Ausstellung “dis/play” im CoMA

Susanne Görtz zeigt ungewöhnliche Fotografien von Münchner-U-Bahnstationen.

Im Münchner Untergrund werden die „analogen“ Plakatwände nach und nach ersetzt durch digitale Displays mit Bewegtbild, deren wechselnden Inhalte die Aufmerksamkeit der Wartenden wieder auf sich ziehen. Aber bevor dieses Medium ganz entschwindet, auch aus unserer Erinnerung, hat Susanne Görtz die Plakatwände an den Hintergleiswänden der Münchner U-Bahnstationen festgehalten zu dem Zeitpunkt, als die Plakate bereits entfernt waren.

Entstanden ist eine Art Typologie von leeren Werbeflächen in U-Bahn-Stationen. Auf den ersten und vielleicht auch zweiten Blick sind die Fotografien sehr ähnlich, aber gerade die subtilen Unterschiede zwischen den verschiedenen Untergründen und den Resten der Plakate machen den Reiz der Serie aus. Die Arbeit hat eine eigene, eher triste Ästhetik, die auch etwas aussagt über die Gestaltung des öffentlichen Untergrunds in den ersten Jahren. Nur der bunte Streifen, der die unterschiedlichen U-Bahn-Linien kennzeichnet, bringt ein wenig Farbe ins Bild.

Die räumliche Situation im Ausstellungsort CoMA, Container of Modern Art, im Werksviertel, korrespondiert mit dem Thema der ausgestellten Arbeit, insofern als der 12 Meter lange, schmale Innenraum des ausgebauten Containers ein wenig an die lang gestreckten U-Bahn-Stationen erinnert.

Zur Ausstellung „dis/play“ erscheint das Heft Nr. 61 mit gleichnamigen Titel im icon Verlag Hubert Kretschmer, München, das in der Ausstellung für 3 € erworben werden kann. (so-viele.de)

Die Vernissage findet statt am Freitag, den 22. Februar 2019, ab 18 Uhr. Die Ausstellung ist geöffnet am Samstag, den 23.2. von 16 bis ca. 20 Uhr und am Sonntag, den 24.2. von 16 bis ca. 19 Uhr. Die Künstlerin ist während der Ausstellung anwesend.

CoMA Gallery – Container of Modern Art, Werksviertel, Atelierstr. 4, 81769 München

Links:
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