Georg, Hände . Füsse

Eine fotografische Spurensicherung in Schwabing

Kann eine leer geräumte Wohnung noch die Geschichten ihrer Bewohner erzählen? Wer waren Georg, Christine, Gerhard, Wolfgang, M.? In welcher Beziehung standen sie zueinander? Wie war die Wohnung eingerichtet? Was hing an den Wänden? Was war in den Regalen? Wurde hier viel gelesen? Wie hieß die Katze und warum hatte sie ihren Futternapf in der Speisekammer auf dem Regal? Hatte nur Georg ein Extra-Handtuch für Hände und Füsse, oder war das für alle gedacht? Begeistert von den vorgefundenen Spuren, Mustern und Strukturen habe ich 2014 wiederholte Male in der Wohnung fotografiert. Einige Bilder dieser Arbeit zeige ich vom 22. Januar bis 31. März 2016 bei Monika Krämer in München bei der Ausstellung „Georg, Hände . Füsse“.

Lichtspiele

Lichtspiele
Es kommt und geht, geht ein und aus, immer neu, doch vertraut, mal flüchtig, mal verweilend, ernst und doch verspielt, heimatlos, zeitlos. Erleuchtet mein Gemüt – und meine Kammer. Immerfort.

Einige Bilder dieser Serie sind im foen-Portfolio und im „ein schub“ veröffentlicht.

Dachboden

Ich entwickle mich langsam zu einer Dokumentaristin des Hauses. Nicht nur die Wohnung, auch den Dachboden gibt es in dieser Form jetzt nicht mehr. Fasziniert hatte mich das Licht, wie es zu den Dachfenstern einfiel. Ich fand es allerdings sehr unheimlich dort, wenn der Wind ging. Diese ungewohnten Geräusche des pfeifenden Windes liessen mich immer wieder erschaudern.

Spuren

Beachtete und nicht beachtete Orte – Veränderung, Überlagerung, Zerstörung, Verwitterung, Momentaufnahme, Ausschnitt.
Ich bin fasziniert von den – meist unbeachteten – Strukturen, die mir in der Stadt begegnen. Mithilfe der Fotografie mache ich sie für andere sichtbar. Die Fotos sind entstanden hauptsächlich in München und Münster. (2013)
6 Bilder dieser Serie habe 2013 im forum2 ausgestellt im Rahmen der Gruppenausstellung „Orte“ von der Gruppe foen und Anfang 2014 bei Monika Krämer.

Nördlicher Friedhof

Auf dem Friedhof fotografieren, das machen doch alle, wurde mir gesagt. Ich habe es mir dennoch nicht nehmen lassen auf dem Alten Nördlichen Friedhof in München-Schwabing die ein oder andere fotografische Runde zu drehen. Die Lichtstimmung bei der Dämmerung taugte mir besonders für meine Aufnahmen. Die Aufnahmen sind digital, aber mit einem alten, analogen Filmobjektiv (16mm) aufgenommen. Mir gefällt die spezielle Farbigkeit und Schärfe/Unschärfe dieses Objektives. Aus den Bildern habe ich eine kleine Broschüre erstellt. (München, 2015)