Fotoausstellungen in München

[Stand 14. Januar 2020] Die folgenden Fotoausstellungen in München (und Umgebung) kann man derzeit oder bald anschauen. Die Ausstellungen sind nach Enddatum sortiert. Alle Angaben ohne Gewähr. Fragen und ggf. Terminhinweise bitte mailen an sg@goertz-fotografie.de. Weitere aktuelle Infos auch unter www.facebook.com/susannegoertz.fotografie

Wohnungen, Wohnungen, Wohnungen!
Wie hat sich der Wohnungsbau in Bayern im letzten Jahrhundert verändert? Welche Einflüsse hatten dabei politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Stadt und Land? Welche Vorstellungen prägen das Wohnen heute?
Das Thema Wohnungsbau ist heute so aktuell wie vor 100 Jahren. Die Ausstellung „Wohnungen, Wohnungen, Wohnungen! Wohnungsbau in Bayern 1918 | 2018“ ist eine Kooperation des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr und des Architekturmuseums der Technischen Universität München. Sie führt vor dem Hintergrund historischer Ereignisse an konkreten Beispielen durch die Veränderung von Architektur, Bauweisen, Wohnformen und Grundrisslösungen bis hin zur Ausstattung der Wohnungen. Die Ausstellung liefert nicht nur einen facettenreichen Blick auf die Entwicklung des sozialen Wohnens in Bayern, sie bietet auch interessante Beiträge zur aktuellen Debatte über Wege zu mehr Wohnungsbau.
Foyer des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr, Franz-Josef-Strauß-Ring 4, München
10-18 Uhr, bis 16. Januar 2020, Eintritt frei
www.stmb.bayern.de

Atmosphären
Gruppenausstellung mit Arbeiten von Xenia Fumbarev (Fotografie/Siebdruck), Carolin Isarael und Julia Schewalie. Die drei Künstlerinnen Carolin Israel, Xenia Fumbarev und Julia Schewalie erschaffen mit ihrer Kunst unterschiedliche Atmosphären, die uns in ihren Bann ziehen. Sie wecken vergessene Erinnerungen, Gefühle und Stärken in uns. Sie lösen uns von dem Rationalen und geben uns einen Raum für das Immaterielle – wir müssen es nur zulassen. Ein Gegen -wie Ruhepol bilden die Werke der Künstlerin Xenia Fumbarev (*1986, Kiew, Ukraine). Sie arbeitet an der Schnittstelle von Fotografie, Skulptur und Malerei. Fassadenbilder werden auf Betonplatten im Siebdruckverfahren hergestellt. Diese Fotos enthalten mehrere visuelle Elemente: Schatten, die auf die Fassaden geworfen werden, oder Texturen der Wände selbst. Zarte Motive treffen auf Rohstoffe, flüchtige Momente auf monolithischen Beton. Fumbarevs Werke strahlen dadurch eine Art „Geistigkeit“ aus. In der mythologischen Vorstellung und in vielen Volksglauben wird durch den Schatten das innere seelische Wesen des Menschen und der Atmosphäre sichtbar gemacht.
Galerie Filser & Gräf, Neuturmstr. 2, München
Di-Fr 11-19 Uhr, Sa 13-17 Uhr, bis 18. Januar 2020
www.filserundgraef.de

Amir EshelMadonna of Amir & Mongolian View
„Photographie ist für mich ein Weg, Liebe zu teilen und den Moment zu leben. Ich kann Photos nur spontan schießen, ansonsten wirken sie nur künstlich … Ich möchte mit meinen Bildern das Innere der Menschen entdecken und so erfahre ich in ihrer Reaktion auf diese Photographien über ihre menschliche Natur…“
Mit diesen eindringlichen Zitaten beschreibt der Photograph Amir Eshel, der in Tel Aviv und Los Angeles zu Hause ist, sich aber als Weltbürger empfindet, seine Arbeit.
In der Pasinger Fabrik werden über die Jahreswende zwei Serien in Lichthof und Bar präsentiert: In der Serie „Madonna of Amir“ zeigt Eshel eine einmalige Sammlung außergewöhnlicher Frauenportraits, aufgenommen auf seinen vielen Reisen durch die Welt. Die Aufnahmen sind auf einfachen Plastiktellern fixiert, wodurch ein ironischer Widerspruch zwischen der Schönheit der abgebildeten Frauen und dem Wegwerfcharakter des Bildträgers entsteht. In der zweiten Serie „Mongolian View“ bringt uns Amir Eshel von einer kürzlichen Reise ins Himalaya und die Mongolei Bilder mit, die die phantastischen Landschaften und Einblicke ohne jegliche menschliche Spur zeigen. Eintritt frei.
Pasinger Fabrik, Lichthof & Bar, August-Exter-Straße 1, München
tgl. 10-23 Uhr, bis 19. Januar 2020
www.pasinger-fabrik.de

Balkrishna Doshi – Architecture for the People
Balkrishna V. Doshi (*1927 in Pune, Indien) ist Architekt, Städteplaner und Lehrer. Er zählt zu den einflussreichsten Pionieren moderner Architektur in Indien. Doshis Lebenswerk wurde 2018 mit dem Pritzker-Preis geehrt, der weltweit renommiertesten Auszeichnung für Architektur. Seit den 1950er-Jahren hat Doshi mehr als 100 Gebäude realisiert, darunter Verwaltungs- und Kultureinrichtungen, Siedlungen und Wohnhäuser. International bekannt wurde er durch seine visionären Stadtplanungen und sozialen Wohnprojekte sowie durch sein großes Engagement im Bildungsbereich.
Sein Verständnis von Architektur ist stark von Le Corbusier und Louis Kahn geprägt, mit denen er als junger Architekt zusammenarbeitete. Ausgehend von deren moderner Formensprache hat er jedoch ein ganz eigenes ästhetisches Vokabular entwickelt, das mit lokalen Bedürfnissen und indischen Traditionen in Einklang steht. Doshis Gesamtwerk wird in diesem Jahr erstmals in einer Retrospektive in Europa gezeigt. Anhand zahlreicher Architekturmodelle, Pläne, Malereien, Fotografien, Filme und Nachbauten seiner Architekturen in Originalgröße wird sein Schaffen in den Bereichen Architektur, Städtebau, Design und Kunst umfassend präsentiert.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 19. Januar 2020
www.architekturmuseum.de

Anne Kaiser “See Souls”
See Souls ist ein Fotoprojekt von Anne Kaiser. Die Fotografin unterstützt mit ihrer Arbeit soziale Projekte. Die Fotografien dieser Ausstellung zeigen das Leben und die Menschen in syrischen Flüchtlingslagern im Libanon, wohin Anne Kaiser im Mai diesen Jahres die Münchnerin Jacqueline Flor, Gründerin des Vereins Zeitschule e.V., begleitet hat.
Der Verein Zeitschule e.V. baut Schulen in syrischen Flüchtlingslagern im Libanon und in Syrien. Millionen von Kindern haben dort keine Zugang zu Bildung. Sie wachsen im analphabetismus auf und sind leichte Opfer für extremistische grupppierungen. Zeitschule E.V. hilft den Menschen vor Ort sinnvoll, unbürokratisch, effektiv und nachhaltig. Die Fotografien stehen zum Verkauf, der Erlös geht an Zeitschule e.V.
Schnitzer& Studio, Lindwurmstraße 95a (2. Innenhof), München
Mo-Do 9-17 Uhr, Fr 9-15 Uhr, bis 21. Januar 2020
(Finissage und Konzert mit Ogaro Ensemble Di 21. Januar 2020, 18 Uhr)
www.schnitzerund.de

Magdalena Jetelová “Pacific ring of fire”
Das jüngste Projekt der tschechischen Künstlerin Magdalena Jetelová (geb. 1946) ‚Pacific Ring of Fire‘ greift, wie bereits 1992 im „Iceland Project“, erneut das Thema der Naturgrenze und geologischen Nahtstelle auf. Der Pazifische Feuerring umgibt die pazifische Platte hufeisenförmig mit einem Vulkangürtel an der Stelle, an der die Pazifische Platte auf mehrere andere Kontinentalplatten trifft. Mit einem Laserstrahl markiert sie in Patagonien die Plattengrenze nach mathematischen Berechnungen, da deutliche Erhebungen wegen des Ewigen Eises nicht zu sehen sind. Nachrichten wie ‚Essential is visible‘ wurden mit einem Laserpointer auf die sich verändernden, zum Teil einstürzenden Eisberge geschrieben. Die drastischen geologischen Veränderungen durch den Klimawandel klingen in diesen fotografischen Aufnahmen deutlich an.
Walter Storms Galerie, Schellingstr. 48, München
Di–Fr 11–18 Uhr, Sa 11–16 Uhr, bis 25. Januar 2020
www.storms-galerie.de

Ist das Mode oder kann das weg !? 40 Jahre VOGUE Deutschland
Die Ausstellung im Museum VILLA STUCK anlässlich des 40-jährigen Bestehens der deutschen Ausgabe von VOGUE ist eine Zeitreise in das Gestern, Heute, vor allem aber das Morgen des Mode-Journalismus, der längst nicht mehr auf das gedruckte Magazin beschränkt ist, sondern Mode auf vielen Plattformen – digital, audio-visuell oder in Form von Events erlebbar macht.
Museum Villa Stuck, Prinzregentenstr. 60, München
Di-So 11-18 Uhr, bis 26. Januar 2020
www.villastuck.de

O. Winston Link. Retrospektive.
Retrospektive der fantastischen Nachtaufnahmen und early colors des amerikanischen Fotografen O. Winston Link. Amerikas letzte Dampfzüge in Aktion in den 1950er Jahren. Mit 150 Werken ein weiteres Highlight für alle Fans der Fotografie!
Kunstfoyer, Maximilianstraße 53, München
tgl. 9-19 Uhr, bis 26. Januar 2020
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

Candida Höfer “In Moskau”
Galerie Rüdiger Schöttle, Amalienstr. 41, München
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr, bis 1. Februar 2020
www.galerie-schoettle.de

NUR MIT UNS – BBK-Mitglieder stellen aus
In der traditionsreichen Mitgliederausstellung, welche seit über 70 Jahren stets zum Jahresende in der Galerie der Künstler eröffnet wird, präsentiert der Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler München und Oberbayern die große Vielfalt der künstlerischen Arbeiten seiner Mitglieder. Die unjurierte Ausstellung ermöglicht einen authentischen Einblick in das weite Spektrum der künstlerischen Positionen, die der 1946 gegründete Berufsverband mit momentan über 1000 Künstlerinnen und Künstlern als Mitglieder bei sich versammelt.
Galerie der Künstler, Maximilianstraße 42, München
Mi-So 11-18 Uhr, Do 11-20 Uhr, bis 7. Februar 2020
www.bbk-muc-obb.de

Roger Fritz “Der bewegte Mensch”
Der Münchner Fotograf, Schauspieler und Regisseur Roger Fritz zeigt Bilder des mobilen Lebens im Verkehrszentrum des Deutschen Museums. Fotos und Bewegung -ein Widerspruch in sich: DasMedium per se steht still, die Motive sind in zwei Dimensionen fixiert. Und doch kann man das mobile Leben mit der Kamera einfangen und damit nicht zuletzt die Gemüter der Betrachter bewegen.
Deutsches Museum Verkehrszentrum, Bavariapark 5, München
tgl. 9-17 Uhr, bis 9. Februar 2020
hwww.deutsches-museum.de

Rana Elnemr – fine structure constant
Die Medienkünstlerin Rana ElNemr, die 1974 in Hannover geboren wurde und in Kairo lebt, ist in der Kunstszene der ägyptischen Hauptstadt und deren großer urbaner Umgebung zu Hause.Sie bewegt sich von formalistischen, fotografischen Erkundungen ausgehend hin zu genrekritischen, visuellen »Essays« ihres Umfelds in Ägypten. Dabei beschäftigt sie sich mit der Frage, was das visuelle Erleben und dessen ästhetische Widerspiegelung in Raum und Zeit bedeutet. Sie erforscht, beschreibt und reflektiert ihre Erfahrungen mit den Mitteln der Fotografie, des Films, des Textes und des dokumentierten Gesprächs. Rana ElNemr ist im Programm »Artist in Residence. Kunst-Konzept-Vermittlung« zu Gast am Institut für Kunstpädagogik der LMU München. In Kooperation mit der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München/Residency Ebenböck-Haus zielt das Programm auf eine wirksame Vernetzung von Wissenschaft, Kunst und Kultur, um die Kunstvermittlung sowohl an der Universität als auch in der Münchner Kunst- und Kulturlandschaft zu fördern. Unterstützt wird das Programm auch von der Leinemann-Stiftung und Lehre.klammeraffe.LMU. Begleitend zur Ausstellung entsteht ein Katalog, den Studierende der Kunstpädagogik an der LMU München innerhalb eines Seminars gestalten.
Bayerische Akademie der Schönen Künste, Max-Joseph-Platz 3, München
Mo-Fr 11-16 Uhr, 23. Januar bis 14. Februar 2020,
(Eröffnung 22. Januar 2020, 19 Uhr, mit Begrüßung durch Wilhelm C. Warning, Anja Mohr, Stephanie Lyakine-Schönweitz und Einführung durch Andreas Kühne)
www.badsk.de

Peter Untermaierhofer: When Time Stood Still
Neben sechs großformatigen Arbeiten, die in Prypjat/Tschernobyl entstanden sind, werden in der Ausstellung weitere 12 Fine Art Prints anderer Lost-Places-Fotografien präsentiert, die in der Galerie bisher nicht zu sehen waren.
Ingo Seufert, Galerie für Fotografie der Gegenwart, Schleißheimer Straße 44, München
Di-Fr 14-19 Uhr, Sa 11-15 Uhr, bis 22. Februar 2020
www.ingoseufert.com

Sag Schibbolet!
Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen u.a. Fotografie von Sophie Calle, Arno Gisinger, Fazal Sheik.
Jüdisches Museum, St.-Jakobs-Platz 16, München
Di-So 10-18 Uhr, bis 23. Februar 2020
www.juedisches-museum-muenchen.de

Gesichter der Stadt
Videoporträts von Kurt Benning und Hermann Kleinknecht
Im Jahr 1996 entwickelten die Künstler Kurt Benning (1945–2017) und Hermann Kleinknecht (geb. 1943) das Langzeitprojekt „Videoporträts“. Ihr Konzept bestand darin, Protagonisten der Münchner Kunstszene, aber auch Menschen aus allen sozialen Klassen, unterschiedlichen Berufsgruppen und jeden Alters darüber sprechen zu lassen, was sie bewegt.
Unter der Überschrift “Bilder für Alle” stellt die Ausstellung ergänzend einige offene Projekte vor, die im Sinne von Benning und Kleinknecht das Medium Porträt, das traditionell eher privilegierten Gesellschaftsschichten zur Verfügung stand, einem demokratischen Wandel unterziehen.
Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, München
Di-So 10-18 Uhr, bis 23. Februar 2020
www.muenchner-stadtmuseum.de

Tutto. Perspektiven italienischer Kunst
Die Kooperationsausstellung zwischen dem Museum in Bozen und der Sammlung Goetz präsentiert mehr als 120 Werke in einem Dialog. Ausgehend vom künstlerischen Aufbruch in der Nachkriegszeit vermitteln sie einen Einblick in wesentliche Strömungen der italienischen Kunst zwischen den 1950er und 1980er Jahren.
Tutto, der Titel der Ausstellung, wurde der gleichnamigen Arbeit des Künstlers Alighiero Boetti von 1988 entlehnt. Dabei handelt es sich um ein ikonisches Werk aus der letzten Serie seiner Stickarbeiten, in der er die Prinzipien seiner künstlerischen Praxis vereint.
Zentraler Bezugspunkt vieler Künstler ist die Überwindung der zweidimensionalen Leinwand, wie sie Lucio Fontana in seinem Concetto Spaziale1954 exemplarisch vorführt. Die Ausstellung gibt anhand von Malerei und Fotografie einen Einblick in verschiedene künstlerische Ansätze, die den Wunsch der Erweiterung des traditionellen Tafelbildes und der Öffnung zu anderen künstlerischen Gattungen verbindet.
Ergänzt wird die Ausstellung von einer umfangreichen Auswahl dokumentarischer Materialien aus den Archiven der beteiligten Künstlerinnen und Künstler. Die Vielzahl unterschiedlicher Elemente, wie Fotografien, Plakate, Einladungen, Arbeitsnotizen und Objekte, lässt so ein facettenreiches Gesamtbild entstehen.
Sammlung Goetz, Oberföhringer Str. 103, München
Do-Fr 14-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr, bis 29. Februar 2020. Besuch nur nach Anmeldung unter www.sammlung-goetz.de.
www.sammlung-goetz.de

Callie Shell “Hope, never fear”
Michelle und Barack Obama zwischen Öffentlichkeit und Privatleben. Fotografie von Callie Shell. Die preisgekrönte Fotografin Callie Shell hat Barack Obama bereits fotografiert als er noch nicht Senator war. Sie hat ihn und seine Familie in Wahlkampfbussen durch ganz Amerika und bis ins Weiße Haus nach Washington begleitet und wurde eine enge Vertraute der ganzen Familie. Callie Shells Fotografien, die zu Ikonen geworden sind, gewähren Einblicke in das Leben eines außergewöhnlichen Paares. In dieser Ausstellung sind Shells Bilder zum ersten Mal in Deutschland zu sehen.
Callie Shell wurde 1961 in Georgia geboren und hat Politikwissenschaft studiert. Sie fotografiert für das Time Magazine.
Amerikahaus, Barer Str. 19a, München
Mo-Fr 10-17 Uhr, Mi 10-20 Uhr, So 10-16 Uhr, bis 1. März 2020
www.amerikahaus.de

Tom Hegen: HABITAT – Vom Menschen geprägte Lebensräume
Die Ausstellung von Tom Hegen zeigt die Beziehung zwischen Mensch und Natur durch beeindruckende Luftaufnahmen. Er inszeniert den Blick auf unsere Erde und verleiht den vom Menschen geprägten Landschaften eine Ruhe und Schönheit, die fasziniert aber auch nachdenklich macht und zeigt, dass kaum ein Flecken Erde noch unberührt ist.
Tom Hegen zeigt Landschaften, die durch menschliche Eingriffe stark verändert wurden. Die Aufnahmen laden den Betrachter dazu ein, unseren Planeten aus einer neuen Perspektive zu entdecken, die Dimensionen menschlicher Eingriffe auf unserer Erdoberfläche zu verstehen und letztlich Verantwortung zu übernehmen.
bosco, Bürger- und Kulturhaus Gauting, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
Di-Fr 9-12 Uhr, Di, Do, Fr 15-18 Uhr, Sa 10-12 Uhr, bis 22. März 2020
bosco-gauting.de

Ann-Christine Woehrl “Der Frieden trägt den Namen einer Frau – Kolumbien im Wandel”
Die Fotografin Ann-Christine Woehrl und die Journalistin Cornelia von Schelling haben zwei Jahre lang sechs ehemalige FARC-Rebellinnen begleitet. Mehrmals reisten sie nach Kolumbien und machten sich auf nach Icononzo – eines der 26 Übergangscamps, in denen die 7.000 Ex-Rebell*innen nach dem historischen Friedensabkommen im November 2016 untergebracht wurden. Hier gaben sie ihre Waffen an die UN ab.
Museum Fünf Kontinente, Maximilianstr. 42, München
Di-So 9.30-17.30 Uhr, bis 29. März 2019
www.museum-fuenf-kontinente.de

Vorbilder / Nachbilder
Die Ausstellung präsentiert erstmals eine Auswahl von circa 230 Originalfotografien aus dem Archiv der Universität der Künste Berlin, den ehemaligen Bildvorlagen- und Modellsammlungen, die innerhalb Deutschlands einzigartig sind. Diese dienten an Vorgängereinrichtungen, der Kunstakademie und der führenden Kunstgewerbeschule Berlins, die dem Kunstgewerbe-Museum angeschlossen war, als Muster und Lehrmittel. Die Bestände umfassen 25.000 Fotografien, die von namhaften Fotografen stammen: die Fratelli Alinari, Ottomar Anschütz, Ludwig Belitski (Sammlung Minutoli), Karl Blossfeldt, Georg Maria Eckert, Constant Famin, Wilhelm von Gloeden, Jakob August Lorent, Guglielmo Marconi, Albrecht Meydenbauer, James Robertson, Henry Peach Robinson und Giorgio Sommer, um nur einige Namen zu nennen. Daneben haben sich gegenständliche Lehrmittel zum Pflanzenstudium, nämlich Bronze-Plastiken und Herbarien, erhalten, die unter der Ägide Moritz Meurers angefertigt wurden. Zeichnungen und andere künstlerische Studien ergänzen die Lehrmittel. Diese Bestände wurden in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt aufgearbeitet und erschlossen.
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Archiv der UdK Berlin und wird anschließend im Museum für Fotografie in Berlin gezeigt.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, 7. Februar bis 14. Juni 2020
www.muenchner-stadtmuseum.de

XXX – das projekt fotografie ‑ Belichtungen der Wirklichkeit
Anläßlich des 30-jährigen Bestehens des Projekt Fotografie an der MVHS findet in der Aspekte Galerie im Gasteig eine Ausstellung von Arbeiten vom Projekt Fotografie, Michael Jochum und seinen Kursteilnehmern statt.
Aspekte Galerie im Gasteig, Foyer 2. Stock, Rosenheimer Str. 5, München
tgl. 10-22 Uhr, 18. März bis Juni 2020
Ausstellungseröffnung Di 17. März 2020
salon de photographie Sa 4. April 2020
Führungen Di 31. März, Mi 13. Mai 2020
Vortrag Michael Jochum Do, 28. Mai 2010
profot.tumblr.com

Toni Schneiders: Schaut her!
Toni Schneiders ist einer der stilprägenden Fotografen in Deutschland. Mit seinen Aufnahmen im Rahmen von ›fotoform‹ und ›subjektiver fotografie‹ hat er entscheidend dazu beigetragen, die Bildsprache der fotografischen Avantgarde nach 1945 zu erneuern und zu erweitern. In seinem unmittelbaren Lebensumfeld im Alpenvorland und auf Reisen in aller Welt hielt Toni Schneiders markante Momente der Wirklichkeit und des Lebens in Fotografien fest, deren Protagonist ein Mensch, ein Objekt oder eine Landschaft sein konnte. Für seine präzise komponierten Aufnahmen fand Toni Schneiders die Schönheit der grafischen Form in den einfachen und naheliegenden Dingen. Durch dezidierte Bildausschnitte und die Betonung von Fläche und Linie, von Kontur und Struktur erzeugte er Motive von großer Klarheit, setzte sie aber zugleich mit Humor und Einfühlungsvermögen in eine menschliche Perspektive. Zu seinem 100. Geburtstag widmet die Stiftung F.C. Gundlach und das Kunstfoyer München dem bedeutenden Fotografen eine Gesamtschau, die ihn als Porträtist, als Reise-, Industrie- und Landschaftsfotograf neu entdeckt.
Kunstfoyer, Maximilianstraße 53, München
tgl. 9-19 Uhr, 19. Februar bis 7. Juni 2020
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

Jana Erb: E//scapes
In ihrer Fotoserie dokumentiert Jana Erb die Veränderungen der isländischen Ökosysteme durch den Klimawandel aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Gewissheit, dass nachfolgende Generationen unsere atemberaubenden Naturschönheiten nicht mehr erleben können, treibt Jana Erb in einer unkonventionellen Form der Dokumentationsfotografie an. In wechselnden Perspektiven zeigt sie besondere Seiten unserer Welt und stellt als Chronistin des Klimawandels die Veränderungen der isländischen Ökosysteme durch den Menschen heraus.
In abwechslungsreichen Bildern führt uns die Fotografin über die Insel im Nordatlantik und demonstriert ihre handwerkliche und künstlerische Vielseitigkeit. Es gelingt ihr die verträumte Verletzlichkeit der Wasserfälle am Haifoss in direkten Kontext zu den menschenfeindlichen Mondlandschaften der Myvatn Schwefelfelder zu setzen.
bosco, Bürger- und Kulturhaus Gauting, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
Di-Fr 9-12 Uhr, Di, Do, Fr 15-18 Uhr, Sa 10-12 Uhr, 21. April 2020 bis 18. Juli 2020
(Eröffnung Di 21. April 2020, 19 Uhr)
bosco-gauting.de

Welt im Umbruch. Malerei und Fotografie der 20er Jahre – Von Otto Dix bis August Sander
“Die 1920er Jahre waren eine Zeit der Extreme und Gegensätze, voller Hoffnung und Elend, Licht und Schatten. Im Dialog zwischen Malerei und Fotografie beleuchtet die Ausstellung eine Zeit, die künstlerisch voller Innovationen steckte und in der sich zugleich Vorboten des kulturellen Niedergangs im Nationalsozialismus mehrten. Die moderne Stilrichtung der Neuen Sachlichkeit in der Malerei und des Neuen Sehens in der Fotografie strebt eine sachliche und realistisch-veristische Wiedergabe des Bildgegenstands an. Die Ausstellung spürt diesem künstlerischen Dialog erstmals in Porträts mit besonderem Fokus auf Akt und Selbstbildnisse, Stadtansichten, Stillleben, Darstellungen von Industrie und Technik sowie politischen Collagen nach. Neben den circa 220 Fotografien, Gemälden und Grafiken werden auch die wichtigsten Fotopublikationen der Zeit sowie ausgewählte Filme der künstlerischen Avantgarde zu sehen sein. Die Werke der Ausstellung stammen von Aenne Biermann, Erwin Blumenfeld, Otto Dix, Hugo Erfurth, Carl Grossberg, Florence Henri, Hannah Höch, Karl Hubbuch, Germaine Krull, El Lissitzky, László Moholy-Nagy, Albert Renger-Patzsch, Walter Peterhans, Max Radler, August Sander, Christian Schad, Rudolf Schlichter, Georg Scholz, Sasha Stone, Umbo u.a.
In Kooperation mit dem Bucerius Kunst Forum Hamburg.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, 29. Mai bis 13. September 2020
www.muenchner-stadtmuseum.de

FORUM 051: Jonathan Danko Kielkowski – unbounded
“Schönheit verleitet die Menschen zum Hinschauen“, sagte der US-Amerikanische Fotokünstler und Dokumentarfotograf Richard Misrach. Auch der Fotograf Jonathan Danko Kielkowski (geb. 1988) transformiert seine Bilddokumente zu Kunstwerken. Seine Sujets sind vergessene und verlassene Orte menschlicher Geschichte. Ohne journalistische Anklage dokumentieren die Bilder Spuren menschlichen Eingriffs in die Natur und deren Ausbeutung. Beispielhaft dafür stehen seine Fotografien von dem 2012 vor der ligurischen Küste havarierten Kreuzfahrtschiff Costa Concordia. Dem Nürnberger Fotografen gelang es schwimmend das Wrack kurz vor dessen Ende zu fotografieren. Die aktuelle Arbeit und Buchpublikation von Kielkowski beschäftigt sich mit Pyramiden, einer ehemaligen sowjetischen Bergbaustadt auf Spitzbergen. Bizarr-morbide Landschaftsaufnahmen zeigen zeitgeschichtliche Dokumente gescheiterter technologischer Zukunftsvisionen.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, 17. Juli bis 27. September 2020
www.muenchner-stadtmuseum.de

FEELINGS – Kunst und Emotion
Unter dem Blickwinkel des Emotionalen laden 100 Bilder, Objekte und Filme von rund 40 internationalen zeitgenössischen KünstlerInnen dazu ein, sich Kunst auf intuitive Weise zu nähern. Was löst Kunst in uns aus? Wie sehr hängt der Blick auf Kunst von unseren persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen ab? Welche Gefühle kommen bei der Betrachtung von Werken zum Vorschein, wenn allein die Intuition den Blick leitet?
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 4. Oktober 2020
www.pinakothek.de

Gauting International Photo Week
Fotoausstellung u.a. mit Arbeiten von Jack Savage / Großbritannien  Massimo Siragusa / Italien  Daniel Castonguay / Kanada  Donell Gumiran / Philippinen  Fadwa Rouhana / Palästina  Hajime Art / Frankreich  Guda Koster / Niederlande  Gus / Spanien  Heinz Innerhofer / Italien  Tristan Zhou / USA  Ibrahim Nabeel / Jordanien  George Digalakis / Griechenland  Abed Zagout / Palestina  Tales Yuan / China  Jürgen Sobkowiak / Deutschland  Thomas Vanoost / Belgien  Peter Untermaierhofer / Deutschland  Ligin Lee / Taiwan  Hardijanto Budiman / Indonesien  Aart Verrips / Südafrika
Rathaus Gauting, Bahnhofstraße 7, 82131 Gauting
Mo, Mi, Fr 8-12 Uhr, Die 8-12 und 15-19 Uhr, Do 7-12 und 13:30-16 Uhr, 27. September bis 16. Oktober 2020
Weitere Termine und Veranstaltungsorte, siehe Programm unter:
kunstverein-gauting.de

Sebastião Salgado. EXODUS.
Der brasilianische Fotograf und Fotoreporter Sebastião Salgado erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2019. Der Preis wird am Sonntag, den 20. Oktober 2019, in der Frankfurter Paulskirche verliehen. Die Laudatio hält der Regisseur Wim Wenders.
Aus diesem Anlass zeigt das Kunstfoyer München ab Juli 2020 die Ausstellung Sebastião Salgado. EXODUS – das Werk, mit dem er sich in aller Dringlichkeit für soziale Gerechtigkeit und Frieden eingesetzt hat, lange bevor er mit dem Projekt GENESIS (Ausstellung im Kunstfoyer 2015) und dem Film von Wim Wenders “Das Salz der Erde” einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde.
Kunstfoyer, Maximilianstraße 53, München
tgl. 9-19 Uhr, Juli bis Oktober 2020
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de