Fotoausstellungen in München

[Stand 17. Dezember 2020] Die folgenden Fotoausstellungen in München (und Umgebung) kann man derzeit oder bald anschauen. Die Ausstellungen sind nach Enddatum sortiert. Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte immer nochmal auf der Website nachschauen. Bei Fragen und ggf. Terminhinweise bitte Mail schicken an sg@goertz-fotografie.de. Weitere aktuelle Infos auch unter www.facebook.com/susannegoertz.fotografie

Aktueller Hinweis: Corona-Bedingt sind derzeit viele Ausstellungen nicht anzuschauen oder werden verlängert/verschoben. Bitte ggf. auf der Website der Veranstalter schauen oder anrufen.

Jana Erb: This is not to be seen* *by future generations
In ihrer Fotoserie dokumentiert Jana Erb die Veränderungen der isländischen Ökosysteme durch den Klimawandel aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Gewissheit, dass nachfolgende Generationen unsere atemberaubenden Naturschönheiten nicht mehr erleben können, treibt Jana Erb in einer unkonventionellen Form der Dokumentationsfotografie an. In wechselnden Perspektiven zeigt sie besondere Seiten unserer Welt und stellt als Chronistin des Klimawandels die Veränderungen der isländischen Ökosysteme durch den Menschen heraus.
In abwechslungsreichen Bildern führt uns die Fotografin über die Insel im Nordatlantik und demonstriert ihre handwerkliche und künstlerische Vielseitigkeit. Es gelingt ihr die verträumte Verletzlichkeit der Wasserfälle am Haifoss in direkten Kontext zu den menschenfeindlichen Mondlandschaften der Myvatn Schwefelfelder zu setzen.
Online unter www.kontrapixel.de/bosco_gauting
bosco-gauting.de

Welt im Umbruch. Von Otto Dix bis August Sander – Kunst der 20er Jahre
„Die 1920er Jahre waren eine Zeit der Extreme und Gegensätze, voller Hoffnung und Elend, Licht und Schatten. Im Dialog zwischen Malerei und Fotografie beleuchtet die Ausstellung eine Zeit, die künstlerisch voller Innovationen steckte und in der sich zugleich Vorboten des kulturellen Niedergangs im Nationalsozialismus mehrten. Die moderne Stilrichtung der Neuen Sachlichkeit in der Malerei und des Neuen Sehens in der Fotografie strebt eine sachliche und realistisch-veristische Wiedergabe des Bildgegenstands an. Die Ausstellung spürt diesem künstlerischen Dialog erstmals in Porträts mit besonderem Fokus auf Akt und Selbstbildnisse, Stadtansichten, Stillleben, Darstellungen von Industrie und Technik sowie politischen Collagen nach. Ausstellung und Publikation präsentieren Werke von Künstlerinnen, die in Deutschland zwischen 1920 und 1935 gelebt und gewirkt haben. Neben circa 250 Fotografien, Gemälden und Grafiken werden auch die wichtigsten Fotopublikationen der Zeit zu sehen sein. Die Künstler*innen der Ausstellung sind u.a. Aenne Biermann, Erwin Blumenfeld, Otto Dix, Hugo Erfurth, Carl Grossberg, George Grosz, Florence Henri, Hannah Höch, Karl Hubbuch, Germaine Krull, El Lissitzky, László Moholy-Nagy, Albert Renger-Patzsch, Walter Peterhans, Max Radler, August Sander, Georg Scholz, Sasha Stone, Umbo.
In Kooperation mit dem Bucerius Kunst Forum Hamburg.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, bis 10. Januar 2021
www.muenchner-stadtmuseum.de

Stephan Reusse – Collaborations
Seit Mitte der 1980er bis in die 2010er Jahre hinein porträtierte Stephan Reusse Persönlichkeiten der internationalen Kunstszene. Diese ‚Collaborations‘ sind von der Idee eines echten Dialogs getragen. Alle Arbeiten wurden mit den porträtierten Künstlern gemeinsam konzipiert und hier erstmals in einer Museumsausstellung vorgestellt.
Neue Galerie im Höhmannhaus, Maximilianstr. 48, 86150 Augsburg
Di-So 10-17 Uhr, bis 10. Januar 2021
kunstsammlungen-museen.augsburg.de

Richard Berndt „Lichtbilder“
Fotografien werden einer abstrakten Malerei ähnlich, wenn man lange Belichtungszeit und Bewegung von Kamera und/oder Veränderung der Brennweite miteinander verbindet. Aus Hunderten von Versuchen zeigt Richard Berndt eine Auswahl der gelungensten Aufnahmen. Wenngleich die Titel der Bilder Hinweise geben, wo die Aufnahmen entstanden, stehen doch die abstrakten Formen und Muster im Vordergrund. Bestehende Objekte mit eigener künstlerischer Ästhetik – vor allem Architektur, Lichtinstallationen – werden durch die angewendete Aufnahmetechnik selbst zu neuen Kunstwerken.
MVHS Stadtbereichszentrum Ost, Obergiesing, EG, Severinstr. 6, München
Mo-Do 9-21 Uhr, Fr 9-17 Uhr, bis 29. Januar 2021
www.mvhs.de, berndt-fotos.jimdofree.com

Perspektiven einer Reise
Die von Studierenden des Studiengangs der Film- und Medienkultur-Forschung der LMU München entwickelte Ausstellung zeigt verschiedene Stationen und Perspektiven auf der Reise zum und durch den Mittelmeerraum – von Norden nach Süden, von Süden nach Norden. Was erleben Touristen auf ihrer Reise? Welche Erfahrungen machen Menschen, die über den Mittelmeerraum flüchten? Wie wird in den Medien darüber berichtet? Neben den gezeigten Fotografien schildern Reisende und Geflüchtete in kurzen Interviews ihre persönlichen Erfahrungen.
MVHS in Moosach, Baubergerstr. 6a, München
Mo-Do 10-20 Uhr, Fr, WE, Ferien nur bei Veranstaltungsbetrieb geöffnet, bis 29. Januar 2021
www.mvhs.de

From A New Yorker’s Perspective. Photography by Christopher Makos.
Through his photography, highly acclaimed American photographer Christopher Makos documented the life and career of one of the 20th century’s most significant artists, Andy Warhol. These photographs are a window to a period of extraordinary artistic creativity in New York, the United States, and the world.
The iconic works of Christopher Makos reflect the reach and importance of contemporary American art over the last five decades. His photographs have been shown in museums and galleries around the world.
Christopher Makos was born in Lowell, Massachusetts, grew up in California, and moved to New York City after high school. He met Andy Warhol at the Whitney Museum in New York, at the opening of an exhibition of Warhol’s paintings.
Amerikahaus, Karolinenplatz 3, München
Mo-Fr 16-20 Uhr, So 10-16 Uhr, bis 31. Januar 2021
www.amerikahaus.de

Social Distancing & Empty Spaces
In diesem Jahr ist alles anders als es mal war. Im Frühjahr hat ein Virus namens Sars-CoV-2 die Welt zum Erliegen gebracht. Die gesamte Gattung Mensch war und ist betroffen. In der Folge wurden die größten Grundrechtseinschränkungen seit dem Zweiten Weltkrieg durchgesetzt. Dass die staatlichen Maßnahmen zumindest anfänglich klanglos hingenommen und befolgt wurden, hat mehr als einen Grund. Der nächstliegende ist die individuelle Betroffenheit. Das Coronavirus kann im mir selbst zum Ausbruch kommen und seinen Zerstörungsprozess entfalten. Ein weiterer Grund, mit der die verordneten Einschnitte angenommen wurden, liegt in den medial erzeugten Verstärkereffekten. Den Medien ist es in der Corona-Krise gelungen, die durch Selbstboulevardisierung und Fake-News-Propaganda erlittenen Imageverluste wettzumachen.
Die Coronakrise selbst wirkt zunächst wie grelles, ungefiltertes Licht: sie lässt Dinge, Zustände, Sachverhalte in schonungsloser Schärfe hervortreten. Gesellschaftliche Schwachstellen werden deutlich sichtbar – von der Just-In-Time-Produktion, die jäh abreißt, weil Zulieferern ausfallen über mangelnde Hygiene in Großschlachtbetrieben bis zu Gesundheitssystemen, die so karg ausgestattet sind, dass sie kollabieren.
Zudem führte die Krise weltweit zu entvölkerten Orten, Städten und Räumen. Eine nie da gewesene Leere in vielen Zivilisationszentren der Erde manifestierte sich als evidente Folge einer stillgelegten Gesellschaft. Ein ganzes soziokulturelles Gefüge brach auseinander, als am 14. März das Kulturleben abgeschaltet wurde. Galerien, Museen, Kinos, Kulturzentren und Theater wurden geschlossen. Die Resonanzräume des Publikums wurden verriegelt und das Kunstpublikum um die gemeinsam erlebte Euphorie gebracht. Der kulturelle Shutdown hat alle Künstler*innen erwischt, da sie nicht systemrelevant sind.Die Ausstellung „Kultureller Shutdown: Social distancing & Empty spaces“ ist ein Projekt, das aus und in der Krise entstand. In einem Open Call hat die Pasinger Fabrik Künstler*innen eingeladen, die ihre im Shutdown gemachten Erfahrungen im Innen- und Außenleben sowie persönliche Inspirationen und Visionen der Coronakrise in bildnerischen Darstellungen festgehalten haben. Die Auswahl der gezeigten Kunstwerke ist international und transmedial (Fotografie, Installation, Film). Es geht um das Bild der Coronapandemie in der zeitgenössischen Kunst.
Pasinger Fabrik, August-Exter-Str. 1, München, Galerien 1-3, Lichthof, Bar
verlängert bis 31. Januar 2021
www.pasinger-fabrik.de

About Us. Junge Fotografie aus China
Die Ausstellung zeigt siebzig Fotografien junger chinesischer Künstlerinnen und Künstlern, die in den letzten zwei Jahren für die Sammlung erworben wurden. Nach Robert Rauschenbergs westlichem Blick auf China in der letzten Ausstellung zeigen diese Fotografien nun Innenansichten der im Land lebenden Kunstschaffenden.
Alexander Tutsek-Stiftung, Karl-Theodor-Str. 27, München
Di-Fr 14 – 18 Uhr, Feiertags geschlossen, bis 26. Februar 2021
www.atutsek-stiftung.de

Sebastião Salgado. EXODUS.
Der brasilianische Fotograf und Fotoreporter Sebastião Salgado erhielt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2019. Der Preis wurde am Sonntag, den 20. Oktober 2019, in der Frankfurter Paulskirche verliehen. Die Laudatio hielt der Regisseur Wim Wenders.
Aus diesem Anlass zeigt das Kunstfoyer München ab Oktober 2020 die Ausstellung Sebastião Salgado. EXODUS – das Werk, mit dem er sich in aller Dringlichkeit für soziale Gerechtigkeit und Frieden eingesetzt hat, lange bevor er mit dem Projekt GENESIS (Ausstellung im Kunstfoyer 2015) und dem Film von Wim Wenders „Das Salz der Erde“ einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde.
Kunstfoyer, Maximilianstraße 53, München
tgl. 9-19 Uhr, bis 31. März 2021
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

Der Blaue Planet – The Blue Planet
In der Ausstellung geht es ganz grundsätzlich um das, was wir Tag für Tag intensiver erfahren – wie eklatant unser Lebensraum Erde durch vom Menschen selbst herbeigeführte Ursachen nicht mehr nur bedroht, sondern mutwilligen Zerstörungen ausgesetzt ist. 10 internationale Künstlerinnen und Künstler stellen in der Ausstellung Fragen zum Zustand der Welt: Olaf Otto Becker (DE), Barbara Ciurej & Lindsay Lochman (USA), Anja Güthoff (DE), Edgar Honetschläger (AUT), Magdalena Jetelová (CZE), Andrea Motta (BRA) Elham Rokni (ISR), Saba Sitton (USA), Charles Xelot (FRA)
H2 – Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast, Beim Glaspalast 1, 86153 Augsburg
Di–So 10–17 Uhr, bis 5. April 2021
kunstsammlungen-museen.augsburg.de

Astrid Klein. Das vollkommene Liebe die Angst austreibe
Astrid Klein (*1951) zählt zu den wichtigsten Stimmen der deutschen Nachkriegs- und Gegenwartskunst. Zentraler Aspekt ihres Gesamtwerks ist die Auseinandersetzung mit dem politischen Klima im Nachkriegsdeutschland und der westlichen Welt, mit Ängsten und Sehnsüchten, die über die Medien global transportiert werden.
Dank der Förderung der Michael & Eleonore Stoffel Stiftung wurden 2019 fünf Werke von Astrid Klein erworben. Der nunmehr sieben Exponate umfassende Sammlungsbestand zentraler Fotoarbeiten und Collagen aus den 1970er-1980er Jahren wird erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Pinakothek der Moderne, Saal 27 und Wand Treppe Ost, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 5. April 2021
www.pinakothek.de

Fasching in Giesing – närrische Zeiten im Münchner Südosten
Faschingsveranstaltungen sind zwar in München schon seit dem 13. Jahrhundert verbürgt, der Straßenfasching ist hier aber ein eher unterentwickeltes Phänomen. Der Giesinger Faschingszug, der über 50 Jahre ein fester Bestandteil des alljährlichen Festkalenders war, bietet hier eine Münchner Besonderheit. Von Bewohnern, Geschäftsleuten und dem Faschingsverein des Stadtviertels gepflegt, hatten Alt und Jung Freude am Verkleiden, Feiern und Bestaunen des Festumzuges. Die Ausstellung präsentiert Giesinger Faschingsgeschichte(n), eingefangen auf zahlreichen Fotos der Beteiligten.
MVHS Obergiesing, Stadtbereichszentrum Ost, EG, Severinstr. 6, München
Mo-Do 9-21 Uhr, Fr 9-17 Uhr, 15. Januar bis 26. Februar 2021
www.mvhs.de

Gegenüber. Porträts von August Sander bis Rineke Dijkstra
Die menschliche Figur als eines der ältesten Motive in der Kunst nimmt auch in der Fotografie eine bedeutsame Rolle ein. August Sander – Wegbereiter einer sachlich-konzeptuellen Fotografie – suchte Menschen unterschiedlichster Gesellschaftsschichten und Berufsgruppen typologisch zu erfassen. Hingegen nähern sich jüngere Fotografengenerationen einer anderen Wirklichkeit. Rineke Dijkstra oder Wolfgang Tillmans etwa geht es darum, im Porträt auch ein individuelles Lebensgefühl festzuhalten.
Pinakothek der Moderne, Saal 28, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 28. Februar 2021
www.pinakothek.de

salon de photographie IX
In dieser Werkschau geben die aktuell Teilnehmenden des „Projekts Fotografie“ einen Einblick in ihre vielfältigen Arbeitsweisen. Thematisch reichen die ausgestellten Fotoarbeiten vom Selbstporträt bis hin zu persönlichen Sichtweisen des Alltags. Das gemeinsam entwickelte Magazin „Nil“ wird erstmalig vorgestellt.
Im Rahmen der Jubiläumsausstellung sind auch alle Ehemaligen eingeladen, ihre Arbeiten (Prints, Bücher, Hefte), die während des Projekts „Fotografie“ entstanden sind, zu zeigen.
Alle früheren Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die präsentieren möchten, melden sich bitte bis zum 21. Februar 2021 schriftlich an bei Michael Jochum foto.werk@web.de.
Gasteig, Rosenheimer Str. 5, München
Sa 11-17 Uhr, 6. März 2021
www.mvhs.de

XXX – das projekt fotografie ‑ Belichtungen der Wirklichkeit
Vor 30 Jahren gründete Michael Jochum das „Projekt Fotografie“ an der Münchner Volkshochschule.Während die Fotografie in den 1980er Jahren hierzulande noch um die schuf Jochum eine fotografische Schule der Wahrnehmung: Offen für alle, die sich grundlegend mit dem Bild und seiner Ästhetik auseinandersetzen wollen und auf der Suche nach einer persönlichen Bildsprache sind. Das „Projekt Fotografie“ etablierte sich in den letzten drei Jahrzehnten als wichtiger Ort für freie künstlerische Fotografie, an dem die Teilnehmenden im diskursiven Austausch gesellschaftliche Bedeutungsebenen des fotografischen Bildes befragen und eigene Bildkonzepte entwickeln.
Die Aspekte Galerie zeigt in Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Fotografie & Video/Film anlässlich des Jubiläums in einer Werkschau Arbeiten von Teilnehmenden sowie von Michael Jochum. Zu sehen ist ein breites Spektrum an Bildprojekten: von seriellen S/W-Abzügen auf Baryt und Farbtableaus über raumgreifende fotografische Installationen bis zu Fotomagazinen und KünstlerInnenbüchern.
Mit Arbeiten von Katrin Bertram, Julia Bradshaw, Chih-Chieh Chuang, Oliver Deska, Marlies Ebertshäuser, Armin Feser, Max Glanz, Susanne Görtz, Sabine Herrmann, Matthias Hofstetter, Michael Jochum, Elisabeth Mihalyi, Hermann Offner, Renate Pieper, Reinhard Piper, Tayama Ramos da Silva-Nielsen, Stefan Rampf, Michael Richter, Norbert Rother, Wolfgang Stahr, Guoling Wen, Eva Maria Wittmann, Martin Zinßer.
Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm, einen Katalog und ein Magazin.
Aspekte Galerie im Gasteig, Foyer 2. Stock, Rosenheimer Str. 5, München
tgl. 10-22 Uhr, 9. Februar bis 11. April 2021
(Eröffnung 9. Februar 2021)
www.mvhs.de, www.michael-jochum.de

FOTOGRAFIE HEUTE: RESISTANT FACES – Ausstellungsreihe zur künstlerischen Fotografie im digitalen Zeitalter
Die Ausstellung RESISTANT FACES fragt nach dem Status des Porträts im digitalen Zeitalter und versammelt 14 kritische Bild- und Wirklichkeitsentwürfe aus der zeitgenössischen Fotografie. In einer von Social Media und öffentlichen Überwachungskamerasystemen geprägten Gegenwart ist das Bild des Menschen Teil einer neuen Sharing- und Kontrollkultur geworden. Die in der Ausstellung präsentierten Positionen adressieren ein neues gesellschaftliches Autonomieverständnis und zeigen auf insgesamt 400qm visionäre Gegenentwürfe zu den algorithmisch definierten Gesichtsoberflächen.
Mit: Broomberg & Chanarin, Eli Cortiñas, Antye Guenther, Lynn Hershman Leeson, Esther Hovers, Basim Magdy, Frida Orupabo, Emmanuel Van der Auwera
„Fotografie heute“ wird organisiert vom Referat für Fotografie und Medienkunst unter der Leitung von Franziska Kunze. Die Reihe selbst wurde 2016 von Inka Graeve Ingelmann (1960–2019) initiiert.
Gastkuratorin: Jana Johanna Haeckel, Kunsthistorikerin, Kuratorin, und Dozentin mit Sitz in Brüssel, Belgien.
Ausstellung und Katalog wurden ermöglicht durch die großzügige Förderung der ALEXANDER TUTSEK-STIFTUNG, München.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 11. April 2021
www.pinakothek.de

10 Jahre Stiftung Ann und Jürgen Wilde an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen
Seit 2010 ist die Stiftung Ann und Jürgen Wilde den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angegliedert.
Ihre umfangreichen Bestände – dazu zählen die Künstlerarchive Karl Blossfelt und Albert Renger-Patzsch wie auch eine weitreichende Sammlung zur Fotografie der 1920er- und 1930er-Jahre mit Werken beispielsweise von Aenne Biermann, Alfred Ehrhardt, Florence Henri, Germaine Krull, Werner Rohde, August Sander und Friedrich Seidenstücker – ergänzen und erweitern den Sammlungsbereich Fotografie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen auf außerordentliche Weise.
Mit Ausstellungen wie „Florence Henri. Compositionen“ (2014), „Karl Blossfeldt. Aus der Werkstatt der Natur (2015), „Albert Renger-Patzsch. Ruhrgebietslandschaften“ (2016), „Aenne Biermann. Vertrautheit mit den Dingen“ (2019) und weitreichenden nationalen und internationalen Kooperationsprojekten ist die Stiftung seither in der Pinakothek der Moderne und außerhalb aktiv.
In einem Kabinettraum präsentiert die Stiftung Ann und Jürgen Wilde zehn repräsentative Hauptwerke aus ihren Sammlungsbeständen und gibt anhand von ausgewählten Publikationen und Archivalien einen Einblick in die vielschichtige zehnjährige Tätigkeit.
Pinakothek der Moderne, Saal 10, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 18. April 2021
www.pinakothek.de

STILL LIFE. Fotografien aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde im Dialog mit Werken aus der Sammlung Goetz
Die Stiftung Ann und Jürgen Wilde nimmt in ihrer aktuellen Sammlungspräsentation „Still Life“ den in den umliegenden Räumen durch die Ausstellung „Au Rendez-vous des amis“ angeregten Dialog mit zeitgenössischen Werken der Sammlung Goetz auf. Sie legt dabei den Fokus auf das Medium Fotografie, das gerade in den letzten 100 Jahren in Ästhetik und Rezeption einen enormen Wandel erfahren hat.
Schon in der Fotografie des frühen 19. Jahrhunderts finden sich Darstellungen von Objektsammlungen und -arrangements wie beispielsweise in William Henry Fox Talbots „The Pencil of Nature“ (1844) ein mit Gläsern gefülltes Regal oder ein Obstkorb mit Früchten. Das Interesse lag hier jedoch vorrangig auf der Darstellung der Struktur der Dinge und auf dem Bezug zu Vorbildern in der Malerei. Als ein Reflex auf die zunehmende Technisierung und Mechanisierung des Alltags entwickelte sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Fotografie, die sich mit technischer Perfektion auf die Oberflächen- und Materialbeschaffenheit der Gegenstände konzentrierte, und deren Themenspektrum auch Industrie- und Werbefotografie umfasste.
Die Präsentation zeigt 13 ausgewählte Werke von Florence Henri und Albert Renger Patzsch aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde und drei großformatige Arbeiten von Wolfgang Tillmans aus der Sammlung Goetz.
Pinakothek der Moderne, Saal 8, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 18. April 2021
www.pinakothek.de

Michael Jochum „Das Leben der Bilder“
Streitfeld Projektraum, Streitfeldstraße 33, München
(verschoben auf 2021)
www.michael-jochum.de, projektraum.streitfeld.net