Fotoausstellungen in München

[Stand 14. März 2026] Die folgenden Fotoausstellungen in München (und Umgebung) kann man derzeit oder bald anschauen. Die Ausstellungen sind nach Enddatum sortiert. Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte immer nochmal auf der Website nachschauen, Ausstellungen können sich verschieben, verlängert werden oder ausfallen. Fragen und ggf. Terminhinweise bitte per Mail schicken an sg@goertz-fotografie.de.


Wolfgang Tillmans Passages Silencieux – selected works from the collection
Eine Hommage an das fotografische Werk des deutschen Künstlers anhand einer Auswahl von Werken aus der Sammlung.
Espace Louis Vuitton, Maximilianstr. 2a, München
Mo-Fr 12-19 Uhr, Sa 10-19 Uhr, bis 14. März 2026
de.louisvuitton.com

IVAN BASCHANG
Ausgewählte Arbeiten von Baschang sind bis 19. März 2026 im Zuge der Gruppenausstellung „in contrast“ in der Galerie Klüser zu sehen. Die Serie „Corbeilles de Paris“ des Künstlers Ivan Baschang dokumentiert die historischen – und lange Zeit unbeachteten – Eisenkörbe des Pariser Stadtmobiliars, die heutzutage durch moderne Mülltonnen ersetzt wurden.
Galerie Klüser, Georgenstr. 15, München
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr, bis 19. März 2026
www.galerieklueser.com

Bewunderungen | Verwunderungen – Fotografie Wojtek Sperl
„Als ich vor über 50 Jahren begann ernsthaft zu fotografieren und gleich die ersten Bilder gegen ein Honorar fertigte, dachte ich mir, dass das Jahr 2000 nie kommen wird. Inzwischen sind wir mitten im 21. Jahrhundert, meine ersten Fotos verrotten in irgendwelchen Zeitungsarchiven und ich bin weiterhin neugierig auf die Bilder, die zu mir strömen. Alles um mich herum habe ich noch nicht satt sehen können. Und nicht ich finde die Bilder, sondern die Bilder kommen zu mir. Es ist nämlich so, dass ich von der Außenwelt durch eine schwere Erkrankung so gut, wie ausgeschlossen bin, auch der Garten ist mir ein Fremdwort geworden. Die Natur hat anscheinend meine Lage verstanden und liefert mir frei Haus die tollsten Spektakel. Und darauf drücke ich den Auslöser ab.
artoxin, Kirchenstr. 23, München
Mi-Fr 13-19 Uhr, Sa 12-18 Uhr, bis 27. März 2026
artoxin.de

Gabi Breitenbach & Ralf Steinberger: „Día de los Muertos – Mexiko entfesselt “
Die Gemeinschaftsausstellung zum Mexikanischen Tag der Toten von Gabi Breitenbach und Ralf Steinberger im Kunstraum in der Au öffnet einen Raum, in dem Leben und Tod nicht als Gegensätze, sondern als kraftvolle Einheit erlebbar werden, leuchtend, liebevoll und voller Lebensfreude. Die vielfach ausgezeichneten Fotograf:innen begegnen dem Día de los Muertos mit Neugier und Staunen. Ihre Bilder erklären nicht. Sie lassen fühlen. Sie zeigen eine Kultur, in der Abschied und Verbundenheit Hand in Hand gehen, in der Farben, Rituale und Gemeinschaft den Tod in ein Fest des Lebens verwandeln. So entsteht eine eindrucksvolle Bildwelt, die berührt, inspiriert und den eigenen Blick auf Vergänglichkeit behutsam erweitert. Diese Ausstellung lädt dazu ein, innezuhalten, sich überraschen zu lassen und vielleicht einen neuen, versöhnlichen Zugang zu Erinnerung, Endlichkeit und Lebensfreude zu entdecken.
Kunstraum in der Au, Edlingerstr. 18, München
Do-Sa 16-19 Uhr, bis 27. März 2026
kunstraum-au.de

Uta Alexander und Ele Kittl – The Return of the Double Trouble
3D Mixed Media & Fotografie
Galerini, Herzogstr. 81, München
Mi-Sa 17-19 Uhr, bis 27. März 2026
www.instagram.com

Hans Georg Esch sieht den Gasteig HP8
Ungewohnte Blicke auf Münchens Kulturzentrum: Seit 1989 widmet Hans Georg Esch sich der Herausforderung, die Essenz urbaner Gebäude und ganzer Megastädte fotografisch einzufangen. Er zählt zu den gefragtesten Architekturfotografen weltweit. Schon seit mehreren Jahren begleitet er die Generalsanierung des Gasteig in Haidhausen sowie das Interimsquartier Gasteig HP8 in Sendling. Aspekte Galerie, Halle E, Gasteig HP8, Hans-Preißinger-Str. 8, München
tgl. 7–23 Uhr, bis 29. März 2026
www.gasteig.de

ICH BIN SCHÖN
Die Ausstellung bewegt sich kritisch im Spannungsfeld eines etablierten Verständnisses von Schönheit und dessen Revision. Können die traditionellen ästhetischen Konzepte noch Geltung beanspruchen? Welchen Einfluss haben Medien, Populärkultur, KI, Mode und Werbung auf die ästhetischen Vorlieben? Welche Selbstbilder sind wirksam, wenn der Körper zunehmend zum Objekt von Schönheitstechniken wird? Die Ausstellung entwickelt in verschiedenen Sektionen eine Ästhetik des „Schönen“, die die idealisierte Schönheit gegen den Strich bürstet. Sie geht auch der Schönheit des Indifferenten, Grotesken, Narrativen, Transzendenten und Verdrängten nach – und räumt dem Marginalisierten und der Abweichung von der Norm Sichtbarkeit ein.
Zu sehen sind fotografische Arbeiten von Absolvent*innen der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin, editiert von den Studierenden der Bildredaktion 2025/26 unter der Leitung von Nadja Masri, Arbeiten Studierender der Klasse Anke Doberauer der Akademie der Bildenden Künste München sowie Werke der Gäste Anke Doberauer, Franziska Klotz, Chris Levine und Jovana Reisinger. Rahmenprogramm siehe Website.
Pasinger Fabrik, P.ART Galerie, August-Exter-Straße 1, München
Di-Sa 15-19 Uhr, So 14-18 Uhr, bis 29. März 2026
pasinger-fabrik.de

Corina Gertz — The Averted Portrait: The Quiet Language of Textiles
In her long-term photographic project The Averted Portrait, Corina Gertz rethinks the tradition of portraiture by turning the figures away from the camera and shifting the focus from the individual face to clothing as a bearer of cultural memory. Her photographs show women in traditional garments, mostly seen from behind or slightly averted, allowing fabrics, patterns and craftsmanship to speak of history, identity and belonging.
The exhibition presents a curated selection from this extensive body of work, with a focus on photographs from Germany and China, complemented by individual works from Romania and Spain. Together, they reveal clothing as a form of non-verbal communication — as a language that conveys social roles, cultural affiliation and lived experience across generations.
Ira Stehmann Fine Art, Prinzregentenstr. 78, München
nach Vereinbarung unter +49 171 2641293, bis 31. März 2026
www.irastehmann.com

„Japanism“ von Yuto Yamada
Die Leica Galerie präsentiert die Ausstellung „Japanism“ von Yuto Yamada. Über sechs Jahre hinweg bereiste der Fotograf Japan und hielt die wechselnden Jahreszeiten sowie das Wesen seines Heimatlandes in poetischen Landschaftsbildern fest. Mit grafischer Präzision und feinem Gespür für Licht und Struktur entstehen Werke von stiller Intensität. Yamadas Fotografien zeigen Japan aus einer persönlichen Perspektive – ruhig, reduziert und zugleich kraftvoll.
Leica Galerie München, Maffeistr. 4, München
Mo-Fr 10-19 Uhr, Sa 10:-18 Uhr, bis 11. April 2026
leica-camera.com

Marius Lentz-Wimmer – NIHON ANALOG
Marius Lentz-Wimmer zeigt in seiner ersten Einzelausstellung analoge, während seiner Japanreise im März 2025 entstandene Aufnahmen. All diese Motive sind auf verschiedenen analogen Filmen (schwarz-weiß, farbnegativ diapositiv) und mit vier Kameras festgehalten worden. Die Charakteristik verstärkt die elegische und auch nostalgische Stimmung. 
LITVAI GALERIE FÜR FOTOGRAFIE, Altstadt 195a, 84028 Landshut 
Do-Sa 14-17 Uhr, bis 11. April 2026
www.litvai-galerie.com

Früher haben wir schwarz-weiss geblutet
Manuel Eglhofers Fotografien sind Beobachtungen realer Gegebenheiten, die doch nie den Anspruch haben, akkurate Abbildungen der Realität zu sein. Geleitet von Instinkt und vorhandenem Licht, das einem Suchscheinwerfer gleich Spotlights auf die Motive wirft, finden die Bilder Vollkommenheit im Makelhaften und Schönheit im Gewöhnlichen. Neben einer Auswahl digitaler und analoger Fotografien zeigt die Ausstellung am Abend der Eröffnung auch eine Video & Soundinstallation, welche in freundschaftlicher Kollaboration mit dem Künstler Daniel Gianfranceschi entstand. Gianfranceschis gitarrenbasierte Komposition tritt hier in einen intensiven, verletzlichen Dialog mit Manuel Eglhofers Worten und Bildern.
Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, München
tgl. 12-19 Uhr, bis 17. April 2026 (ausser 28./29.3.)
www.seidlvilla.de

Natela Grigalashvili »The Final Days of Georgian Nomads«
Seit 2013 erkundet und dokumentiert die georgische Fotografin Natela Grigalashvili das Leben der Nomad*innen in Adscharien, die kämpfen. In Zeiten der Globalisierung ist ihre Serie ein prägnantes Dokument der Bewahrung alter Werte und Traditionen, von Kultur und Identität.
Bosco Gauting, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
Di-Fr 10-12:30 Uhr, Do/Fr 15-18 Uhr, Sa 10-12 Uhr und zu Veranstaltungen, bis 18. April 2026
bosco-gauting.de

Roni Horn „You Are the Weather“
„You Are the Weather“ von Roni Horn besteht aus 100 Aufnahmen einer jungen Frau in leichter Überlebensgröße. Die Fotografien sind allesamt in isländischen Quellen entstanden. Das uns unbekannte Gesicht der Badenden spiegelt dabei – über ihre Augen, die Mimik und die Lichtreflexionen auf der Haut – das Wetter (und innere Gemütsregungen). Zugleich wirft der Blick der Porträtierten die Betrachtenden auf sich selbst zurück, worauf der Titel anspielen mag.
Museum Brandhorst, Thersienstr. 35a, München
Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, bis 26. April 2026
www.museum-brandhorst.de

Elena Ternovaja „Alchemie der Zeit“
Im Foyer des Museums Mineralogia kann die Ausstellung „Alchemie der Zeit“ der Berliner Fotografin Elena Ternovaja bestaunt werden. Zusammen mit Mineralen der Mineralogischen Staatssammlung werden sogenannte Chemigramme – Experimente auf dem Fototopapier – zu sehen sein.
Mineralogische Sammlung, Theresienstr. 41, München
Di-Fr 12-16 Uhr, Sa, So, Feiertage 13-17 Uhr, bis 17. Mai 2026
msm.snsb.de

Tschernobyl
Am 26. April 1986 erschütterte die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl die Welt. Eine aus Reaktor 4 in die Atmosphäre hinausgeschleuderte radioaktive Wolke zog über ganz Europa hinweg.
Ein Gebiet mit einem Radius von 30 Kilometern um das Atomkraftwerk wurde zur Sperrzone erklärt. Mittlerweile erobert sich die Natur den von Menschen verlassenen Ort so still wie hartnäckig zurück. Einige Künstlerinnen und Künstler nehmen die Entwicklung genauer in Augenschein.
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm
Mo-Sa 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, So 11-18 Uhr, bis 25. Mai 2026
stadthaus.ulm.de

Cindy Sherman
Die Inszenierung weiblicher Rollenbilder in fotografischen Selbstporträts ist das zentrale Thema im Werk der amerikanischen Künstlerin Cindy Sherman. Dabei bezieht sie sich auf Stereotypen des kollektiven Bildgedächtnisses in einer medial geprägten Welt. Die Ausstellung im Sammlung Goetz /Schaufenster konzentriert sich auf die Werke ihrer zwischen 1983 und 1994 entstandenen Fashion-Serie. Durch Shermans Leidenschaft für Kostümierung und Maskerade bietet die Welt der Mode ein weites Feld für ihre künstlerische Auseinandersetzung.
Sammlung Goetz /Schaufenster, Pacellistr. 5, München
Di/Mi 12-18 Uhr, Do/Fr 14-20 Uhr, Sa 12-18 Uhr, 17. März bis 27. Juni 2026
www.sammlung-goetz.de

Lisette Model
Lisette Model (1901–1983) gilt als eine der prägendsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Bilder zeigen das urbane Leben mit schonungsloser Direktheit – von der High Society bis zu den Rändern der Gesellschaft.
Gezeigt werden eine konzentrierte Auswahl zentraler Werkgruppen und ikonischer Fotografien, die Models kompromisslosen Blick und ihren nachhaltigen Einfluss auf die Fotografie erfahrbar machen.
Kunstfoyer, Thierschplatz 6, München
tgl. 10-18 Uhr, Fr 10-20 Uhr, 18. März bis 5. Juli 2026
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

United by Jazz – Was Kunst und Jazz verbindet
Die Ausstellung „United by Jazz“ hat buchstäblich Musik inne. Sie fragt danach, was Kunst und Jazz bis heute verbindet. 
Die reich bestückte Schau „United by Jazz“ zeigt anhand herausragender Werke von FotografInnen und KünstlerInnen, wie Jazz bis heute eine bemerkenswerte Rezeption in Fotografie und Kunst hervorruft. Die engen Beziehungen zwischen Jazz und der bildenden Kunst werden in sensorischen Räumen erfahrbar, wo fotografische, klangliche, künstlerische, typografische Formate sowie Objekt und Installation vermischt sind.
Teilnehmende KünstlerInnen: Anouk Lamm Anouk, Ralf Dombrowski, Maxim Fomenko, Gregor Hildebrandt, Sebastian Kuhn, David Mesa, Mike Meyer, Dieter Rehm, Julia Schewalie, Lena Semmelroggen, Logan T. Sibrel, Ursula Sonnenwald, Michael Steiner, Milen Till
Pasinger Fabrik, August-Exter-Str. 1, München
Di-Sa 15-19 Uhr, So 14-18 Uhr, 17. April bis 12. Juli 2026
(Vernissage Fr 17. April, 18 Uhr)
pasinger-fabrik.de

Jeff Dunas – Photography: American Pictures & State of the Blues
Tender Heart ist eine visuelle Meditation über Vermächtnis, Erinnerung und die sich wandelnde Natur der Identität. Über Generationen hinweg und durch intime Gesten zeichnet dieses Werk eine persönliche und kollektive Reise nach, auf der die Das Amerikahaus München präsentiert eine Ausstellung mit Fotografien des amerikanischen Fotografen Jeff Dunas, die den Blick auf die Vereinigten Staaten bewusst auf das richtet, was ihr Fundament ausmacht: die Menschen.
Im Zentrum stehen Arbeiten aus der Reihe American Pictures, die über mehrere Jahrzehnte hinweg entstanden sind. Dunas fotografiert in Städten und Kleinstädten, in urbanen Randzonen ebenso wie in ländlichen Räumen. Seine Motive sind keine Ikonen und keine Inszenierungen – es sind Begegnungen. Menschen im Alltag, in Momenten des Wartens, des Innehaltens, der Selbstverständlichkeit. Die Fotografien wirken ruhig, fast zurückgenommen, und entfalten gerade dadurch eine nachhaltige Wirkung. Sie zeigen ein Amerika, das von Diversität, individueller Freiheit und gesellschaftlicher Bewegung geprägt ist.
Amerikahaus München, Karolinenplatz 3, München
Mo-Do 10-17 Uhr, Fr 14-18 Uhr, Sa 10-18 Uhr, 21. März bis 31. Juli 2026
www.amerikahaus.de

Richard Sharums Amerika-Trilogie – Im Schatten des amerikanischen Traums
Der US-Fotograf Richard Sharum richtet seinen Blick auf jene Bereiche der amerikanischen Gesellschaft, in denen der Mythos des „American Dream“ brüchig wird. Abseits gängiger Klischees zeigen seine Schwarz-Weiß-Fotografien individuelle Lebensrealitäten voller Verletzlichkeit, Widerstandskraft und stiller Würde. Seine Bildsprache ist ruhig und nahbar, ohne zu idealisieren oder zu entblößen – stets geprägt von respektvoller Aufmerksamkeit für den Menschen.
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm
Mo-Sa 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, So 11-18 Uhr, 7. Juni bis 20. September 2026
(Eröffnung: 6. Juni 2026, 19 Uhr)
stadthaus.ulm.de

Black Cowboys – Sabine Bungert & Stefan Dolfen
Das romantisierte Image des weißen Cowboys prägt bis heute das Bild des „Wilden Westens“. Mit der Realität hat dieses Stereotyp nicht viel zu tun. Ein Viertel der Cowboys waren Afroamerikaner und haben diesen legendären Abschnitt der amerikanischen Geschichte entscheidend mitgeprägt. Doch Hollywood hat einen Mythos erschaffen, der aus ausnahmslos weißen „Westernhelden“ bestand, die zudem häufig nach realen Schwarzen Vorbildern entwickelt wurden. Somit wurde die Bedeutung der Schwarzen für die Entwicklung der USA übergangen. Durch dieses „Whitewashing“ weiß heute kaum jemand von der Existenz Schwarzer Cowboys.
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm
Mo-Sa 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, So 11-18 Uhr, 13. Juni bis 20. September 2026
(Eröffnung: 12. Juni, 19 Uhr)
stadthaus.ulm.de

Haar macht Lust
Ob lang, kurz oder rasiert, glatt oder gelockt – Haare sind weit mehr als eine Frage des Stils. Sie erzählen von Schönheit und Begehren, von Macht und Ohnmacht, von Anpassung und Rebellion. Als universelle Sprache verhandeln sie seit Jahrtausenden soziale, kulturelle und politische Fragen – und bestimmen, wie Menschen sich selbst sehen und gesehen werden.
Mit HAAR – MACHT – LUST präsentiert die Kunsthalle München eine thematisch gestaltete, kulturübergreifende Ausstellung, die die vielfältigen Bedeutungen von Kopf- und Körperhaar in den Blick nimmt. Zu sehen sind rund 200 Exponate von der Antike bis zur Gegenwart – darunter Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Videoarbeiten, Schmuckstücke, Möbel, Designobjekte und Couture-Kreationen – aus bedeutenden internationalen Sammlungen wie dem Prado, dem Louvre und dem Rijksmuseum.
tgl. 10-20 Uhr, 20. März bis 4. Oktober 2026
Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, Theatinerstr. 8, München
www.kunsthalle-muc.de/haar

Michael Nagy „Behördlich erfasst“
Die Fotoausstellung zeigt 22 Lieblingsmotive des Stadtfotografen Michael Nagy. Die Schau präsentiert Highlights aus seinem 25-jährigen Schaffen für das Presse- und Informationsamt, darunter Bilder, die zuvor einen Bauzaun in der Schützenstraße verzierten. 
Neues Rathaus München, OB-Galerie (2. Stock), Marienplatz 8, München
Mo-Do 9-17 Uhr, Fr 9-13 Uhr, längerfristige Ausstellung, Ausstellungsende nicht bekannt.
ru.muenchen.de

Zwischen Berlin und Tbilissi
Wie sehen junge Dokumentarfotograf*innen Europa? Der Hamburger Peter Bialobrzeski hat einige von ihnen eingeladen, ihre Sicht auf die Welt von heute vorzustellen. Sie werfen Fragen auf, die uns alle bewegen: Klimawandel und Umweltverschmutzung, soziale Gerechtigkeit, die Krise der Flüchtlingspolitik und eine sich verändernde Weltordnung sind ihre Themen. Die Teilnehmenden stammen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Polen, Ungarn und Großbritannien, aus Georgien und Sibirien. Einige von ihnen leben in Berlin, manche arbeiten im Kollektiv.
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm
Mo-Sa 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, So 11-18 Uhr, 3. Oktober 2026 bis 10. Januar 2027
(Eröffnung: Fr, 2. Oktober 2026, 19 Uhr)
stadthaus.ulm.de

Menschenbilder. Porträt- und Genrefotografien aus der Sammlung Dietmar Siegert
Meisterwerke der Neuen Pinakothek in der Alten Pinakothek. Die Neue Pinakothek verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Fotografien des 19. Jahrhunderts aus Italien. Meist sind Landschaften und architektonische Monumente von Venedig bis Neapel die Motive. Doch bereits sehr früh spielt auch der Mensch eine wichtige Rolle – als Individuum oder als Vertreter einer bestimmten sozialen Schicht. Die Sammlungspräsentation bietet mit rund fünfzig Fotografien einen Einblick in dieses Thema, das in enger Wechselwirkung mit der Malerei der Zeit steht. Die Fotografien stammen aus der Sammlung Dietmar Siegert, die der Pinakotheks-Verein in Verbindung mit der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Sparkassen-Finanzgruppe 2014 für die Neue Pinakothek erworben hat.
Alte Pinakothek, EG, Ostflügel, Barer Str. 27, München
Di-So 10-18 Uhr, Di/Mi bis 20 Uhr, 13. Oktober 2026 bis 31. Januar 2027
www.pinakothek.de