Fotoausstellungen in München

[Stand 26. November 2021] Die folgenden Fotoausstellungen in München (und Umgebung) kann man derzeit oder bald anschauen. Die Ausstellungen sind nach Enddatum sortiert. Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte immer nochmal auf der Website nachschauen, auch wegen den aktuellen Corona-Regelungen. Bei Fragen und ggf. Terminhinweise bitte Mail schicken an sg@goertz-fotografie.de. Weitere aktuelle Infos auch unter www.facebook.com/susannegoertz.fotografie

Bill Brandt
Bill Brandt gilt heute neben Walker Evans oder Cartier-Bresson als einer der Begründer der modernen Fotografie. Seine Bilder, die die englische Gesellschaft, Landschaft und Literatur erforschen, sind für das Verständnis der Geschichte der Fotografie und sogar der britischen Lebensweise Mitte des 20. Jahrhunderts unverzichtbar.
Die Ausstellung im Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung zeigt 200 hochwertige Fotografien von Bill Brandt aus allen Bereichen seiner visuellen Produktion: soziale Dokumentation, Porträt, Akt und Landschaft.
Versicherungskammer Kulturstiftung, Maximilianstr. 53, 80530 München
tgl. 9:30–18:45 Uhr, bis 28. November 2021
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

Entgrenzungen – von öffentlichen und privaten Sphären
Die Ausstellung setzt sich mit unterschiedlichen Ausprägungen der beiden Sphären „privat“ und „öffentlich“ und deren vielfältigen Durchdringungen auseinander. Mit Arbeiten von Peter Braunholz, Mahdi Fleifel, Korpys/Löffler, Zilla Leutenegger, Melanie Manchot, Simon Menner, Alice Musiol, Gabriele Stötzer, Clemens von Wedemeyer, Marianne Wex, Gernot Wieland, Michael Wolf, Ina Wudtke.
Kallmann-Museum Ismaning, Schloßstr. 3b, 85737 Ismaning
Di-Sa 14.30-17 Uhr, So 13-17 Uhr, bis 28. November 2021
kallmann-museum.de

Raum — Licht — Zeit: Susa Templin
Mit Susa Templin (*1965) zieht die Fotografie ins Museum für Konkrete Kunst. Neben Werken aus dem bisherigen Schaffen der Frankfurter Künstlerin zeigt ihre Ausstellung unter dem Titel „Raum – Licht – Zeit“ Arbeiten, die sie speziell für das MKK entwickelt hat: Installationen aus Lichtbildern, die auf die besonderen Ausmaße der zweiten Etage des Gebäudes reagieren.
Tatsächlich begreift sich Susa Templin weniger als Fotografin. Sie sieht sich vielmehr als Künstlerin zwischen Malerei und Bildhauerei, deren Mittel die analoge Fotografie ist. In jeder ihrer Arbeiten reflektiert sie die Lichtbildkunst mit, sodass diese nicht nur zum Medium, sondern auch zum Inhalt wird. Diese Idee von Fotografie bringt sie im MKK in den Raum: Die Künstlerin schafft ein Labyrinth aus überlagerten Bildern architektonischer Details, welches die Betrachter*innen miteinbezieht und sie zur Reflexion anregt. Susa Templin schafft in ihren räumlichen Werken kein Abbild einer spezifischen Architektur, sondern Abstraktionen zum Thema Raum – oder wie sie es nennt: Spatial Abstractions.
Museum für Konkrete Kunst, Tränktorstraße 6–8, 85049 Ingolstadt
Di-So, 10-17 Uhr, bis 5. Dezember 2021
www.mkk-ingolstadt.de

Kaunas 1941. Eine Fotoinstallation von Rainer Viertlböck
Der Fotograf Rainer Viertlböck hält unter dem Werktitel „Strukturen der Vernichtung“ ehemalige Konzentrationslager, Außenlager und Erschießungsstätten mit seiner Kamera fest. In einer Installation im Foyer des Jüdischen Museums München zeigt er nun zwei beeindruckende Werke über das „Fort IX“ in Kaunas.
Jüdisches Museum München, St.-Jakobs-Platz 16, 80331 München
Di-So 10-18 Uhr, 16. November bis 15. Dezember 2021
www.juedisches-museum-muenchen.de

Florian Holzherr: Shaker Architektur
In seiner Ausstellung zeigt Architekturfotograf Florian Holzherr Bauwerke der Religionsgemeinschaft der Shaker.
Rahmenprogramm (Vortrag, Führung, Diskussion, Film, siehe Website)
bosco, Bürger- und Kulturhaus Gauting, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
DI, Do, Fr 10-12:30 + 15-18 Uhr, Mi 10-12:30 Uhr, Sa 10-12 Uhr, bis 16. Dezember 2021
bosco-gauting.de

Aufgepasst! – Heiß und Eis
Fotografien von Michael Martin, Jana Erb, Romy Gallina, Roy Hessing und Jörg Karrenbauer
Die Fotoausstellung in der Vorweihnachtszeit präsentiert beeindruckende Naturaufnahmen und grafische Formen in Farbe und Schwarz-Weiß, die den Betrachter nicht „kalt lassen“, sondern das Herz für die Fotografie „erwärmen“.
Gopho – Gallery of Photography and Contemporary Art, Haimhauser Str. 1, München
Mi-Fr 16-20 Uhr, Sa 14-18 Uhr, bis 18. Dezember 2021
www.gopho.de

Bildprozesse – Arbeiten von Philip Gröning
Was sehen wir? Licht. Gegenwart. Vorgeformte Gestalt. P.G.
Der Filmregisseur und Medienkünstler Philip Gröning beschäftigt sich intensiv mit Bildprozessen, nicht nur im Film, sondern auch in der Zeichnung, außerdem in erweiterter Fotografie und Skulptur, auch unter Einwirkung künstlicher Intelligenz (KI). Eine Gastprofessur für zeitbasierte Medien an der Münchner Kunstakademie bot die Gelegenheit, das Thema in den Mittelpunkt zu stellen. Entstanden sind umrissartige Handzeichnungen mit einem Laserstift auf dunklem Grund. Eine gestische Art des Zeichnens, wie Philip Gröning sagt, die zugleich sichtbar macht, was im Dunklen verborgen ist.
Daneben zeigt er Arbeiten, denen massenhafte Fotos aus den Social Media zu Grunde liegen, die durch die KI in ruinenhafte Bilder verwandelt wurden. Denn dank Grönings Vorgaben hat die KI nur wiedergegeben, was auf den Fotos ortskonstant war: Alles Bewegte, damit auch Menschen, wurde ausgelöscht und nur die statistische Zahl der vorzugsweise fotografierten Gegenstände bestimmte, was sichtbar wird. So wird die Ausstellung zu einem optischen Essay zeichnerischer und digitaler Bildprozesse. W.C.W.
Philip Gröning ist Regisseur und Medienkünstler. Als Gastprofessor an der Kunstakademie München beschäftigte sich seine Projektklasse mit KI als Form und Thema. Gröning arbeitet mit erweiterter Fotografie, Performance, Virtual Reality und KI.
Preise u.a.: Europäischer Filmpreis, Sundance Jury Award, Biennale Venedig Special Jury Award.
Mo-Fr 11-16 Uhr, bis 22. Dezember 2021
www.badsk.de

Jan Paul Evers – drop your assets. drop acid.
In seinen Werken folgt Jan Paul Evers ( *1982 Köln) einem erweiterten Fotografiebegriff: mit künstlerischen Arbeiten im fotografischen Verfahren erobert er den Raum, schafft ihn neu und bannt ihn schließlich auf Papier, wobei die Spur eines Objektes manchmal sichtbar bleibt, andere Male gänzlich unkenntlich wird. In Evers kontemplativen fotografischen Werken, allesamt Unikate, geht er den technischen und gestalterischen Möglichkeiten des Mediums Fotografie nach.
Galerie Jo Van de Loo, Theresienstr. 48, München
Mi/Fr 12-18 Uhr, Do 12-20 Uhr, Sa 12-15 Uhr, seit 26.11.2021, Ende nicht angegeben.
www.galerie-jovandeloo.com

Studioausstellung „without color“
Zum Abschluss des Ausstellungsjahres widmet sich die Galerie für Fotografie der Gegenwart in einer Studioausstellung der Schwarzweißfotografie bzw. schwarzweißen Bildmotiven. Die ausgewählten zehn Arbeiten von sieben Künstlern verbindet nicht nur eine bewusste Auseinandersetzung mit den bildästhetischen Möglichkeiten einer auf Grauwerte reduzierten Farbskala, sondern auch die Einbeziehung der handwerklich-technischen Voraussetzungen des Schwarzweißverfahrens in die Bildgestaltung.
Mi-Fr 15-19 Uhr, Sa 11-19 Uhr, 2. Dezember 2021 bis 15. Januar 2022
www.ingoseufert.com/ausstellungen/

PARALLELES WACHSTUM. Karl Blossfeldt und Eva-Maria Schön
Karl Blossfeldt (1865-1932) gilt als einer der bedeutendsten Fotografen der Neuen Sachlichkeit in den 1920er- und 1930er-Jahren. Seine Fotografien von Pflanzen belegen den Formenreichtum der Natur, wie es der natürlichen Beobachtung kaum möglich ist. Nahsicht und extreme Vergrößerung überführen die Pflanzenformen in die Abstraktion und lassen sie wie gewaltige Skulpturen und Architekturen erscheinen.
Die Berliner Künstlerin Eva-Maria Schön (* 1948) arbeitet im Spannungsfeld von Malerei und Fotografie. In einigen ihrer Werkserien ist die Pflanzenfotografie von Karl Blossfeldt ein zentrales Bezugsfeld für analytisch-intuitive Bildfindungen.
Die Präsentation zeigt Werke aus den Serien „Unschärfe“ und „Paralleles Wachstum“ von Eva-Maria Schön im Dialog mit einer Auswahl der vielteiligen Arbeitscollagen von Karl Blossfeldt.
Pinakothek der Moderne, Saal 8, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 30. Januar 2022
www.pinakothek.de

Forum 051: Jonathan Danko Kielkowski – Die Ästhetik des Wandels
Räumlich und inhaltlich eingebunden in die Ausstellung „Grand Tour XXL“ findet das Forum 051 für junge Fotografie mit Werken von Jonathan Danko Kielkowski (geb. 1988) statt. In seinen Fotografien fokussiert Kielkowski Räume, die durch großen finanziellen Aufwand sowie menschliche Dichte charakterisiert waren, im Hier und Jetzt jedoch zurückgelassen und in Auflösung begriffen brach liegen. Die Kabinettausstellung zeigt eine repräsentative Auswahl von Werken aus drei Projekten in Italien, Spitzbergen und Kasachstan.
In der Serie „Concordia“ dokumentiert Kielkowski das havarierte Kreuzfahrtschiff Costa Concordia als „untergegangenen Vergnügungsort“. Die architektonischen Elemente der einsamen, aufwändig gestalteten Räume verschränken sich mit Spuren der Zerstörung und Anzeichen des fortschreitenden Verfalls zu einer gleichsam bedrückenden wie ästhetisch reizvollen Kulisse. 
Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, München
Di-So 10-18 Uhr, bis 30. Januar 2022
www.muenchner-stadtmuseum.de

FORUM 052: Fabian Hesse & Mitra Wakil – Algorithmic Prediction und offene Zukünfte
Das Künstler*innen-Duo Mitra Wakil und Fabian Hesse arbeitet an den Schnittstellen von bildender Kunst, neuen Technologien und demokratischer Selbstermächtigung. Ihr Interesse gilt dabei der kreativen und zugleich der kritischen Auseinandersetzung mit Computertechnik, insbesondere der 3D-Technologie.
Hesse & Wakil spüren Fehler oder Kommunikationsstörungen dieser neuen Technologien auf, um sie bewusst zu unterlaufen und künstlerisch nutzbar zu machen. Sie greifen dabei zum Beispiel auf Datenbanken aus der Biotechnologie zurück: Konkret auf 3D-Scans landwirtschaftlich genutzter Pflanzen wie Hirse, Tabak und Tomatenpflanzen sowie Beikräuter. Hesse & Wakil re-organisieren diese Pflanzenteile mit einem menschlich unterstützten Zufallsprinzip und verbinden einzelne Elemente mithilfe eines selbständig kalkulierenden Algorithmus zu neuen hybriden Gestalten. Diese wirken teils floral, teils körperhaft changierend und verschmelzen ineinander als Blätter, Knollen und Früchte in neue fantastische Hybride. Die entstandenen Datensätze lassen Hesse & Wakil wiederum mit dem 3D-Drucker als abstrakte Skulpturen in Aluminium wachsen und verleihen damit ihren fiktionalen Darstellungen eine neue Köperlichkeit.
Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, München
Di-So 10-18 Uhr, bis 30. Januar 2022
www.muenchner-stadtmuseum.de

PARALLELES WACHSTUM. Karl Blossfeldt und Eva-Maria Schön
Karl Blossfeldt (1865-1932) gilt als einer der bedeutendsten Fotografen der Neuen Sachlichkeit in den 1920er- und 1930er-Jahren. Seine Fotografien von Pflanzen belegen den Formenreichtum der Natur, wie es der natürlichen Beobachtung kaum möglich ist. Nahsicht und extreme Vergrößerung überführen die Pflanzenformen in die Abstraktion und lassen sie wie gewaltige Skulpturen und Architekturen erscheinen.
Die Berliner Künstlerin Eva-Maria Schön (* 1948) arbeitet im Spannungsfeld von Malerei und Fotografie. In einigen ihrer Werkserien ist die Pflanzenfotografie von Karl Blossfeldt ein zentrales Bezugsfeld für analytisch-intuitive Bildfindungen.
Die Präsentation zeigt Werke aus den Serien „Unschärfe“ und „Paralleles Wachstum“ von Eva-Maria Schön im Dialog mit einer Auswahl der vielteiligen Arbeitscollagen von Karl Blossfeldt.
Pinakothek der Moderne, Saal 8, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, bis 30. Januar 2022
www.pinakothek.de

Miriam Mayer: Bergseele – zu Fuß über die Alpen
Ein Projekt, eine Strecke, ein Zeitraum – und die Motive, die dabei entstehen. Dieser Herausforderung hat sich die junge Fotografin Miriam Mayer gestellt und legt nun mit „Bergseele“ ihren ersten Bildband vor. Im bosco Gauting sind Ihre berührenden Fotografien in einer Ausstellung zu sehen.
Ihre Route, zu Fuß vom Tegernsee bis Verona, war akribisch geplant, doch was ihren Bildband ausmacht, sind die unplanbaren Momente. Miriam Mayer war Wind und Wetter ausgesetzt, hat den schweren Rucksack über viele Berge hinauf und hinuntergeschleppt, und sie hat dabei festgehalten, was die Natur ihr geboten hat: Nebel, der aus dichtem Wald aufsteigt, Wolken, die den Blick aufs Tal verhüllen, dramatisch beleuchtete Hänge, zarte Blüten und gewaltige Gipfelketten, feindselige Geröllhalden und einladende Hütten. Begleitprogramm siehe Website.
bosco, Bürger- und Kulturhaus Gauting, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
Di-Fr 10-12:30 Uhr, Di, Do, Fr 15-18 Uhr, Sa 10-12 Uhr, 12. Januar bis 24. Februar 2022
(Eröffnung 11. Januar 2022, 19 Uhr, Anmeldung über Theaterbüro)
bosco-gauting.de

Vertrauliche Distanz. Fotografien von Barbara Niggl Radloff 1958–2010
Nach einer Jugend zwischen den Trümmern des zweiten Weltkrieges entdeckte Barbara Niggl Radloff (1936-2010) Mensch und Geschehen der Nachkriegszeit in München und darüber hinaus mit dem Fotoapparat. Ihre aufstrebende Karriere als Bildjournalistin unterbrach sie bald zugunsten des Familienlebens – die Arbeit nahm sie erst Mitte der 1970er Jahre wieder auf. Hinterlassen hat sie ein beeindruckendes Werk, das bis heute weitestgehend unbekannt geblieben ist.
Schon während ihrer Ausbildung am Münchner „Institut für Bildjournalismus“ druckte die Süddeutsche Zeitung ihre Bilder, woraufhin die Münchner Illustrierte sie 1960 – als damals einzige Frau – als Verlagsfotografin anstellte. In ihrer zweiten Schaffensphase bis zu Ihrem Tod 2010 schuf sie ein Panorama der Künstler und Literaten aus aller Welt, die im Künstlerhaus Villa Waldberta in Feldafing zu Gast waren. Ihr Gegenüber – darunter weltberühmte Akteure des Kulturlebens wie Erich Kästner, Hannah Arendt, Carl Zuckmayer, Max Horkheimer oder Emilio Vedova – hielt Barbara Niggl Radloff fest in lebhaften Porträts, welche die Neugier und einfühlsame Art der Fotografin erfahrbar machen.
Der Nachlass der Fotografin gelangte 2018 an das Münchner Stadtmuseum und umfasst über 2.500 Abzüge sowie das Negativ-Archiv der Fotografin mit insgesamt mehr als 50.000 Aufnahmen. Die Ausstellung schöpft aus dem Gesamtwerk der Fotografin und zeigt ihre Bilder im Zusammenhang der „humanistischen Fotografie“ sowie des zeitgenössischen Pressewesens.
Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, München
Di-So 10-18 Uhr, bis 20. März 2022
www.muenchner-stadtmuseum.de

Shirin Neshat. LIVING IN ONE LAND, DREAMING IN ANOTHER
Selbstbewusst und kraftvoll, zugleich verletzlich und fragil wirken die Werke der iranischen Künstlerin, Fotografin und Filmemacherin Shirin Neshat (*1957). Zentrale Themen ihres Schaffens sind Identität, Herkunft und Machtstrukturen. Die Verbindung und Erweiterung der reichen Tradition persischer und westlicher Bildsprachen prägen das Oeuvre der in den USA lebenden Künstlerin, deren Arbeiten im Zentrum der ersten Präsentation innerhalb der Kooperation mit der Written Art Collection stehen. Auch in ihrem jüngsten Werk, „Land of Dreams“ (2019), werden persische Kalligrafie und westliche Portraitkunst zusammengeführt, wobei sie erstmalig die Medien Fotografie und Video vereint. Die bedeutendste iranische Künstlerin der Gegenwart schafft in ihrem Werk durch die Verbindung von Schrift, gestischem Ausdruck und Formatvariation eine rhythmisch poetische Dichte, der jeweils ein eigenes Narrativ universeller menschlicher Erfahrungen eingeschrieben ist.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, 26. November 2021 bis 24. April 2022
www.pinakothek.de

Nachts. Clubkultur in München
Die kulturhistorische Ausstellung „Nachts“ widmet sich in Form eines nächtlichen Streifzugs der Ausgeh- und Clubkultur Münchens von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Neben stadtplanerischen und ökonomischen Fragen nimmt sie insbesondere Menschen und Orte in den Blick, die das Geschehen in der Nacht und das Münchner Nachtleben prägten und prägen. Die Fata Morgana des Atomic Café, das im Münchner Stadtmuseum wieder zu betreten sein wird, zahlreiche Erinnerungsstücke aus Ultraworld, Ultraschall, Flughafen Riem, Kunstpark Ost, Registratur – um nur einige zu nennen – könnten die Ausstellung zu einer modernen Wallfahrt machen. Neben schillernden Personen und ihren nicht minder anziehenden Treffpunkten, beschäftigt sich die Ausstellung auch mit den Begleiterscheinungen des Nachtlebens wie dem Ein- und Ausschluss von Menschen, der Bedeutung von Migration und Geschlecht und erzählt von den Besonderheiten des Arbeitens in einem nicht alltäglichen, nächtlichen Geschehen. Dabei fragt die Ausstellung auch nach der Bedeutung von Nachtleben und Clubkultur in Bezug auf die Urbanisierung Münchens und lenkt den Fokus auf das aktuelle coronabedingte Sterben bekannter nächtlicher Orte und die Entwicklung alternativer Treffpunkte. Eine besondere Bedeutung kommt in „Nachts“ dem Format der Veranstaltung zu: Ein umfangreiches Programm macht das Ausstellungsthema lebendig, erfahrbar und führt über die rein museale Begegnung hinaus.
Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, München
Di-So 10-18 Uhr, bis 1. Mai 2022
www.muenchner-stadtmuseum.de

WIDE OPEN. INS OFFENE – Zeitgenössische Fotografie & Skulptur aus Glas
Die Alexander Tutsek-Stiftung zeigt erstmalig eine Ausstellung an zwei Orten: in der neu eröffneten BlackBox in der Parkstadt Schwabing und an ihrem Hauptsitz, der Villa im Herzen Schwabings. Die Ausstellung versammelt rund hundert Arbeiten von über dreißig Künstler*innen unterschiedlicher geografischer und kultureller Herkunft aus Südafrika, Iran, China, Kuba, den USA und vielen europäischen Ländern. Darunter sind nicht nur international renommierte, sondern auch überraschende junge Positionen, die mit wenigen Ausnahmen für diese Schau erworben wurden.
Villa , Karl-Theodor-Str. 27, München und BlackBox, Georg-Muche-Str. 4, 80807 München
Mi-Fr 12-17 Uhr, Feiertags geschl., bis 24. Juni 2022
atstiftung.de