.mmn-muenchen.de

Saul Leiter.
Diese Ausstellung im Kunstfoyer widmet sich einem Grenzgänger zwischen den Medien Malerei und Fotografie. Saul Leiter (* 1923 in Pittsburgh – 2013 New York City) erfährt erst seit wenigen Jahren die verdiente Würdigung als einer der führenden Pioniere der Farbfotografie. Schon 1946, weit vor den Vertretern der „New Color Photography“ der 1970er Jahre (William Eggleston, Stephen Shore) verwendete er als einer der ersten die damals von Künstlern noch verachtete Farbfotografie. Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für die Kunst und begann bereits als Teenager Ende der 1940er Jahre zu malen. Seine Familie unterstützte sein künstlerisches Interesse nicht, da sein Vater, ein anerkannter Talmudischer Rabbiner und Gelehrter, stets seine Hoffnungen darauf gesetzt hatte, dass sein Sohn ihm eines Tages in der Familientradition als Rabbiner nachfolgen würde.
Saul Leiter hat sich immer als Maler und Fotograf verstanden. Sowohl in seiner Malerei als auch in seinen Fotografien tendiert er deutlich zu Abstraktion und Flächigkeit. Passanten werden nicht als Individuen in das Bild aufgenommen, sondern als verschwommene ästhetische Farbimpulse, überlagert von Scheiben oder zwischen Hauswänden und Verkehrszeichen. Die Übergänge zwischen Abstraktion und Figurativem in seinen Malereien und Fotografien sind beinahe nahtlos. Er findet seine Motive wie Schaufenster, Passanten, Autos, Schilder und immer wieder Regenschirme in der unmittelbaren Umgebung. Die Unschärfe im Detail, die Verwischung von Bewegung und die Minderung der Tiefenschärfe, den Ausgleich oder gewollten Entzug von notwendigem Licht und die Verfremdung durch Fensterdurchsichten und Spiegelungen. Dies alles verschmilzt zur Farbsprache eines halb realen, halb abstrahierten urbanen Raums. Es sind Arbeiten eines fast noch unentdeckten modernen Meisters der Farbfotografie der 1940er und 1950er Jahre.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg und wird kuratiert von Ingo Taubhorn und Brigitte Woischnik.
Kunstfoyer, Maximilianstraße 53, München
tgl. 9-19 Uhr, bis 15. September 2019
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

Katharina Sieverding “Am falschen Ort II”
Im Sommer 2019 präsentiert die international renommierte Künstlerin Katharina Sieverding im Dachauer Schloss großformatige Foto-Arbeiten aus ihrem umfangreichen Oeuvre. Unter anderem werden neue, speziell für Dachau geschaffene Werke sowie eine Medieninstallation gezeigt.
Die Künstlerin forscht in ihren Bildkonstruktionen nach Bedeutung und Kritik historischer und politischer Geschehen, deren gesellschaftlichen Beziehungen und dem Stellenwert des Menschen.
Im weltumspannenden Blick ergeben sich aus dem Titel “Am falschen Ort II” vielfache Bezüge. So stellt uns die fast 30 Meter lange skulpturale Raum-Installation im aristokratischen Ambiente des Renaissance-Saales auch die Frage nach der Auseinandersetzung mit der spezifischen Bedeutung des Ortes. Diese Frage lässt sich auf die Stadt Dachau und darüber hinaus erweitern.
Schloss Dachau, Schlossstr. 2, 85221 Dachau
tgl. 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, bis 15. September 2019

Von Ferne. Bilder zur DDR
Die Gruppenausstellung »Von Ferne. Bilder zur DDR« zeigt Formen des produktiven Umgangs mit fotografischen Bildern aus der und über die DDR. Zu sehen sind Arbeiten, für die sich Künstler*innen fremde wie auch eigene Bilder (erneut) aneignen, diese in einer Vergegenwärtigung umkreisen und so einer Neubetrachtung öffnen. An verschiedenen Stellen weisen die Arbeiten über die Aneignung auf visueller Ebene hinaus, verschränken in medienübergreifenden Ansätzen Bild und Text, verwenden das eine als Gegenstück des anderen und umgekehrt.
Mit Arbeiten von u. a. Tina Bara, Seiichi Furuya, Tamami Iinuma, Sven Johne, Jens Klein, Jürgen Kuttner, Christian Lange, Emanuel Mathias, Katrin Mayer, Simon Menner, Einar Schleef, Christine Schlegel, Joachim Schmid, Erasmus Schröter, Gabriele Stötzer, Paul Alexander Stolle, Elisabeth Tonnard, Andreas Trogisch, Joerg Waehner, Ulrich Wüst.
Villa Stuck, Prinzregentenstr. 60, München
Di-So 11-18 Uhr,  bis 15. September 2019
www.villastuck.de

Katharina Sieverding – Am falschen Ort II
Die international renommierte Künstlerin präsentiert zentrale Werkgruppen aus ihrem umfangreichen Werk: großformatige Foto-Arbeiten, darunter auch speziell für Dachau geschaffene Werke, sowie eine Medieninstallation.
Schloss Dachau, Schlossstr. 7, Dachau
Di-So 10-16 Uhr, bis 15. September 2019
www.vr-dachau.de

Der Olympiapark – fotografische Ansichten
Der Olympiapark ist ein ganz besonderer Ort. Das Spannungsfeld zwischen Architektur, Landschaftsgestaltung, Designkonzept, Eventlocation, historischen ereignissen und aktueller Nutzung ist faszinierend. Entdecken Sie in der Ausstellung ungewöhnliche Blicke, unbekannte Ansichten und reizvolle Bildergeschichten.
Zu sehen sind Fotografien von Ursula Czerska, Thomas Deutsche, John de Vine, Kurt Einheillig, Sabine Froschmayr, Markus Heinisch, Steffen Pöhlmann, Sarah Seifert, Antoine Squillace, Helmut Wegmeth, Andreas Weimann.
MVHS Moosach, Bauberger Str. 6a, München
Mo-Do 10-20 Uhr, Fr-Sa, Ferien nur bei Veranstaltungsbetrieb, 16. Juli bis 25. September 2019
(Vernissage 16. Juli 2019, 19 Uhr)
www.mvhs.de

Taiwan Passwort
Fotografien von Chih-Chieh Chuang und Michael Richter.
Katholische Stiftungshochschule (im H-Bau), Preysingstr. 83, München
bis Ende September 2019

Traumstrasse B3. Unterwegs auf der deutschen Route 66.
Oft beginnt das Außergewöhnliche direkt vor der eigenen Haustür. Für Wolfgang Groeger-Meier ist jede Fahrt auf der Bundesstraße 3 verbunden mit einem Gefühl von Freiheit und Entschleunigung. Seit seiner Kindheit kennt der in Frankreich geborene und in Hannover aufgewachsene Fotograf die Bundesstraße 3, eine der meistbefahrenen Bundesstraßen des Landes. Von Buxtehude bei Hamburg führt sie über die Lüneburger Heide und Frankfurt/Main bis an die deutsch-schweizerische Grenze. Nun hat er sie zum Thema einer Entdeckungsreise und seines neuen Bildbandes gemacht.
Die Fotoausstellung „Traumstraße 3“ im BMW Museum ist seinen Bildern gewidmet. Sie zeigen vor allem das Besondere im Alltäglichen: malerische Landschaften, markante Gebäude und spontane Begegnungen mit den Bewohnern. So lenken sie den Blick auf spannende Orte und Menschen abseits spektakulärer Touristenziele und direkt vor der eigenen Haustür.
Mit dabei ist der mintgrüne BMW 2002, mit dem Oldtimerfan Groeger-Meier die Traumstraße erkundete. Er ist nicht nur auf vielen Fotos zu sehen, sondern auch direkt vor Ort im BMW Museum – allerdings mit Unterbrechungen. Schließlich braucht ihn sein Besitzer ab und zu, um neue Entdeckungsreisen zu unternehmen.
BMW Museum, Am Olympiapark 2, München
Die-So 10-18 Uhr, bis September 2019
www.bmw-welt.com

Aenne Biermann. Vertrautheit mit den Dingen.
Für die Autodidaktin Aenne Biermann (1898 – 1933) war die Kamera ein Mittel sich den Dingen und Situationen ihrer Lebensumwelt anzunähern. Ab der Mitte der 1920er-Jahre gewann sie mit ihren Fotografien alltäglichen Erfahrungen und Begebenheiten unbekannte und unerwartete Ansichten ab. Obwohl Aenne Biermann relativ isoliert von den Entwicklungen der Avantgarden in den Großstädten aktiv war, wurden ihre Werke ab 1929 in allen bedeutenden Ausstellungen zur modernen Fotografie umfangreich präsentiert. Das in nur wenigen Jahren entstandene Werk – Aenne Biermann verstarb aufgrund einer Krankheit schon 1933 – zählt heute zu den Hauptwerken der Fotografie des Neuen Sehens und der Neuen Sachlichkeit.
Die Ausstellung umfasst etwa ca. 100 originale Fotografien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde, die eine der umfangreichsten Sammlungen zu Aenne Biermann beherbergt, ergänzt um Dokumente und Archivalien, die Werk und Werdegang der Künstlerin illustrieren.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, 12. Juli bis 13. Oktober 2019
www.pinakothek.de

Faszination Bernstein
Momentaufnahmen aus einer vergangenen Zeit. Im Mittelpunkt der Fotoausstellung stehen Fossileinschlüsse von Tieren und Pflanzen in Baltischem Bernstein aus der Sammlung von Adolf Freiherr Bachofen von Echt (1864-1947). Die grossformatigen Fotos wurden mit modernster digitaler Mikroskoptechnik aufgenommen.
Paläntologisches Museum, RIchard-Wagner-Str. 10, München
Mo-Do 8-16 Uhr, Fr 8-14 Uhr, jeden 1. So/Monat 10-16 Uhr, bis 31. Oktober 2019
bspg.palmuc.org

“I will be with you, whatever“ 25 Jahre BISS – die schönsten Bilder
Das 25-jährige Jubiläum beging die Münchner Straßenzeitung BISS mit der Errichtung eines Kunstwerks auf dem Wittelsbacherplatz im Herzen von München. Die grandiose Skulptur „I will be with you, whatever“ des britischen Künstlerkollektivs Studio Morison war vom 30. Juni bis 13. Oktober 2018 der Mittelpunkt von 80 Veranstaltungen, bei denen die Menschen der Stadt zusammengekommen sind und miteinander gesungen, getanzt, diskutiert und gelacht haben. Mit diesem spektakulären Jubiläumsprojekt ist es BISS gelungen, sehr viele Menschen über die Ursachen von Armut und Obdachlosigkeit aufzuklären und sie zu ermutigen, sich für ein solidarisches und friedliches Miteinander in der Gesellschaft einzusetzen.
Die Ausstellung mit 49 Fotografien von Münchner Fotografen und Einsendungen aus dem Publikum zeigt einen Rückblick auf die menschlichen Seiten des Jubiläums und beleuchtet die vielfältigen Aktionen aus den verschiedenen Blickwinkeln.
H-TEAM e.V., Plinganserstraße 19, München
Mo-Fr nach telef. Vereinbarung unter 089-7473620, 27. Juni bis 15. November 2019
(Vernissage 27. Juni 2019, 18.30 Uhr)
www.h-team-ev.de

RE-VISIONS
Über vier Jahrzehnte haben Ann und Jürgen Wilde eine einzigartige Sammlung moderner und zeitgenössischer Fotografie zusammengetragen, die seit 2010 als Stiftung Ann und Jürgen Wilde den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angegliedert ist. Einen Schwerpunkt der Sammlung bildet das Werk von Fotografinnen wie Aenne Biermann, Florence Henri und Germaine Krull. Die Galerie Wilde (1972-1985), bei Gründung die einzige auf Fotografie spezialisierte Galerie in Deutschland, hatte mit Jan Groover, Marcia Resnick, Gwenn Thomas und Deborah Turbeville auch zeitgenössische Fotografinnen im Programm. Bis heute ist es ein besonderes Anliegen von Ann Wilde, die Arbeit von Künstlerinnen und Fotografinnen zu fördern und zu erwerben. Aus Anlass ihres Geburtstages öffnet die Stifterin erstmals ihre private Sammlung. Die Präsentation „Re-visions“ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er-Jahre bis in die jüngste Gegenwart mit Werken u.a. auch von Johanna Diehl, Rineke Dijkstra, Marie Jo Lafontaine, Barbara Probst, Alexandra Ranner, Judith Joy Ross, Martina Sauter, Eva-Maria Schön, Kathrin Sonntag und Heidi Specker.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 17. November 2019
www.pinakothek.de

FORUM 050: Der Greif – Public / Private
„Der Greif” ist eine vielfach ausgezeichnete Organisation für zeitgenössische Fotografie. Seit der Gründung 2008 beschäftigt sich das Kollektiv mit aktuellen Themen, die fotografische Bildproduktion, -distribution und -rezeption betreffen. Alle Projekte verbinden physische und virtuelle Räume. Im Zusammenhang mit der Ausgabe 12 ihres Magazins, gastkuratiert vom britisch-südafrikanischen Künstlerduo Broomberg & Chanarin, zeigt „Der Greif” in einer interaktiven Installation eine speziell kuratierte Auswahl an Fotografien. Adam Broomberg & Oliver Chanarin erhalten über eine offene Ausschreibung hierfür fotografische Bilder, die zu privat, zu still, zu gewalttätig, zu politisch, zu subversiv oder zu explizit sind, um sie online zu teilen. Bilder, die niemals auf Facebook, Instagram oder anderen sozialen Netzwerken gezeigt würden. Die Präsentation der Arbeiten fordert die Besucher_innen auf, sich den Bildern zu nähern, sie zu berühren, mit ihnen umzugehen und bricht dadurch mit klassischen Präsentationsformaten von Fotografie. Gleichzeitig hinterfragt sie unsere fotografische Bildrezeption auf Smartphone-Bildschirmen.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, 13. September bis 1. Dezember 2019
www.muenchner-stadtmuseum.de

FORUM 051: Jonathan Danko Kielkowski – unbounded
“Schönheit verleitet die Menschen zum Hinschauen“, sagte der US-Amerikanische Fotokünstler und Dokumentarfotograf Richard Misrach. Auch der Fotograf Jonathan Danko Kielkowski (geb. 1988) transformiert seine Bilddokumente zu Kunstwerken. Seine Sujets sind vergessene und verlassene Orte menschlicher Geschichte. Ohne journalistische Anklage dokumentieren die Bilder Spuren menschlichen Eingriffs in die Natur und deren Ausbeutung. Beispielhaft dafür stehen seine Fotografien von dem 2012 vor der ligurischen Küste havarierten Kreuzfahrtschiff Costa Concordia. Dem Nürnberger Fotografen gelang es schwimmend das Wrack kurz vor dessen Ende zu fotografieren. Die aktuelle Arbeit und Buchpublikation von Kielkowski beschäftigt sich mit Pyramiden, einer ehemaligen sowjetischen Bergbaustadt auf Spitzbergen. Bizarr-morbide Landschaftsaufnahmen zeigen zeitgeschichtliche Dokumente gescheiterter technologischer Zukunftsvisionen.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, 13. Dezember 2019 bis 16. Februar 2020
www.muenchner-stadtmuseum.de

So wie wir waren. Deutsche Fotografie der 1970er Jahre
Im Zentrum dieses umfänglichen Ausstellungsprojekts mit mehreren Hundert Werken bekannter und noch zu entdeckender Künstler steht die westdeutsche Fotografie der 1970er-Jahre. Die Tradition eines dokumentarischen Stils wieder aufgreifend etablieren die sogenannten Autorenfotografen die Fotografie im Kontext der zeitgenössischen Kunst. Während sie aufmerksam beschreibend die bundesdeutsche Wirklichkeit in den Blick nehmen, entdecken Maler und Bildhauer das visuelle Potenzial fotografischer Bilder, das tradierte Bildvorstellungen herausfordert, und integrieren diese in ihre oftmals gattungsübergreifenden wie auch gesellschaftskritischen Werke.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, 5. Januar bis 9. März 2021
www.pinakothek.de