dis/play

Die Fotografien für die Serie “dis/play” entstanden im Münchner Untergrund vor und während der Umstellung von analogen auf digitale Displays.

Im Münchner Untergrund werden die „analogen“ Plakatwände nach und nach ersetzt durch digitale Displays mit Bewegtbild, deren wechselnden Inhalte die Aufmerksamkeit der Wartenden wieder auf sich ziehen. Aber bevor dieses Medium ganz entschwindet, auch aus unserer Erinnerung, hat Susanne Görtz die Plakatwände an den Hintergleiswänden der Münchner U-Bahnstationen festgehalten zu dem Zeitpunkt, als die Plakate bereits entfernt waren.

Entstanden ist eine Art Typologie von leeren Werbeflächen in U-Bahn-Stationen. Auf den ersten und vielleicht auch zweiten Blick sind die Fotografien sehr ähnlich, aber gerade die subtilen Unterschiede zwischen den verschiedenen Untergründen und den Resten der Plakate machen den Reiz der Serie aus. Die Arbeit hat eine eigene, eher triste Ästhetik, die auch etwas aussagt über die Gestaltung des öffentlichen Untergrunds in den ersten Jahren. Nur der bunte Streifen, der die unterschiedlichen U-Bahn-Linien kennzeichnet, bringt ein wenig Farbe ins Bild.

Die ersten Bilder der Serie entstanden 2015, eine weitere Serie im Dezember 2019. Noch ist die Umstellung nicht abgeschlossen.

Ausstellungen

  • Februar 2020, „dis/play“, Sandkasten, temporärer Ausstellungsraum in den Meisterhöfen, München
  • Februar 2019, „dis/play“, CoMA – Container of Modern Art, Werksviertel Mitte, München

Publikation
so-VIELE.de Heft Nr. 61, „dis/play“, icon verlag Hubert Kreschmer, München (28 Seiten, 22 Farb-Abbildungen, 14,8×10,5 cm, ISBN 978-3-928804-91-2). Das Heft ist für 3€ erhältlich über den Buchhandel, beim Verlag oder direkt bei mir.

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