Fotoausstellungen in München

[Stand 22. Januar 2019] Die folgenden Fotoausstellungen in München (und Umgebung) kann man derzeit oder bald anschauen. Die Ausstellungen sind nach Enddatum sortiert. Alle Angaben ohne Gewähr. Fragen und ggf. Terminhinweise bitte mailen an sg@goertz-fotografie.de.
Weitere aktuelle Infos auch unter www.facebook.com/susannegoertz.fotografie

Peter Euser “Make America great! Again? – Fake News und andere Wahrheiten”.
Montagen, Fotografie und Lichtkästen von der “Schönheit des Landes und der Hässlichkeit des Denkens”. Der Künstler und Lichtgestalter drückt sein “maximalambivalentes” Verhältnis zu den USA aus, indem er Fotos, die vor den letzten Präsidentschaftswahlen entstanden sind, Originalzitaten von Trump aus dem Wahlkampf gegenüberstellt.
Kunstforum Arabellapark, Rosenkavalierplatz 16, München
Do/Fr/Mo/Die 10-19 Uhr, Mi 14-19 Uhr, bis 25. Januar 2019
www.muenchner-stadtbibliothek.de

Gerry Johansson – American Winter
Galerie f5,6, Ludwigstr. 7, München
Mi-Fr 12-18 Uhr, Sa 12-15 Uhr, bis 26. Januar 2019
www.f56.net

Rania Matar “Invisible Children”
Die Fotografin Rania Matar aus Beirut zeigt “Invisible Children”, zeitgleich mit “Transformation” von Bongull Shin aus Südkorea, dessen Kompositionen aus farbigen Glasbobjekten durch Licht den Raum um neue Reflektionen erweitern.
Galerie Tanit, Maximilianstr. 45, München
Di-Fr 11-18:30 Uhr, Sa 11-14 Uhr, bis 26. Januar 2019
www.galerietanit.com

FORUM 047: Elizaveta Porodina – Smoke and Mirrors
Die in München lebende Künstlerin Elizaveta Porodina (*1987 in Moskau) hat sich längst als Modefotografin international einen Namen gemacht hat. In ihrer ersten Museumspräsentation zeigt sie neue Bilder, die sich zwischen atmosphärischen Porträts, Mode und Dokumentarfotografie bewegen, stilistisch aber auch vom Surrealismus beeinflusst sind. Ähnlich wie Helmut Newton, der neben lrving Penn und Gordon Parks zu ihren Vorbildern zählt, erzählen ihre Fotografien dank Porodinas filmischer Inszenierungen immer eine Geschichte. Ihr gelingen farbenfrohe Fantasie-Szenerien oder dramatische Schwarzweiß-Motive. Klassische Bildgenres sind ihr nicht wichtig, vielmehr geht es ihr “um die Beziehung zwischen Menschen, um die Vision, diese großartigen Dimensionen sichtbar zu machen, letztendlich geht es nur um Liebe.”
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, bis 27. Januar 2019
www.muenchner-stadtmuseum.de

Um uns die Stadt
Die moderne Fotografie ist aufs engste verbunden mit der Kultur der Großstadt. Im urbanen Umfeld finden Fotografinnen und Fotografen der 1920er Jahre Inspiration für experimentelle Bildgestaltungen und die Visualisierung eines Neuen Sehens, wie es heute als ikonisch für die Avantgardefotografie gilt. Zugleich aber richten zahlreiche Fotografen ihren Blick auf das soziale Gefüge der Großstadt. Als Flaneure und Straßenfotografen dokumentieren sie das alltägliche Leben und das dynamische Treiben der Menschen. Diese Ansichten zeigen die Stadt als kollektiven Lebensraum und entwerfen eine vielschichtige Beschreibung der Menschen und ihrer Lebensbedingungen im urbanen Raum.
Die Präsentation zeigt Fotografien aus den 1920er- bis 1940er-Jahren von Aenne Biermann, Florence Henri, Germaine Krull, Man Ray, Albert Renger-Patzsch und Friedrich Seidenstücker aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 27. Januar 2019
www.pinakothek.de

Magnum Manifesto
Magnum Manifesto feiert den 70. Geburtstag der Agentur mit einer großen Ausstellung und einer Publikation, die nicht nur – aber natürlich auch – die berühmten Bilder zeigt, die das Magnum-Archiv in sieben Jahrzehnten zu einem „unerschöpflichen Reservoir an Erinnerungen“ haben anwachsen lassen. Auch dem Wort wird der ihm gebührende Platz zugestanden: Verträge und Memos, Listen standardisierter Begriffe, Briefe, die gerade in den Anfangsjahren das vorrangige Kommunikationsmittel der in alle Welt verstreuten Mitglieder waren. Und das Credo: kein Bild ohne Begleittext! Siebzig Jahre Magnum Photos – die reich illustrierte Geschichte einer institutionalisierten Idee, die längst zum Mythos geworden ist.
Unter anderem werden Werke folgender Fotografen zu sehen sein: Christopher Anderson, Jonas Bendiksen, Henri Cartier-Bresson, Cornell and Robert Capa, Chim (David Seymour), Raymond Depardon, Bieke Depoorter, Elliott Erwitt, Martine Franck, Leonard Freed, Paul Fusco, Cristina Garcia Rodero, Burt Glinn, Jim Goldberg, Joseph Koudelka, Sergio Larrain, Susan Meiselas, Wayne Miller, Martin Parr, Marc Riboud, Alessandra Sanguinetti, W. Eugene Smith, Alec Soth, Chris Steele-Perkins, Dennis Stock, Mikhael Subotzky und Alex Webb.
Die Ausstellung wird in Deutschland exklusiv nur im Kunstfoyer München gezeigt, nachdem sie im Sommer 2017 im ICP New York gestartet ist. Kurator der Ausstellung Magnum Manifesto ist Clément Chéroux. Katalog bei Thames & Hudson, deutsche Ausgabe bei Schirmer/Mosel.
Kunstfoyer, Maximilianstraße 53, München
tgl. 9-19 Uhr, bis 27. Januar 2019
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

Peter Kulzer “Tiere Afrikas”
Der Hobbyfotograf aus Niederbayern zeigt seine faszinierenden Bilder von Elefanten, Löwen, Büffeln, Nashörnern, Leoparden und anderen afrikanischen Tieren in zahlreichen Ländern. Seine neusten Aufnahmen entstanden letztes Jahr in Begleitung einer Profi-Fotografin auf der jährlichen “Großen Tierwanderung” von Tausenden von Gnus und Zebras im Südosten Afrikas.
Mohr-Villa, Kaminzimmer, Situlistr. 73.-75, Freimann
Di-Do 11-14 Uhr, Mi/Do 17:30-19:30 Uhr, bis 31. Januar 2019
www.mohr-villa.de

Pola Sieverding “Bodies that matter”
DIe Kunst des Bldausschnitts: Fotografien der in Berlin lebenden Künstlerin (*1981) von klassischen Statuen.
Knust x Kunz, Theresienstr. 48, München
Mi-Fr 14-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr, bis 2. Februar 2019
www.sabineknust.com

Still Life
Die letzte Ausstellung im 50-jährigen Jubiläumsjahr der Galerie ist dem Stillleben gewidmet und vereint unterschiedlichste Werke der von der Galerie vertretenen Künstlerpositionen. Die Darstellung unbewegter oder lebloser Gegenstände hat es seit Beginn der Malerei gegeben, lange bevor die nature morte im 17. Jahrhundert zur selbstständigen Disziplin der Malerei erhoben wurde. Aber wie sieht es heute in der zeitgenössischen Kunst mit dem Stillleben aus? Ist die Vergänglichkeit noch von zentraler Bedeutung? Mit Arbeiten von Helene Appel; Anders Clausen, Rodney Graham, Thomas Helbig, Lorena Herrera Rashid, Candida Höfer, Ma Ke, Karin Kneffel, Goshka Macuga, Thomas Ruff, Anri Sala, Elif Saydam, Thomas Struth, Florian Süssmayr, Thu Van Tran, Jeff Wall, Chen Wei Susan Weil.
Galerie Rüdiger Schöttle, Amalienstr. 41, München
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr, bis 2. Februar 2019
www.galerie-schoettle.de

Apollo
Ausstellung der Originalfotografien der ersten Mondumrundung der Apollo III am 24.12. 1968
Galerie Daniel Blau, Maximilianstr. 26, München
Mo-Fr 11-18 Uhr, bis 8. Februar 2019
danielblau.com

Wasser
Wasser oder auch H2O ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde und die einzige chemische Verbindung, die in drei Aggregatzuständen vorkommt. Die Fotografen der Gruppe Draußen des Fotoclubs CC77 haben die verschiedenen Formen von Wasser mit der Kamera in Szene gesetzt – von der Nebelstimmung am Morgen, über Flüsse und Seen bis zur Unendlichkeit des Meeres. Sie erleben Wasser in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen: als Regen, Eis und Schnee. Sie werden über den kleinsten Blütentropfen ebenso wie über gewaltige Wogen oder rauschende Wasserfälle staunen.
VHS Nord, Pegasusstr. 18, 80129 Unterschleissheim
bis 15. Februar 2019
www.vhs-nord.de, www.camera-club77.de

Florian Strandl “Aquarium”
Fotografie-Ausstellung de HFF-Kamerastudenten. Hinter Glas: Durch die Scheiben der Münchner U- und S-Bahnen sehen die Fahrgäste aus wie Fische im Aquarium.
HFF München, Cinematographer’s Gallery im 4. OG, Bernd-Eichinger-PLatz 1, München
Mo-Do 9-18 Uhr, Fr 9-16 Uhr, bis 22. Februar 2019
www.hff-muenchen.de

Maria Moll & Manfred Patz “Fotografie und Malerei im Dialog”
Den abstrakten Werken des Malers wurden aus dem umfangreichen Portfolio der Fotografin Bilder zugeordnet, die in Form, Farbigkeit oder Stimmung eine Entsprechung darstellen. Gezeigt werden faszinierende Bildpaare, die z.T. über Jahre hinweg unabhängig voneinander entstanden sind.
Bürgerhaus Unterföhring, Münchner Str. 65, Unterföhring
Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa 10-14 Uhr, bis 23. Februar 2019
www.buergerhaus-unterfoehring.de

Cordula Treml “Vor dem Auftritt”
Fotografien von Schauspieler*innen an Theatern in München, Wien, Hamburg und Berlin in der Maske oder der Garderobe zeigen die persönlichen Momente kurz bevor sie auf die Bühne gehen.
Bosco Gauting, Oberer Kirchweg 1, Gauting
Do/Fr/Di 9-12, 15-18 Uhr, Mi 9-12 Uhr, Sa 10-12 Uhr, bis 1. März 2019
bosco-gauting.de

Generations Part 2: Künstlerinnen im Dialog – Sammlung Goetz im Haus der Kunst
Die Werke von Frauen haben in der Sammlung Goetz seit Beginn einen besonderen Stellenwert. So wurden wichtige Einzelpositionen wie Yayoi Kusama, Rosemarie Trockel, Mona Hatoum oder Gruppierungen wie die Young British Artists schon früh aufgebaut und über die Jahre hinweg durch Neuerwerbungen erweitert. In ihrer Sammelleidenschaft ließ sich Ingvild Goetz von ihrem Interesse an gesellschaftspolitischen Themen, formal-ästhetischen Fragestellungen sowie künstlerischen Materialien leiten und blieb dabei stets für Neuentdeckungen offen. Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens präsentiert die Sammlung Goetz eine dreiteilige Ausstellung im eigenen Museum und im Haus der Kunst, die dem künstlerischen Schaffen von Frauen gewidmet ist und ihre Werke in einen generationsübergreifenden Dialog stellt.
Im zweiten Teil der Ausstellung im ehemaligen Luftschutzkeller des Haus der Kunst stehen die Erkundung des Körpers, das Ausloten seiner Grenzen und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Vorstellungen von Sexualität, Geschlecht und Identität in bewegten Bildern im Zentrum. Denn Videotechnik wird bereits seit ihren Anfängen als künstlerisches Medium zur Selbstreflexion und Dokumentation von Performances eingesetzt. Gezeigt werden Fotografien, Filme und Installationen von Künstlerinnen aus den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart. Kuratiert von Cornelia Gockel und Susanne Touw.
Mit Werken von Geta Brătescu, Nathalie Djurberg, Tracey Emin, Aneta Grzeszykowska, Mona Hatoum, Sam Taylor-Johnson, Yayoi Kusama, Ulrike Ottinger, Pipilotti Rist und Rosemarie Trockel.
Sammlung Goetz im Haus der Kunst, Prinzregentenstr. 1, München
Fr-So 10-20 Uhr, Do 10-22 Uhr, bis 3. März 2019
(Freier Eintritt am ersten Donnerstag im Monat)
hausderkunst.de

Yamamoto Masao “Bonsai” und “Microcosm Macrocosm”
Yamamoto Masaos Auseinandersetzung mit den großen Fragen der Bedeutung und der Rolle unserer Existenz innerhalb des Universums, unserer Verbindung mit der Natur im weitesten Sinne und der daraus resultierenden Frage der philosophischen Perspektive, strahlt leise, aber deutlich durch jedes seiner Bilder. In der aktuellen Werkreihe Bonsai – Microcosms Macrocosms geht Masao allerdings noch einen Schritt weiter und thematisiert die künstlerische Interaktion eines Menschen mit der Natur. Die Kunst der respektvollen Perfektionierung der Natur durch Menschenhand scheint in Form von Bonsai jene Verkörperung des Mikrokosmos gefunden zu haben, die Masao bereits in seiner vorherigen Zyklen in der Natur gesehen und mit so viel Ehrerbietung fotografiert hat.
Stefan Vogdt/Galerie der Moderne, Kurfürstenstr. 5, München
Mo -Fr 10.30-18.30 Uhr, Sa 10.30-15 Uhr, 8. Februar bis 8. März 2019
(Eröffnung: 7. Februar 2019, 18 Uhr)
www.galerie-vogdt.de

Gatermann, Rohlfing, Siber “Three Artists”
Objekte, Papierarbeiten, Fotografie-Arbeiten.
Smudajescheck – Kunstraum van Treeck, Schwindstr. 3, München
Do/Fr 11-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr, bis 9. März 2019
www.smudajescheck.com

Robert Voit “In The Wild Wild West”
In seiner Ausstellung prüft der Fotograf messerscharf unsere Wahrnehmngsmuster und Sehgewohnheiten. Mit ironischer Delikatesse führt er uns mit Typologien wie “New Trees”, “Bigger Church Crosses” und “New Water Towers”, allesamt getarnte Funkmasten, bewusst aufs Glatteis. Robert Voit war Meisterschüler von Thomas Ruff an der Düsseldorfer Kunstakademie. Seine Arbeiten liegen in zahlreichen Sammlungen vor.
MVHS, Bäckerstr. 14, Mo-Fr 9-20 Uhr, Sa/So 9-17 Uhr, Eintritt frei
25. Januar bis 10. März 2019
(Vernissage Di  29. Januar 2019, 19-20 Uhr)
www.mvhs.de

LAND__SCOPE. Fotoarbeiten von Roni Horn bis Thomas Ruff aus der DZ BANK Kunstsammlung
In der Ausstellung geht es um das Phänomen Landschaft in der zeitgenössischen Fotografie. Ausgehend von den Vorstellungen, die in der Kunst der Romantik zur idyllischen Naturdarstellung formuliert wurden, werden die Veränderung von Natur- und Nutzlandschaft sowie die Auswirkungen von Verstädterung und Industrialisierung auf die Natur thematisiert. Die circa 120 Kunstwerke stammen u. a. von Claudia Angelmaier, Ursula Böhmer, Mona Breede, Lucinda Devlin, William Eggleston, Jochen Gerz, Beate Gütschow, Raphael Hefti, Dan Holdsworth, Carsten Höller, Roni Horn, Axel Hütte, Magdalena Jetelová, Sven Johne, Peter Keetman, Robert Longo, Richard Mosse, Inge Rambow, Heinrich Riebesehl, Thomas Ruff, Adrian Sauer, Stephen Shore, Maria Sewcz, Hiroshi Sugimoto und Anna Vogel.
Umfangreiches Begleitprogramm.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, bis 31. März 2019
www.muenchner-stadtmuseum.de

Generations 3 – Künstlerinnen im Dialog
Gezeigt werden 200 Arbeiten von Zeichnungen über Fotografien, Gemälde und Skulpturen bis hin zu Filmen und umfangreichen Installationen von mehr als 40 Künstlerinnen. (Tomma Abts, Diane Arbus, Maria Bartuszova, Huma Bhaba, Louise Bourgeois, Geta Bratescu, Christa Dichgans, Lecia Dole-Recio, Tracey Emin, Nan Goldin, Dominique Gonzalez-Foerster, Evely Hofer, Roni Horn, Louise Lawler, Sherrie Levine, Sarah Lucas, Cindy Sherman, Kiki Smith, Rosemarie Trockel u.a.
Sammlung Goetz, Oberföhringer Str. 103, München
Do/Fr 14-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr, bis 6. April 2019
www.sammlung-goetz.de

Surface by Soren Solkaer
Porträt-Anthologie der bedeutendsten Street-Art-Künstler. Der Dänische Fotograf Solkaer (*1969) portraitierte weltweit mehr als 150 KünstlerInnen der Graffiti- und Streetart-Szene. Sein Bestreben ist es, eine Mischung aus Dokumentation oft vergänglicher Werke im Übergang einer Momentaufnahme der Szene zu präsentieren und gleichzeitig die mehrheitlch anonym Arbeitenden zu beleuchten; Bildband.
MUCA – Museum of Urban and Contemporary Art, Hotterstr. 12, München
Mi-Mo 10-20 Uhr, bis 7. April 2019
www.muca.eu

FORUM 048: Anna Katharina Zeitler – If you can dream it, you can do it
Anna Katharina Zeitlers Bildzyklus „If you can dream it, you can do it“ nimmt eine Lebenssituation zum Ausgangspunkt, die geprägt ist vom ständigen Unterwegssein und der Sehnsucht, endlich irgendwo anzukommen. Die Fotografien oszillieren zwischen Rastlosigkeit, Ruhelosigkeit und Heimweh. In geheimnisvollen Schlagbildern entführt Anna Katharina Zeitler den Betrachter auf eine poetischen Bilderreise voller Sinnlichkeit, Intimität, Melancholie und Magie, bei der Autobiographisches und Fiktionales ineinanderfließen.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, 22. Februar bis 28. April 2019
www.muenchner-stadtmuseum.de

Die Neue Heimat (1950-1982). Eine sozialdemokratische Utopie.
Die „Neue Heimat” war der größte und wichtigste nicht-staatliche Wohnungsbaukonzern im Europa der Nachkriegszeit. In einem Zeitraum von über dreißig Jahren hat sie mehr als 400.000 Wohnungen und seit den sechziger Jahren auch zahlreiche Kommunal- und Gewerbebauten in Deutschland geplant und umgesetzt. Viele wichtige Architekten der Nachkriegszeit waren für die Neue Heimat tätig und haben an deren Konzepten und Bauten maßgeblich mitgewirkt. Der skandalträchtige Zusammenbruch der Neuen Heimat Anfang der achtziger Jahre wirkte wie ein Schock auf die westdeutsche Bevölkerung und markierte das Ende einer Epoche. Vor dem Hintergrund der aktuellen Wohnungskrise und Diskussionen über die Nachverdichtung in vielen Großstädten scheint nun der Zeitpunkt gekommen, um die Neue Heimat einer erstmaligen und tiefgreifenden Untersuchung zu unterziehen. Die Ausstellung lenkt die Perspektive auf die Protagonisten der Neuen Heimat, einschließlich der rund 700 Architekten und Stadtplaner, und deren Einfluss auf die Entwicklungen im Wohnungs- und Städtebau. Anhand ausgewählter Bauten, Projekte und Stadtplanungskonzepte dokumentiert die Ausstellung mittels Planmaterialen, Fotografien, Modellen und Schriftstücken die Geschichte und aktuelle Bedeutung der Neuen Heimat.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Hamburgischen Architekturarchiv/Hamburgische Architektenkammer.
Pinakothek der Moderne, Architekturmuseum der TU München, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, 27. Februar bis 19. Mai 2019
www.pinakothek.de

“Am I What You’re Looking For?” – Photography by Endia Beal
Am I What You’re Looking For? focuses on young women of color who are transitioning from the academic world to the corporate setting capturing their struggles and uncertainties on how to best present themselves in the professional workspace. As the young women pose in front of an office backdrop in the home, they recall conversations during job interviews. The women explained how employers would tell that their natural hair was unprofessional or their name was too difficult to pronounce, suggesting they alter themselves for the job. This project provides an in-depth investigation into the experiences and fears of being a woman of color in corporate America.
Amerikahaus, Barer Straße 19a, München
Mo-Fr 10-17 Uhr, Mi 10-20 Uhr, So 10-16 Uhr, 3. Februar bis 2. Juni 2019
www.amerikahaus.de

FORUM 049: Sebastian Riemer – Archivarische Empathie
In seinen Fotografien geht der Düsseldorfer Künstler Sebastian Riemer (geb. 1982) den speziellen und vielgestaltigen Eigenschaften des fotografischen Bildes auf den Grund. Welche Informationen können wir schon an der Oberfläche eines Abzug sammeln? In welchem Verhältnis stehen das Lichtbild und Praktiken der Massenmedien, etwa Stereotypisierung, Retuschen und Manipulationen oder Authentifizierungsstrategien? Riemer wirft diese medienreflexiven Fragen konkret am Bild auf, indem er Fotografien von Fotografien herstellt. Mittels dieser Aneignung fremder Bilder und seiner eigenen Überarbeitung, gelingt es ihm fotografische Charakteristika sichtbar und zum zentralen Thema seiner Bilder zu machen.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, 24. Mai bis 25. August 2019
www.muenchner-stadtmuseum.de

Saul Leiter.
Diese Ausstellung im Kunstfoyer widmet sich einem Grenzgänger zwischen den Medien Malerei und Fotografie. Saul Leiter (* 1923 in Pittsburgh – 2013 New York City) erfährt erst seit wenigen Jahren die verdiente Würdigung als einer der führenden Pioniere der Farbfotografie. Schon 1946, weit vor den Vertretern der „New Color Photography“ der 1970er Jahre (William Eggleston, Stephen Shore) verwendete er als einer der ersten die damals von Künstlern noch verachtete Farbfotografie. Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für die Kunst und begann bereits als Teenager Ende der 1940er Jahre zu malen. Seine Familie unterstützte sein künstlerisches Interesse nicht, da sein Vater, ein anerkannter Talmudischer Rabbiner und Gelehrter, stets seine Hoffnungen darauf gesetzt hatte, dass sein Sohn ihm eines Tages in der Familientradition als Rabbiner nachfolgen würde.
Saul Leiter hat sich immer als Maler und Fotograf verstanden. Sowohl in seiner Malerei als auch in seinen Fotografien tendiert er deutlich zu Abstraktion und Flächigkeit. Passanten werden nicht als Individuen in das Bild aufgenommen, sondern als verschwommene ästhetische Farbimpulse, überlagert von Scheiben oder zwischen Hauswänden und Verkehrszeichen. Die Übergänge zwischen Abstraktion und Figurativem in seinen Malereien und Fotografien sind beinahe nahtlos. Er findet seine Motive wie Schaufenster, Passanten, Autos, Schilder und immer wieder Regenschirme in der unmittelbaren Umgebung. Die Unschärfe im Detail, die Verwischung von Bewegung und die Minderung der Tiefenschärfe, den Ausgleich oder gewollten Entzug von notwendigem Licht und die Verfremdung durch Fensterdurchsichten und Spiegelungen. Dies alles verschmilzt zur Farbsprache eines halb realen, halb abstrahierten urbanen Raums. Es sind Arbeiten eines fast noch unentdeckten modernen Meisters der Farbfotografie der 1940er und 1950er Jahre.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg und wird kuratiert von Ingo Taubhorn und Brigitte Woischnik.
Kunstfoyer, Maximilianstraße 53, München
tgl. 9-19 Uhr, 5. Juni bis 15. September 2019
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

Aenne Biermann. Vertrautheit mit den Dingen.
Für die Autodidaktin Aenne Biermann (1898 – 1933) war die Kamera ein Mittel sich den Dingen und Situationen ihrer Lebensumwelt anzunähern. Ab der Mitte der 1920er-Jahre gewann sie mit ihren Fotografien alltäglichen Erfahrungen und Begebenheiten unbekannte und unerwartete Ansichten ab. Obwohl Aenne Biermann relativ isoliert von den Entwicklungen der Avantgarden in den Großstädten aktiv war, wurden ihre Werke ab 1929 in allen bedeutenden Ausstellungen zur modernen Fotografie umfangreich präsentiert. Das in nur wenigen Jahren entstandene Werk – Aenne Biermann verstarb aufgrund einer Krankheit schon 1933 – zählt heute zu den Hauptwerken der Fotografie des Neuen Sehens und der Neuen Sachlichkeit.
Die Ausstellung umfasst etwa ca. 100 originale Fotografien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde, die eine der umfangreichsten Sammlungen zu Aenne Biermann beherbergt, ergänzt um Dokumente und Archivalien, die Werk und Werdegang der Künstlerin illustrieren.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, 12. Juli 2019 bis 13.Oktober 2019
www.pinakothek.de

So wie wir waren. Deutsche Fotografie der 1970er Jahre
Im Zentrum dieses umfänglichen Ausstellungsprojekts mit mehreren Hundert Werken bekannter und noch zu entdeckender Künstler steht die westdeutsche Fotografie der 1970er-Jahre. Die Tradition eines dokumentarischen Stils wieder aufgreifend etablieren die sogenannten Autorenfotografen die Fotografie im Kontext der zeitgenössischen Kunst. Während sie aufmerksam beschreibend die bundesdeutsche Wirklichkeit in den Blick nehmen, entdecken Maler und Bildhauer das visuelle Potenzial fotografischer Bilder, das tradierte Bildvorstellungen herausfordert, und integrieren diese in ihre oftmals gattungsübergreifenden wie auch gesellschaftskritischen Werke.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, 13. Dezember 2019 bis 26. April 2020
www.pinakothek.de